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Archiv 2021

Rodas/Räder

Samstag, 24. April 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

trio rodas:
Corin Curschellas – Stimme und Dulcimer
Barbara Gisler – Violoncello
Patricia Draeger – Akkordeon

Ein Wünschelrad voller vielfarbiger Lieder.
Grossartig, was diese kleine kammermusikalische Konstellation an Vielfalt und Farbigkeit, an Arrangierkunst und Ausdruck zustande bringt.

weitere Angaben

Veröffentlichung des ersten Albums von Corin Curschellas’ Trio RODAS

Corin Curschellas, Patricia Draeger und Barbara Gisler haben für ihr Trio den romanischen Namen Rodas gewählt, Räder – ein Name, der in dieser Sprache so sonor und roh zugleich klingt, der auch den Lauf der Dinge erspüren lässt, das Rauf und Runter des Lebens, das Rollen und Rauschen der Musik. Dabei kreist diese Musik «nur» rund um Draegers universales Akkordeon, Gislers verspieltes Cello, ein gelegentliches Dulcimer und die warme Stimme Curschellas’. Sowie um die punktuelle Perkussion des Gastmusikers Bernd Bechtloff. Grossartig aber, was diese kleine kammermusikalische Konstellation an Vielfalt und Farbigkeit, an Arrangierkunst und Ausdruck zustande bringt. Zu hören auf dem allerersten Tonträger der Rodas, der jetzt erscheint, fünf Jahre nach der Gründung des Trios.

Dies führt von einer jäzzig angeraunten, tangonahen Reflexion helvetischer Protestnoten über getragene keltische Narzissen-Poesie und alpsegnerischen Lobgesang bis hin zur Brecht-Weillschen Hexenmär. Dies greift frühere Themen der Bündner Liedermacherin auf, das melancholische Zürcher Bahnhofslied oder die sphärische Walfischmelodie nach einem Meeresgedicht von Clo Duri Bezzola. Dazwischen immer wieder traditionelle oder neue Engadiner Volkslieder, zu Hirtenplatz, Tanzboden, Spinnrad oder Waschtrog, mal als stille Wehmutshymne, mal als tolle Tarantella, mal mit musique concrète eingeleitet, mal mit kreolischen Schlenkern ausgeschmückt. Und als Trouvaille ein altes Walserlied aus dem Sertigtal. Dies alles in drei verschiedenen Sprachen, darunter erstmals schweizerdeutsche Stücke von Corin Curschellas. Wahrlich ein musikalisches Wünschelrad voller Überraschungen!



Sturm und Stille

Auffahrt, Donnerstag, 13. Mai 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

Martin Masan – Violine
Shahane Zurabova – Klavier

Die beiden Musiker verbindet eine reiche Musiktradition. Zentrale Anliegen sind die grossen Werke der Romantik, wie auch Zyklen mit den Sonaten von Brahms und Beethoven.
Als Geige-Klavier-Duo konnten sie in zahlreichen Ländern Erfolge feiern.
L. van Beethoven: Sonate op. 30 Nr. 2
C. Franck: Sonate A-Dur

weitere Angaben

Shahane Zurabova wurde in Eriwan, Armenien, in eine Musikerfamilie geboren. Bald begeisterte sie ihr Publikum durch ihr musikalisches Talent, ihre technische Brillanz und ihre lebendigen Interpretationen. Mit 10 Jahren gewann sie ihren ersten nationalen Wettbewerb. Nach ihrem Abschluss an der Musikschule 1999 setzte sie ihre Ausbildung am Music College R. Meliqyan fort, die sie 2003 mit Auszeichnung abschloss. Anschliessend trats sie ins Komitas State Conservatory in Eriwan ein und nahm an Meisterkursen und Konzerten als Solistin wie Kammermusikerin teil. 2008 schloss sie ihr Studium mit Auszeichnung ab. Weitere Ausbildungen und Aufbaustudien folgten an der Musikakademie Basel. 2010 erhielt Shahana Zurabova den Master Performance Degree mit einem Konzertdiplom und 2012 schloss sie den Master of Arts in Musikpädagogik erfolgreich ab. In der Schweiz trat sie in Konzerten als Solistin und in Festivals als Kammermusikerin auf. Sie gab Meisterkurse beim 28. Internationalen Goppisberger Musikfestival und der Akademie in Grächen, Schweiz.

Marin Masan wurde in Basel in eine Musikerfamilie geboren. Mit sieben Jahren begann er Geige zu studieren. Er ist der Gründer und erste Geiger des Sonoris Quartetts Wien, das das Klingler-Stipendium erhielt. Er war Gastsolitst bei verschiedenen Festivals und für eine Reihe von Auftritten engagiert. Martin Masan gewann den ersten Preis beim Kammermusikwettbewerb des Kiwanis Clubs in Horgeen (ZH), nahm an zahlreichen Meisterkursen für Violine mit weltbekannten Musikern teil. Er schloss sein Studium mit einem Master in Violinperformance an der Universität Wien für Musik und darstellende Kunst ab und ist abwechselnder Konzertmeister des Kammerorchesters Wiener Kammersymphonie.


PROGRAMM:

Ludwig van Beethoven (1770–1827) 

Sonate c-Moll op. 30 Nr. 2
Allegro con bio
Adagio cantabile
Scherzo Allegro
Finale Allegro - Presto

César Franck  (1822–1890)

Sonate A-Dur (1886)
Allegro ben moderato
Allegro
Recitativo Fantasia
Allegretto poco mosso


Die Sonate op. 30 Nr. 2 von L. van Beethoven entstand 1802 und ist dem jungen Zaren Alexander 1. gewidmet. Es ist ein Werk der Gegensätze, grosser Kontraste zwischen stürmischen Akkorden und rhetorischer Stille.  Es ist die Zeit, in der die gesundheitlichen Leiden Beethovens einsetzen, in der er das berühmte Heiligenstädter Testament verfasste und der Beginn seiner so bezeichneten «zweiten» Schaffensphase (der «heroischen Phase»). Beethoven selbst schrieb 1802 von einem «neuen Stil», den er nun erreicht habe. Überaus deutlich ist dieser «neue (heroische) Stil» in der zweiten Sonate c-Moll – vor allem in den Moll-Außensätzen zu hören, deren pathetischer Ton sinfonisch anmutet und in der sich Virtuosität und musikalischer Anspruch verbinden. 

Die Sonate von César Franck ist im Gegensatz zur tobenden c-Moll Sonate von Beethoven eine Oase innerer Stille. Der Pariser Organist Franck hat mit diesem Werk eine der beliebtesten Sonaten der romantischen Violinliteratur geschaffen. Gewidmet ist sie dem grossen belgischen Geigenvirtuosen E. Ysaye, welchem sie als Hochzeitsgeschenk überbracht wurde. Dieser hat sie während der kommenden 40 Jahre auf der Bühne regelmässig mit Klavierpartnern bzw grossen Komponisten wie E. Chausson, F. Busoni, L. Godowsky und vielen anderen vorgetragen. Heutzutage ist sie eine der meistgespielten romantischen Violinsonaten.



Reise durch die Epochen der Musikgeschichte

Sonntag, 16. Mai 2021 
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

mit dem Duo «Claudia Augusta»:
Matteo Bodini – Violoncello
Pasquale Bonfitto – Orgel

Die beiden Musiker aus dem Vinschgau begleiten das Publikum auf einer musikalischen Reise von Bach bis Pärt.
Wir freuen uns, Pasquale Bonfitto, der auch als Leiter des traditionsreichen Engadinerchors «rudè da chant» bekannt ist, zusammen mit Matteo Bodini in Sent begrüssen zu dürfen.

weitere Angaben

Pasquale Bonfitto ist in San Giovanni Rotondo (Foggia – IT) geboren. Von 2004 bis 2009 studierte er an der Universität Foggia an der Fakultät Lettere e Filosofia (Kulturwissenschaften) und am Konservatorium für Musik «Umberto Giordano». 2007 schloss er mit Auszeichnung mit dem Bachelor in Italienisch, Geschichte, Latein und dem Studium in Klavier am Konservatorium und 2009 mit dem Masterstudium «Moderne Philologie» mit den Hauptfächern Italienisch, Geschichte, Latein und Literatur ab. Während des Studiums war er als solistischer Pianist und als Korrepetitor von Sängern, Chören und Instrumentalisten tätig. Seit 2009 ist er Lehrer für Italienisch, literarische Fächer, Musik und Klavier. Er hat das Studium in Kirchenmusik (Chorleitung und Orgel) am Konservatorium Bozen bei Prof. Heinrich Walder mit Auszeichnung abgeschlossen, leitet die Chöre Joyful singersRudè da chant EngiadinaKirchenchor Reschen. Er ist Organist in Reschen und im Team der Organisten des Dom Bozen und der Pfarrkirche Meran. Zurzeit absolviert Pasquale Bonfitto an der Universität Innsbruck das Forschungsdoktoratstudium mit einem Projekt, das Musik und Italienisch kombiniert.

Matteo Bodini, 1992 in Schlanders (BZ geboren, erhielt den ersten Cellounterricht in der Klasse von Maria Tutzer.  Dann setzte er sein Studium am Morzarteum Salzburg und später am Konservatorium Bozen fort. Er war mehrmals Preisträger beim österreichischen Jugend-Musikwettbewerb «Prima la musica», gewann 2011 den 1. Preis beim nationalen Wettbewerb «Jan Langosz» in Badolino und 2014 den 2. Preis beim Kammermusikwettbewerb «Carlo Maria Giulini» in Bozen mit dem Streichquartett Farady. Kurse und Masterclases rundeten seine Ausbildung ab. Von 2016-2019 spielte er als festes Mitglied im «Orchestra L. Cherubini», u.a. auch als Stimmführer. Als Aushilfe hat er mit verschiedenen Ensembles und Orchestern in Lugano und Bozen zusammengearbeitet. Konzertreisen und Tourneen führten ihn nach Italien, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Ukraine, Schweiz, Österreich, Lettland, Kosovo und Oman.

 

PROGRAMM:

J. S. Bach   (1685–1750) – Suite N. 2 in d-Moll für Cello, BWV 1008: Prelude

J. S. Bach – Sonate in D-dur, BWV 1028 für Cello und Orgel: Adagio-Allegro

J. S. Bach – Choralvorspiel Vom Gott will ich nicht lassen, BWV 658 für Orgel

A. Rénaud   (1855–1924) – Toccata in d-Moll für Orgel op. 108 Nr. 1

G. Fauré   (1845–1924) – Après un rêve für Cello und Orgel

J. G. Rheinberger   (1839–1901) – Drei Stücke für Cello und Orgel: Abendlied     

C. Franck   (1822–1890) – Choral in a-Moll FWV 40 für Orgel                                                            

O. Messiaen   (1908–1992) – Quatuor pour la fin du temps: Louange à l’Eternité de Jesu Christ für Orgel und Cello

A. Pärt   (*1935) – Spiegel im Spiegel für Cello und Orgel

A. Guilmant   (1837–1911) – Sonate op.42 Nr. 1 für Orgel: Finale



Pfingstkonzert

Wenn das Cello tanzt und singt

Sonntag, 23. Mai 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

Luce Bosch – Violoncello

Die in den «sent-concerts» bereits bekannte Cellistin spielt die beiden Suiten G-Dur und d-Moll von Johann Sebastian Bach sowie eine Suite des spanischen Cellisten und Komponisten Gaspar Cassadò, welcher sich in diesem Werk sowohl auf J. S. Bach als auch auf die traditionelle spanische Volks- und Tanzmusik bezieht. 

weitere Angaben

PROGRAMM:

Bach, J.-S.          

1685–1750

Suite Nr. I G-Dur BWV 1007

  • Prélude
  • Allemande
  • Courante
  • Sarabande
  • Menuette I und II
  • Gigue

Suite Nr. II d-Moll BWV 1008

  • Prélude
  • Allemande
  • Courante
  • Sarabande
  • Menuette I und II
  • Gigue

 

Cassadó, G.

1897–1966

Suite für Violoncello solo

  • Preludio-Fantasia
  • Sardana
  • Intermezzo e Danse Finale

Johann Sebastian Bach
Johann Sebastian Bach (1685 Eisenach–1750 Leipzig) war zwischen 1717 und 1723 als Hofkapellmeister bei Leopold von Anhalt-Köthen tätig. Hier, unter dem Schutz des jungen, musikliebenden Fürsten komponierte Bach eine Fülle an höfischer Instrumentalmusik. In den Sechs Suiten für Cello solo erhob Johann Sebastian Bach das Violoncello, das bis dahin ausschliesslich begleitende Funktion hatte, zum Melodieträger und verlieh ihm zugleich polyphonen Charakter. Damit beschenkte er seine Zeitgenossen mit noch nie Dagewesenem und die Nachwelt mit einer Reihe der schönsten Kompositionen der Cello-Literatur

Gaspar Cassadó
Gaspar Cassadó i Moreu (*5. Oktober 1897 in Barcelona; † 24. Dezember 1966 in Madrid) war ein spanischer Cellist und Komponist. Der Sohn eines Kirchenmusikers hatte bereits im Alter von fünf Jahren den ersten Cellounterricht bei seinem Vater. 1907 zog sein Vater mit ihm nach Paris. Dort wurde er Lieblingsschüler von Pau Casals. Daneben hatte er Kompositionsunterricht bei Manuel de Falla und Maurice Ravel. Nach dem Ersten Weltkrieg begann seine Karriere als weltweit konzertierender Cellist. Er trat unter berühmten Dirigenten wie Wilhelm Furtwängler, Sir Thomas Beecham und Felix Weingartner auf. Legendär war seine Einspielung des Doppelkonzertes von Brahms gemeinsam mit Joseph Szigeti.

Außerdem komponierte Cassadó mehrere Werke für sein Instrument, ein Cellokonzert sowie u. a. drei Streichquartette. Zahlreiche Werke anderer Komponisten bearbeitete er für Cello und Orchester (z. B. von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Carl Maria von Weber).

Luce Bosch, 1993 im Elsass geboren, spielt das Cello seit ihrem 5. Lebensjahr. Sie studierte in Paris mit Raphael Pidoux, Mitglied des Wanderer-Trio, und bei Patrick Demenga in Lausanne. Luce hat 2020 ihr Masterstudium in Basel in der Klasse von Danjulo Ishizaka mit höchster Auszeichnung abgeschlossen. Luce war auch Praktikantin für ein Jahr im Kammerorchester Lausanne.
Luce Bosch tritt in Europa und China als Solocellistin des Orchesters des Schleswig-Holstein Musik Festival und dem Französisch-Jugendorchester. Sie verlässt mehrmals auf Tournee mit dem Jugendorchester der Europäischen Union. Sehr interessiert in die zeitgenössischen Musik, spielte Luce Bosch in der «Lemanic
Modern Ensemble» und der «Ensemble Boswil». Im Jahr 2012 war Luce Solistin im Haydn-Konzert in Biel mit dem Orchester von Budweis.



Klang-Landschaften

Sonntag, 30. Mai 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

Albrecht Volz – Vibraphon, Schlagwerk
Ulrich Weissert – Orgel

Orgel Plus einmal anders. Eine Begegnung mit Musik «abseits ausgetretener Pfade». Es erwartet Sie ein farbiges Programm von Kompositionsbearbeitungen der Renaissance und des Barock bis hin zu zeitgenössischen Originalwerken und jazzigen Arrangements.
Werke von J. S. Bach, H. Purcell, E. Kopetzki, P. Cochereau, J. Alain und S. Karg-Elert.

weitere Angaben

PROGRAMM:                         

Henry Purcell  (1659–1695)                             
Suite I aus «The Fairy Queen» für Pauken und Orgel
Ouverture for Trumpets – Adagio – Trumpet tune - Final trumpet air

Don Luys Milan  (ca.1500–ca.1561)
Pavane für Vibraphon (Original Laute)

Anonymus  (16. Jahrh.)                            
Tanz und Nachtanz für Vibraphon (Original Laute)                             

Antonio Vivaldi  (1678–1741)                             
Konzert G-Dur  für Vibraphon (Original Flöte) und Klavier  
Allegro - Largo - Allegro                                            

Jehan Alain  (1911–1940)                            
Le jardin suspendu (Der hängende Garten) für Orgel
 
Eckhard Kopetzki  (*1956)                   
aus Contemplations (2002) : für Orgel und Schlagzeug 
III Pré d‘ étoiles (Sternenwiese) 

Sigfried Karg-Elert  (1877–1933)                   
Triumphmarsch über «Nun danket alle Gott» für Orgel

Bill Molenhof  (*1972)  
Music of the day für VibraphonPierre Cochereau  (1924–1984)                                                 
Bolero über ein Thema von Charles Racquet für Orgel und Schlagzeug 
(von Jean-Marc Cochereau notierte Improvisation)

Johann Sebastian Bach  (1685–1750)      
aus der Ouverture Nr. 2 h-Moll BWV 1067
Menuett, Badinerie für Vibraphon (Original Flöte) und Klavier


Orgel Plus einmal anders:
 Eine Begegnung mit Musik «abseits ausgetretener Pfade» verspricht die Kombination VIBRAPHON, ORGEL UND SCHLAGWERK mit einem farbigen Programm von Kompositionsbearbeitungen der Renaissance, des Barock bis hin zu zeitgenössischen Originalwerken und jazzigen Arrangements zu werden. Irisierende Vibraphon Klänge, die reiche Farbpalette der Orgel und die Vielfalt der Schlagwerk-Instrumente erwarten Sie mit einem international erfahrenen Ensemble.

Einführung zu Kopetzki und Cochereau

Eckhard Kopetzki
«Contemplations» meint Versunkenheit in Werk und Wort Gottes unter Ausschaltung allen Wollens. So weisen die Titel der drei Sätze in Richtung des Himmels. Die Vielfalt des «himmlischen» Farbenspiels wird durch unterschiedliche Kombinationen von Schlaginstrumenten dargestellt. (Eckhard Kopetzki)

Pierre Cochereau     
erhielt seinen ersten Orgelunterricht mit 14 Jahren in Paris und wechselte 1941 zu Paul Delafosse, Titularorganist an St. Roch in Paris, dessen Nachfolge er ein Jahr später antrat. Auf Wunsch des Vaters sollte er Jura studieren, brach das Studium jedoch ab und wechselte 1943 zum Musikstudium ans Pariser Konservatorium, wo er bis zum Abschluß 1949 in allen Fächern Auszeichnungen erhielt. 1948 unternahm er seine erste Konzertreise nach Ungarn, 1956 seine Erste in die USA. Von 1949–1956 wurde er zum Direktor des Konservatoriums in Le Mans berufen. 1955 erfolgte die Ernennung zum Titularorganisten an der Kathedrale Notre-Dame Paris, die er bis zu seinem Tod innehatte. Er war einer der bedeutendsten Organisten und Improvisatoren des 20. Jahrhunderts. Seine Konzertreisen führten ihn auf alle Kontinente und seine internationale Anerkennung verdankt er nicht zuletzt seinem improvisatorischen Können, über das sich sein früherer Lehrer Marcel Dupre äußerte: «Pierre Cochereau ist in der Geschichte der zeitgenössischen Orgel ein Phänomen ohnegleichen!» Zahlreiche auf Schallplatte eingespielte Orgelimprovisationen wurden später im Druck veröffentlicht.

Vitae der Musiker

Albrecht Volz
geb. 1961, begann nach früher Ausbildung in Violine, Klavier, Schlagzeug und Tanz 1981 sein Studium an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst bei Prof. Klaus Tresselt. Als Preisträger und Stipendiat des «Deutschen Musikwettbewerbs Bonn» 1985 ging er 1986 in die USA, um bei Leigh Howard Stevens (Marimba) zu studieren.Noch während des Solistenstudiums (Stuttgart) erschien 1989 die erste CD mit eigenen Bearbeitungen barocker Werke. Im selben Jahr gründete er mit dem Pianisten Andreas Baumann das bis heute international konzertierende «Duo Vivace». Auch das Konzertieren im Duo Orgel/Schlagzeug mit Ulrich Weissert begann in dieser Zeit. Als Paukist spielte er viele Jahre im Bachcollegium Stuttgart, Stuttgarter Kammerorchester und Festspielorchester Ludwigsburg.

Neben seiner umfangreichen solistischen und kammermusikalischen Konzerttätigkeit, mit Rundfunk- und Fernsehproduktionen, sowie seinem Dirigentenamt bei einem Chor und Orchester der Region wirkt er heute in verschiedenen Ensembles mit und widmet sich leidenschaftlich seinen musikpädagogischen Aufgaben. Zahlreiche Schüler und sein Ensemble die ​​«Renninger Xylophoniker» wurden mit Bundespreisen ausgezeichnet. Es liegen sieben CD-Einspielungen vor.

Ulrich Weissert
geb. 1960, studierte in Herford Kirchenmusik und schloss das Aufbaustudium in Köln mit dem A-Examen (1989) ab. Ergänzende Meisterkurse für Orgel und Dirigieren. Nach kurzer Kantorentätigkeit in Baden war er von 1993 bis 2014 Kirchenmusiker an der Klosterkirche Alpirsbach im Schwarzwald. In dieser Funktion leitete er die Reihe der renommierten Klosterkonzerte und war von 1999–2015 künstlerischer Leiter der bedeutenden Kreuzgangkonzerte. Mitinitiator und Organist der international Aufsehen erregenden fahrbaren ALPIRSBACHER ORGEL-SKULPTUR. Rundfunk- und

TV-Aufnahmen. 2009 Solist beim Schwarzwaldmusikfestival.
2015 Kulturpreis der Stadt Alpirsbach und seitdem Kirchenmusiker in Davos (Schweiz).
Das Duo konzertiert seit 1990 regelmässig und gastierte in den vergangenen Jahren erfolgreich bei namhaften Festivals und Konzertreihen in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz. Im Rahmen der Einweihung der ALPIRSBACHER ORGEL-SKULPTUR 2008/09

Altes und Neues für VIBRAPHON, ORGEL UND SCHLAGWERK, Irisierende Klänge – Orgel plus einmal anders

Sent. Orgel Plus einmal anders. Eine Begegnung mit Musik «abseits ausgetretener Pfade» verspricht die Kombination VIBRAPHON, ORGEL UND SCHLAGWERK mit einem farbigen Programm von Kompositionsbearbeitungen der Renaissance, des Barock bis hin zu zeitgenössischen Originalwerken und jazzigen Arrangements zu werden. Irisierende Vibraphonklänge, die reiche Farbpalette der Orgel und die Vielfalt der Schlagwerk-Instrumente erwarten Sie mit einem international erfahrenen Ensemble. Das Duo Ulrich Weissert (Orgel) und Albrecht Volz (Schlagwerk) spielt am Sonntag, 30. Mai 2021 um 17 Uhr in der Kirche Sent unter dem Titel «Klang-Landschaften».

Der Organist Ulrich Weissert, der bis 2014 im Schwarzwald arbeitete und seit 2015 in Davos (Schweiz) wirkt, sowie der Schlagzeuger und Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbes 1985 Albrecht Volz spielen zunächst Barock-Werke von Purcell, Vivaldi, Bach und Milan. Dabei sind mit dem Vibraphon und Marimba interessante Bearbeitungen von barocken Violin- oder Flötenkonzerten machbar, die dadurch eine neue Sichtweise auf «Alte Musik» ermöglichen. Im zweiten Teil erklingt zeitgenössische Musik mit Tempel-Blocks, Tam-Tam, Becken, Trommeln und Pauken. Die Kompositionen stammen von Pierre Cochereau, Eckhard Kopetzki und Bill Molenhof.

VIBRAPHON, ORGEL UND SCHLAGWERK, Irisierende Klänge – Orgel plus einmal anders

Sent. Ein zauberhaft farbiges Klangerlebnis abseits des Alltäglichen verspricht die konzertante Kombination Albrecht Volz (Schlagzeug) und Ulrich Weissert (Orgel) zu werden. Die zwei Vollblutmusiker, die sich seit Jahren der etwas anderen Klangästhetik verschrieben haben, konzertieren am Sonntag, 30. Mai 2021 um 17 Uhr in der Kirche Sent unter dem Titel «Klang-Landschaften».

Die kontrastreiche Verschmelzung aus alter Musik im neuen Gewand mit neuer Musik auf traditioneller Basis bietet für Auge und Ohr einen höchsten Genuss. Das umfangreiche Repertoire des Duos reicht von Kompositionsbearbeitungen der Renaissance und des Barock bis hin zu zeitgenössischen Originalwerken. Albrecht Volz studierte bei Klaus Treßelt an der Musikhochschule Stuttgart. 1985 war er Preisträger des Deutschen Musikwettbewerbes in Bonn. Zusätzlich absolvierte er Meisterkurse bei namhaften Percussionisten. Neben seiner solistischen und kammermusikalischen Konzerttätigkeit ist Albrecht Volz Paukist in verschiedenen Ensembles und ein gefragter Musikpädagoge. Es liegen 7 CD-Einspielungen vor.

Ulrich Weissert studierte Kirchenmusik in Herford und schloss in Köln mit dem A-Examen (1989) ab. Ergänzende Meisterkurse für Orgel und Dirigieren folgten. Nach kurzer Kantorentätigkeit in Baden war er von 1993–2014 Kirchenmusiker an der Klosterkirche Alpirsbach im Schwarzwald. In dieser Funktion leitete er die Reihen der renommierten «Alpirsbacher Kloster- und Kreuzgangkonzerte». Seit 2015 lebt und arbeitet er in Davos (Schweiz). Das Duo konzertiert seit 1990 regelmäßig und gastierte in den vergangenen Jahren erfolgreich bei namhaften Festivals und Konzertreihen in Deutschland, Frankreich, Österreich und der Schweiz.

Das Konzert, mit dem Titel «Klang-Landschaften» wird umklammert mit Barock-Werken von Hernry Purcell (Suite aus «The Fairy Queen»), Antonio Vivaldi (Konzert G-Dur) und Don Luys Milan (Pavane, Tanz und Nachtanz). Vivaldis berühmtes Konzert wird hier in einer Bearbeitung für Vibraphon und Orgel vorgestellt und ermöglicht so eine neue Sichtweise «Alter Musik».

Das neue Werk «Contemplations» von Eckehard Kopetzki (III. Sternenwiese) stellt die Vielfalt des «himmlischen Farbenspiels» durch unterschiedliche Schlaginstrumente (einschließlich klingender Blumentöpfe) im Wechsel mit der Orgel dar.  

Als genuiner Beitrag der Orgel erklingen Werke von Jehan  Alain (Le jardin suspendu) und von Sigfried Karg-Elert (Triumphmarsch über «Nun danket alle Gott»).

Die Antwort des Vibraphons erfolgt mit einem Jazzstück von Bill Molenhof (Music of the day).

Zum Schluss erklingt als Neuentdeckung das Werk des Pariser Notre-Dame Organisten Pierre Cochereau (Bolero), welches von diesem zusammen mit einem Schlagzeuger 1974 auf Schallplatte improvisiert wurde und nun in Noten vorliegt.

Mit bekannten Barock-Klängen von Johann Sebastian Bach (Menuett und Badinerie aus der h-Moll Suite BWV 1067) werden die Zuhörer dann nach Hause entlassen.



Jazz Meets Tango

Sonntag, 6. Juni 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

Michael Zisman – Bandoneon
Heiri Känzig – Kontrabass

Labsal für die Seele. Der Jazz-Bassist Heiri Känzig liefert sie, sein Partner dabei ist der Bandoneonist Michael Zisman. «Die Musik hat viel Raum, viel Poesie. Kein Kitsch. Leicht aber schwer herzustellen...»

weitere Angaben

In schwierigen Zeiten sehnt man sich nach Labsal für die Seele. Der Jazz-Bassist Heiri Känzig liefert sie, sein Partner dabei ist der Bandoneonist Michael Zisman.

Der argentinisch-schweizerische Doppelbürger Michael Zisman gilt heute als eines der ganz grossen Talente auf seinem Instrument. Das Bandoneon, berühmt für seinen charakteristisch tief melancholischen, warmen Klang, ist vor allem in der argentinischen Tango-Musik zu hören. Zisman lässt auf seinem Instrument nicht nur die Seele des Tango klingen, er ist auch ein virtuoser Jazzmusiker.

Heiri Känzig ist nicht nur von seiner Biografie her international aufgestellt (von New York über Zürich, Wien und Graz bis München und zurück in die Schweiz), er ist es auch vom Format her, gehört er doch seit Jahren zu den besten Bassisten Europas. «The one and only»so der Jazzkolumnist Peter Rüedi über ihn. 

Die Musik hat viel Raum, viel Poesie, kein Kitsch. Sie ist leicht, aber schwer herzustellen. Nicht Schweiz oder Argentinien, sondern beides und die ganze Welt dazwischen und alle guten Winde in den Segeln. (Weltwoche; Peter Rüedi)



Kaleidoskop Wasser – Musikalische Lesung

Samstag, 12. Juni  2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

Gabrielle Susan Rüetschi – Lyrik
Clarigna Küng – Violine und Stimme

Lyrik und Kurzprosa, begleitet von improvisierter Musik, ausgehend von Werken Bachs sowie schweizerischer, österreichischer und nordischer Volksmusik, in den drei Programmteilen: Draussen – Drinnen – Inmitten. 
Wasser als Element der Natur, Wasser als Spiegel menschlicher Emotion und Entwicklung.

weitere Angaben

Aus einem Bild, aus Farbe und Form, entsteht ein Raum. Obwohl er nur aus diesem einen Bild besteht, wächst daraus in der Vervielfältigung und Spiegelung etwas Neues. Es lässt etwas aufscheinen, das vorher nicht erkennbar war. Eine kleine Bewegung nur, und alles wird anders.Die Natur in all ihren verschiedensten Erscheinungsformen ist vielfältig. Immer wieder zeigt sie sich neu. Das Wasser ist dabei ein Element, das ganz besonders fasziniert: seine Veränderbarkeit, seine Anpassungsfähigkeit, seine Kraft. Der Mensch kann darin vieles von sich selbst erkennen: Wasser prägt auch ihn - sein ständiges Werden, Wachsen und Sterben.Gabrielle Susan Rüetschi ist in Montreal geboren und in der Region Baden aufgewachsen. Heute lebt und schreibt sie in Baden und Scuol (Unterengadin). Seit ihrem frühen Erwachsenenalter ist Sprache im Allgemeinen und Schreiben im Speziellen eine wesentliche Passion, angeregt durch verschiedene Auslandaufenthalte und ausgedehnte innere und äussere Reisen, aber auch und sehr grundlegend inspiriert durch ihre Streifzüge in der Natur. Ihr Weg führte erst durch verschiedene Berufs- und Lebenserfahrungen, bis sie vor einigen Jahren das Schreiben zu ihrer Hauptbeschäftigung machte, um dem Drängen nach Ausdruck in der Sprache mehr Raum zu geben. Nach «Oh dass da Berge sind» (2017/18) und «Taimpras da l’aua – Wasserprägungen» (2019) ist «Kaleidoskop Wasser» das dritte Programm Musikalischer Lesungen mit eigenen Texten.Clarigna Küng wurde in Appenzell als fünftes von acht Kindern in eine musikalische Familie hineingeboren und begann im sechsten Lebensjahr mit dem Violinunterricht. Sie erwarb am Landeskonservatorium Feldkirch bei Maria Kikel das Lehrdiplom mit Auszeichnung, danach absolvierte sie den Nachdiplomkurs für Schweizer Volksmusik an der Musikhochschule Luzern und schloss daselbst erfolgreich das Konzertfachstudium (Master Performance Klassik) in Violine ab. In Wien folgten Weiterbildungsjahre in der klassischen Musik sowie in der österreichischen und slawischen Volksmusik. Sie war Preisträgerin beim schweizerischen Regionalwettbewerb 2002 in Zürich und erhielt ein Begabtenstipendium des Landes Vorarlberg. Im Jahr 2020 wurde Clarigna Küng für ihr musikalisches Schaffen mit dem Werkbeitrag der Ausserrhodischen Kulturstiftung ausgezeichnet. Nebst dem Geigenunterricht pflegt sie heute verschiedene Musikstile, übt eine vielfältige Konzerttätigkeit in mehreren Formationen aus – und geht in ihren solistischen Auftritten auch ganz eigene Wege.

 

PROGRAMM:
 

  Präludium
Prolog  
DRAUSSEN Thema I
In steilen Schatten  
   
Vorfrühling                                  Zwischenspiel. Fahrt aufnehmend
   
Des Wassers Kreis        Invention. Wasser
Alter Mann  
Feuer im Schnee                     Nadelfall
Vollmond  
   
Lykkested                              Zwischenspiel. Nordisch
   
DRINNEN                          Thema II
Klippensprung                           Flug
Birken und Wasser               Invention.Hochland
Schöpfen  
Frühmorgens                     Ruf I
Verlust  
Feier des Abends  
   
Bodensee                        Zwischenspiel. Ruf II und Echo
   
INMITTEN                              Thema III
Clemgia. Schlucht                      Invention I
Gewitterregen        Invention II
Murgang                            Invention III
Erschütterung  
Regenschreiben          Zwischenspiel. Wasser und Bach
Schneekristalle  
Gittereis                         Lied. Fürs innere Kind
Schneenacht II     Lied. Verklingend
   
Lai nair. Moorsee          Nachspiel

 

kaleidoskop.wasser(at)gmx.ch  /  sms 076 454 81 53

Wir bedanken uns herzlich für die Unterstützung:    Stadt Baden



Klassisch mit einem Hauch von Klezmer

Sonntag, 20. Juni 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

Annatina Kull – Klarinette
Maya Rehm – Horn
Margie Wu – Klavier

Der Kammermusikabend mit dem Trio Apperinte verspricht eine Reise durch verschiedene Musikepochen. Hauptwerke für Klarinette, Horn und Klavier werden mit kürzeren Zwischenspielen für Klavier solo zu einem abwechslungsreichen Konzerterlebnis verknüpft.

weitere Angaben

 Der Kammermusikabend mit dem Trio Apperinte verspricht eine Reise durch verschiedene Musikepochen. Hauptwerke für Klarinette, Horn und Klavier werden mit kürzeren Zwischenspielen für Klavier solo zu einem abwechslungsreichen Konzerterlebnis verknüpft. Auf ein galantes klassisches Trio von Frédéric Duvernoy folgen drei kurze Volkstänze von Béla Bartók für Soloklavier und ein romantisches Trio von Carl Reinecke. Eine schottische Pavane und schwungvolle Klezmer-Melodien beschliessen den Abend.

Annatina Kull studierte Klarinette an der Hochschule Luzern – Musik bei Heinrich Mätzener und Paolo Beltramini und an der Kunstuniversität Graz bei Stefan Schilling. Sie schloss die Studiengänge «Master of Arts in Music» mit Major Orchester sowie «Master of Arts in Musikpädagogik» mit Auszeichnungen ab. Anschliessend absolvierte sie einen CAS Musikforschung an der Hochschule Luzern – Musik.
2010 wurde sie mit dem Edwin Fischer-Gedenkpreis ausgezeichnet und erhielt ein Stipendium der Friedl Wald Stiftung. 2014 wurde sie mit dem Förderpreis des Kantons Graubünden und 2018 mit dem Förderpreis der Stadt Chur ausgezeichnet. Solistische Auftritte hatte sie u.a. mit dem Sinfonieorchester Meilen, dem Neuen Zürcher Orchester, der Schweizer Philharmonie, dem Orchester le phénix, dem Orchestra Sinfonica S. Marco Pordenone [Italien] und der Kammerphilharmonie Graubünden.
Annatina Kull arbeitet als freischaffende Klarinettistin, unterrichtet an der Regionalen Musikschule Wolhusen und ist Wissenschaftliche Mit­arbeiterin im Kompetenzzentrum Forschung Musikpädagogik an der Hochschule Luzern.

Maya Ladina Rehm, aufgewachsen in Celerina GR, studierte Horn in Winterthur bei David Johnson und in Trossingen bei Francis Orval. Zur Vertiefung ihrer Kenntnisse besuchte sie verschiedene Meisterkurse, u.a. bei Michael Höltzel, Erich Penzel, Radovan Vlatkovic, Froy­dis Ree Wekre sowie dem American Horn Quar­tett und dem Prager Horn Trio.
Während mehreren Jahren spielte sie in der Kammerphilharmonie Winterthur, dem Symphonischen Orchester Zürich und im Symphonischen Blasorchester des Schweizer Armeespiels mit.
Seit 2001 ist sie Solohornistin der Kammerphilharmonie Graubünden.
Neben ihrer Tätigkeit als Orchester- und Kammermusikerin unterrichtet Maya Rehm Waldhorn an der Musikschule und Konservatorium Zürich.

Margie Wu, Tochter chinesischer Eltern, in den USA geboren und aufgewachsen, studierte an der University of Michigan (Piano und Mi­crobiology), an der Nordwestdeutschen Mu­sik-Akademie Detmold und bei Eke Méndez, Thun/Buenos Aires, und György Kurtág, Paris/ Budapest.
Ihre Konzerttätigkeit umfass Kammermusik, Liedbegleitung, Lesungen und Theaterprojekte, Klavierabende mit vorwiegend zeitgenössischer Musik (Messiaen, Gubaidulna, Kurtag, Ligeti Berio, Crumb) und Uraufführungen in Europa von einigen für sie komponierten Werken für Klavier und Live-Elektronik.
Margie Wu ist em. Dozentin für Klavier und Kammermusik an der Musikschule und am Konservatorium Zürich, an der Pädagogischen Hochschule Zürich und an der Hochschule Musik und Theater Zürich (jetzt Zürcher Hochschule der Künste).


PROGRAMM:

Frédéric Duvernoy   (1765–1838)
Trio Nr. 2 in F-Dur für Klarinette, Horn und Klavier
I. Adagio - Larghetto - Maestoso - Allegro - Moderato
II. Adagio
III. Allegro

Béla Bartók   (1881–1945)
aus «Sechs Tänze in bulgarischem Rhythmus» für Klavier solo
Nr. 1, 4 und 6

Carl Reinecke   (1824–1910)
Trio in B-Dur op. 274 für Klarinette, Horn und Klavier
I. Allegro
II. Eine Erzählung: Andante
III. Scherzo: Allegro-Trio I - Tempo I - Trio II, un poco piú tranquillo - Tempo I
IV. Finale: Allegro

Duncan Burnett   (1610?)
aus Early Scottish Keyboard Music
Pavan: Jhonstounis delyt, für Klavier solo

Kevin McKee   (1980)
Fantazye for clarinet, horn and piano



Impressions nouvelles

Sonntag, 27. Juni 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

Mit Bojana Antovic – Klavier
Julien Paillard – Akkordeon

Das Duo Accordiano hat sich dank seiner konstanten Suche nach neuem Repertoire für seine Besetzung einen Namen geschaffen. Es stellt eigene Arrangements und Transskriptionen für Klavier und Akkordeon vor und führt Sie durch ein besonderes musikalisches Universum.

weitere Angaben

Das im Jahr 2013 gegründete Duo Accordiano hat sich dank seiner konstanten Suche nach neuem Repertoire für seine Besetzung einen Namen geschaffen. Ihre künstlerische Vision wird durch den Wunsch gesteuert, das Akkordeon als adliges Instrument erleben zu können, das wagt, sich neben dem Klavier zu erheben, um zusammen eine neue klangliche Komplementarität und Atmosphäre hervorzubringen. Im Programm «Impressions nouvelles» stellt Duo Accordiano eigene Arrange-ments und Transkriptionen für Klavier und Akkordeon vor und führt Sie durch das besondere musikalische Universum.


PROGRAMM:


J. S. Bach  
(1687–1750)
Konzert für zwei Klaviere C-Dur BWV 1061 

Allegro
Adagio ovvero Largo
Fuga


E. Grieg   (1843–1907)
Norwegische Tänze op. 35

Allegro marcato
Allegretto tranquillo e grazioso
Allegro moderato alla Marcia
Allegro molto


A. Piazzolla  
(1921–1992) 
Milonga del Angel


H. Alfven   (1872–1960) 
Midsommarvaka


A. Piazzolla   (1921–1992)
Escualo

 

Bojana Antovic, Klavier
Als Dreijährige hatte Bojana Antovic ihre erste Begegnung mit dem Klavier. 1988 in Kotor (Montenegro) geboren, durchlebte sie im Alter von zehn bis 18 Jahren eine intensive Zeit zwischen Montenegro und der Musikhochschule «Vojislav Vuckovic» in Belgrad. An über dreissig nationalen und internationalen Wettbewerben war sie regelmässig Preisträgerin. Seit 2006 in der Schweiz, hat sie auf ihrem Instrument in Bern das Bachelor Studium und in Zürich den Master in Pädagogik sowie einen weiteren Master in Performance abgeschlossen. Seit ihrem zehnten Altersjahr interessiert Bojana sich insbesondere für Kammermusik in all ihren Variationen und ist mit verschiedenen Formationen in der Schweiz, Deutschland, Slowenien, Serbien und Montenegro aufgetreten. Seit 2011 unterrichtet sie Klavier an der Musikschule Region Thun.

Julien Paillard, Akkordeon
Julien Paillard, 1986 in Genf geboren, pflegt seit seiner Jugend eine tiefe und kreative Verbindung zur Musik. Im Alter von sechs Jahren begann er Akkordeon zu spielen. Mit dem neugierigen Erlernen weiterer Instrumente und des Singens entdeckte er neue Klangfarben und musikalische Ansätze. Sein Interesse hat ihn auch zur Teilnahme an Workshops der Jazz-, Klassik- und Popmusik sowie in die Kunst der Komposition geführt. 2009 erlangte Julien Paillard in Bern den Bachelor und im 2011 in Lausanne den Master in Pädagogik. Mit verschiedenen Ensembles tritt er vor allem in der Schweiz, aber auch in Frankreich, Serbien, Slowenien und Montenegro auf.

www.accordiano.com



Sun e Tun

Samstag, 3. Juli 2021 
19:30 Uhr
Kollekte

Sun e Tun, das Streich-Orchester des Unterengadins, spielt unter der Leitung von Gyula Petendi ein tänzerisches Programm. 

weitere Angaben

SUN E TUN, das Laienorchester aus dem Unterengadin, spielt ein tänzerisches Programm.
Es ist verstätkt mit Musiker*Innen vom Orchesterverein Oberengadin.


PROGRAMM:


Miklós Kocsár
   (1933–2019)
Pressburger Tänze

Allegro moderato
Andante cantabile
Allegro


Anonymus, Anf. 17. Jh.
Suite aus der Wiezel-Handschrift  (Planta-Haus, Samedan)

Intrada
Ballet
La Robinette
Venus hat mir gar fest gebildet in…
Nachtanz


Franz Schubert
  (1797–1828)
6 Menuette (aus D41)

Allegro
Larghetto e spirituoso
Allegro


Antonio Vivaldi   (1680–1743)
Aus dem Violinkonzert F-Dur RV 551

Allegro

Solist*innen: Michelle Foery, Miriam Dietze, Andi Ovenstone 


George A. Speckert   (*1951)
3 Tangos

Tantalazing Tango
The Smell of Tango 
Pizz-a-Tango


Carold Nuñez   (1929–2015)
Locust Street Rag



Alphorn, Akkordeon und Laute

Sonntag, 4. Juli 2021
20:15 Uhr
Eintritt CHF 25

Jitka Baštová – Akkordon
Lisa Stoll – Alphorn
Jindřich Macek – Laute

Lisa Stoll, der Stern am Schweizer Alphornhimmel, spielt mit Jitka Baštová, der Akrobatin am Akkordeon, und Jindřich Macek, dem Meister der Laute.
Das Trio Contrasto möchte das Publikum mit einer bunten Mischung aus Werken des 20. und 21. Jahrhunderts begeistern.

weitere Angaben

Lisa Stoll hat mit acht Jahren Ihre Leidenschaft zur Blasmusik entdeckt und beginnt Cornet zu spielen. Zwei Jahre darauf folgt das Alphorn und damit beginnt die musikalische Reise. Sie gewinnt einige Nachwuchswettbewerbe, unter anderem den Stadlstern vom Musikantenstadl. Mittlerweile musiziert sie in der ganzen Schweiz und im Ausland und hat schon sechs Solo-CDs veröffentlicht.
Jitka Baštová  machte an der Akademie der musischen Künste in Bratislava im Jahr 2014 einen Masterabschluss auf dem Akkordeon und gibt derzeit an der Musikschule in Havlíčkův Brod in Tschechien Unterricht.
Jindřich Macek  ist mehrfach ausgezeichneter  Lautenist und spielt als Solist in verschiedenen Kammerensembles. Er ist Direktor der Musikschule in Havlíčkův Brod.



Reiselust

Sonntag, 18. Juli 2021
20:15 Uhr
Eintritt CHF 25

Duo Jost Costa:
Yseult Jost und Domingos Costa

Raffinierte Virtuosität, Klangsinnlichkeit und eine Vorliebe für außergewöhnliche Programme zeichnen das von den Pianisten Yseult Jost und Domingos Costa 2006 gegründete Duo aus.
Werke von Schubert, Brahms, Huber und Debussy.

weitere Angaben

Zum Programm
Ein wogend musikalischer Streifzug vorbei an Schuberts Wien, den ungarischen Impressionen von Johannes Brahms, hin zu Hans Hubers Luzerner See und Claude Debussy's La Mer. Das Duo Jost Costa spielt original Werke und Orchesterbearbeitungen der Komponisten.
Raffinierte Virtuosität, Klangsinnlichkeit und eine Vorliebe für außergewöhnliche Programme zeichnen die Pianisten Yseult Jost und Domingos Costa aus. Die Gewinner des Grieg Wettbewerbs für Klavierduo in Oslo sind zu Gast in der Kirche in Sent.

PROGRAMM:

Franz Schubert   (1797–1828) 
Allegro a-Moll D. 947 «Lebensstürme»
Grand Rondo in A-Dur D. 951 


Johannes Brahms   (1833–1897)
Ungarische Tänze Nr. 9, 2, 12 und 17.


Hans Huber   (1852–1921)
Ländler vom Luzerner See op. 11


Claude Debussy   (1862–1918)
La Mer trois esquisses symphoniques pour orchestre in der Bearbeitung für Klavier zu vier Händen vom Autor

I. De l’aube à midi sur la mer – très lent (Morgengrauen bis Mittag auf dem Meer – sehr langsam)
II. Jeux de vagues – allegro (Spiel der Wellen – Allegro)
III. Dialogue du vent et de la mer – a

 

Biografie
Raffinierte Virtuosität, Klangsinnlichkeit und eine Vorliebe für außergewöhnliche Programme zeichnen das von den Pianisten Yseult Jost und Domingos Costa 2006 gegründete Duo aus.

Nach ihrem Studium in Paris (Sorbonne), Porto, an den Musikhochschule Stuttgart, Basel und Detmold, studierten sie in der Meisterklasse von Prof. Hans-Peter Stenzl in Stuttgart und schlossen 2013 mit dem Master für Klavierduo ab.

Gewinner des Grieg Wettbewerbs für Klavierduo in Oslo, (Hauptpreis und 3 Sonderpreise unter anderem für die Interpretation zeitgenössischer Musik) war das Duo zu Gast beim Beethovenfest in Bonn, Festival En Blanco y Negro in Mexico City, Casa da Musica Porto (PT), Festival Zingster Klaviertage, dem Gesellschaftshaus Magdeburg, Palazzo Albrizzi Venedig (IT), Festival Camino al Tagliamento (IT), Festival International de Musique de Besançon (FR), im Stravinski Auditorium Montreux (CH), im Theaterhaus Stuttgart, in dem Theater TAPS Strasbourg (FR), in der Maison Heinrich Heine Paris, den Staatstheatern von Montbéliard, Besançon, Dôle (FR), im Wilhelma Theater Stuttgart, im Consol Theater und dem Klangraum Flora Gelsenkirchen in der Norwegian Academy of Musik Oslo (NO), der Schowburg Almere (H), beim Internationalen Festival in Schwäbisch Gmünd, im Landesmuseum «Fruchtkasten» Stuttgart, unter anderen.

Als neugierige leidenschaftliche Musiker haben Yseult Jost und Domingos Costa diverse Veranstaltungen konzipiert in denen Musik und Tanz, Musik und Dichtung, oder Musik und Malerei aufeinander treffen. Zutiefst überzeugt von der Kraft der Musik in der Gesellschaft haben sie Konzerte in sozialen Einrichtungen und in Gefängnissen wie Stammheim und Heimsheim gespielt.

Angeregt durch die Klangsinnlichkeit, Virtuosität und dem telepathischen Zusammenspiel des Duos Jost Costa, haben zeitgenössische Komponisten neue Werke für das Duo geschaffen und Ihm gewidmet, unter Ihnen: John Palmer (UK), Paulo Bastos (PT), Daniel Basomba (ES), Nicolas Jacquot (FR), Theo Herbst (ZA), Riccardo Vaglini (IT), Michael Walter (DE).

Als gefragte Dozenten hielten Sie Vorträge, Workshops und Meisterkurse an der Universität Hamburg, dem Conservatório Braga (PT), Conservatoire à Rayonnement Départemental du Grand Belfort Henri Dutilleux (FR), Musikhochschule Venedig (IT), University of Cape Town (ZA), University of Wittwatersrand (ZA) und der University of Pretoria (ZA).

Seit 2016 vergibt das Duo Jost Costa Aufträge an junge Choreografen. So entstanden einige Neu-Inszenierungen großer Meisterwerke des 20. Jahrhunderts für die originalen Klavierduofassungen und Tanz, unter anderem eine neue Choreographie des Sacre du Printemps von Igor Strawinsky, Parade von Erik Satie, und die Création du Monde von Darius Milhaud. Die Aufführungen wurden von Publikum und Kritik mit Begeisterung aufgenommen.

Ab dem Herbst 2016 entwickelt das Duo in Zusammenarbeit mit dem Landesmuseum Württemberg und der Stadt Stuttgart eine Reihe von Kinderkonzerten, die bereits 2000 Grundschulkinder im Großraum Stuttgart den Besuch eines klassischen Konzerts ermöglichte.

Yseult Jost und Domingos Costa realisierten Aufnahmen für den Südwestrundfunk (Swr2), den Westdeutschen Rundfunk (Wdr3), Deutsche Welle (DW) und Radio BFC Classique (FR).

Sie wurden von der portugiesischen Regierung für Ihre Leistungen und das kulturelle Engagement ausgezeichnet.

www.duojostcosta.com



Sommerkonzert

Dienstag, 20. Juli 2021
17:00 Uhr
Kollekte

Öffentliches Konzert im Rahmen des Cuors Rumantsch

Barbla Tanner – Klavier

«Auf dem wunderbaren Flügel von Warren Thew spielen zu dürfen, ist jedes Mal ein Geschenk … Als ob sein Spiel wieder zum Klingen käme.»



Beethoven

Samstag, 24. Juli 2021
20:15 Uhr
Eintritt CHF 25

Frielinghaus Ensemble

Zwei Werke Ludwig van Beethovens aus dem Jahr 1799 stehen sich im Sommerkonzert gegenüber. Das kammermusikalische und hoch virtuose Streichtrio und das orchestral angelegte Septett mit seinen charakteristischen Melodien, die zwischen den drei Bläsern und den Streichern hin und her wechseln. 



Sound and Image from Jazz and Cinema

Samstag, 31. Juli 2021
20:15 Uhr
Eintritt CHF 25

mit dem «Antonio Zambrini Image Trio»
Antonio Zambrini – piano
Alex Orciari – double bass
Pasquale Fiore – drums

Music by Nino Rota, Fiorenzo Carpi, Antonio Zambrini, including some famous songs composed for movies by Federico Fellini, Luigi Comencini, Francis Ford Coppola.

weitere Angaben

Antonio Zambrini präsentiert einige Auszüge aus seiner reichhaltigen Diskographie, darunter Originale, die in den letzten Jahren mit herausragenden Jazzpersönlichkeiten wie Lee Konitz, Eliot Zigmund, Rita Marcotulli, Maria Pia De Vito und vielen anderen ausgeführt wurden. Das Set enthält auch persönliche Arrangements von Liedern aus der italienischen Tradition der Kinosoundtracks aus den 1960er und 1970er Jahren. Der Jazzpianist und Komponist aus Mailand hat die Aufmerksamkeit von Kritikern und Musikern auf sich gezogen, insbesondere mit seinen „Instrumental-Songs“, die in seinen verschiedenen Trio- und Quartett-Aufnahmen veröffentlicht und von verschiedenen Musikern im Jazz-Bereich wiederholt und gespielt wurden. Zambrini war Gast in mehreren Sendungen von National Radios. Er ist seit 15 Jahren Partner von Cineteca Italiana, Mailand, und improvisiert seit 2002 in mehr als hundert Aufführungen Live-Soundtracks von Stummfilmen am Klavier. .

Alex Orciari und Pasquale Fiore gehören zu den gefragtesten Instrumentalisten der zeitgenössischen italienischen Jazzszene. Sie treten mit vielen Solisten und Bands auf und arbeiten in den letzten Jahren mit Solisten wie Antonio Faraò, Paul Jeffrey, Emanuele Cisi, Giovanni Amato, Stiepko Gut, Enrico Rava, Fabrizio Bosso, Rosario Giuliani, Bob Bonisolo, Björn Solli, Don Friedman ...



Zwischen Sent und Istanbul

Freitag, 6. August 2021
20:15 Uhr
Kollekte

40 Jahre Gemeindebibliothek «Biblioteca cumünala da Sent»

Zum Jubiläum stellt die Schriftstellerin Angelika Overath,
die seit 15 Jahren mit ihrer Familie in Sent wohnt, ihre Lieblings-Texte vor,
die in dieser Zeit entstanden sind.
Ihre rätoromanischen Gedichte liest Leta Mosca.
Rudolf Lutz lässt sich inspirieren und improvisiert am Flügel.



Klaviertrios

Sonntag, 8. August 2021
20:15 Uhr
Eintritt CHF 25

Piotr Plawner – Violine
Isabella Klim – Violoncello
Pawel Mazurkiewicz – Klavier

Hauptwerk des Abends ist das Klaviertrio op. 114, ein Spätwerk von Johannes Brahms.
Als weiteres Werk erklingt das Klaviertrio Nr. 5 C-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart.

weitere Angaben

Das Trio Plawner/Klim/Mazurkiewicz musiziert schon seit einigen Jahren zusammen. Die Musiker*in sind in Bern wohnhaft, stammen aber aus Polen. Sie sind Preisträger verschiedener Wettbewerbe und konzertieren als Solo- und Kammermusiker*in in verschiedenen Ensembles.

Im Juli 2018 ist die CD mit polnischen Streichquartetten und Klavierquintetten (Piotr Plawner und Isabella Klim) bei CPO in Deutschland erschienen. 2020 kam die CD mit Werken von Philip Glass auf dem Markt, wo Piotr Plawner zusammen mit Gerardo Vila die Violinsonate des Komponisten aufgenommen hat.



«Egmont» Sommertournee

Mittwoch, 11. August 2021
20:15 Uhr
Eintritt CHF 20

Lena Kiepenheuer – Sopran
Christian Sprecher – Sprecher
Kammerphilharmonie Graubünden
Philippe Bach – Leitung

Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Schauspielmusik zum Drama Egmont op. 84 in der Bearbeitung
von Andreas N. Tarkmann mit neuem Text von Giuliano Musio

weitere Angaben

1810 erhielt Ludwig van Beethoven vom Wiener Burgtheater den Auftrag zu einer Schauspielmusik zu Johann Wolfgang von Goethes Trauerspiel «Egmont». Die Geschichte handelt vom flandrischen Grafen und Freiheitshelden aus dem 16. Jahrhundert, der während des Aufstands der Niederländer gegen die spanischen Fremdherrscher kämpft. Beethoven erfüllte den Auftrag enthusiastisch, war er doch ein glühender Verehrer Goethes.

Beethovens vergleichsweise selten aufgeführte Schauspielmusik kommt in einer Bearbeitung für Kammerorchester von Andreas N. Tarkmann und mit einem neuen Text von Giuliano Musio zur Aufführung.

Im Namen der Einwohner*innen und der Gäste von Sent bedanken wir uns, die «Concerts illa Baselgia da Sent», ganz herzlich für die tollen Konzerte der Kammerphilharmonie Graubünden und für die Unterstützung durch den Kanton Graubünden. Das Konzert ist immer wieder ein highlight. Danke für die Treue.



Vielfalt der Gefühle

Sonntag, 15. August 2021
20:15 Uhr
Eintritt CHF 25

Flurina Sarott – Violine
Bosiljka Kulišić Čavić – Akkordeon

Eine emotionale Reise durch die Gefühlswelten verschiedener Stilrichtungen der Musik. Es erklingen Stücke des berühmten Tangokomponisten Astor Piazzolla, die Reise geht dann weiter zur jiddischen Volksmusik, der Klezmer-Musik bis hin zum russischen Komponisten Dimitri Schostakowitsch, einem der bedeutendsten Komponisten des 21. Jahrhunderts.

weitere Angaben

Das Duo Sarott-Kulišić, welches schon seit anfangs Studium zusammen musiziert, stellt in diesem Konzert die Vielfalt der Gefühle in der Musik vor – eine emotionale Reise durch die Gefühlswelt in den verschiedenen Stilen der Musik. Es werden einerseits einige Stücke des berühmten Tangokomponisten Astor Piazzolla gespielt. Andererseits geht die Reise zur jiddischen Volksmusik, zur Klezmer-Musik, bis hin zum russischen Komponisten Dimitri Schostakowitsch, einem der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Alle diese Stücke wecken und unterstützen starke Emotionen von Ruhe und meditativer Stimmung bis hin zu Fröhlichkeit und Lebensfreude. Musik ist eine universelle Sprache, die überall verstanden wird, egal wann sie geschrieben ist und aus welcher Kultur sie stammt.



Charlie Parker with the Dynamic Duo

Sonntag, 22. August 2021
20:15 Uhr
Eintritt CHF 25

Tommaso Starace – soprano sax
Massimo Colombo – piano

The Duo will experience the iconic music of one of the greatest American saxophonists, Charlie Parker.
Get ready for an evening full of adrenaline, swing, emotions and great dynamics with the Dynamic Duo!



Romantische Viola-Melodien

Sonntag, 29. August 2021
20:15 Uhr
Eintritt CHF 25

Killian Duo:
Roswitha Killian – Viola
Angela Killian – Klavier

Seit vielen Jahren musizieren die beiden Schwestern Angela und Roswitha Killian zusammen in der Besetzung Viola/Klavier und haben in ganz Europa viele Konzerte gegeben. Es erklingen die «erlebten Glocken» von Bohuslav Martinů, empfindsam schwingende  Brahms-Melodien sowie die frühe Viola-Sonate des Bündner Komponisten Paul Juon.

weitere Angaben


PROGRAMM:

Bohuslav Martinů (1890–1959): Variationen über ein Slowakisches Thema
Thema: Poco Andante rubato
Variationen:
1. Moderato
2. Poco Allegro
3. Moderato
4. Scherzo, Allegretto. Poco Andante
5. Allegro

Johannes Brahms (1833–1897): Sonate f-Moll op. 120/1
Allegro appassionato
Andante un poco Adagio
Allegretto grazioso
Vivace

Paul Juon (1872–1940): Sonate D-Dur op. 15
Moderato
Adagio assai e molto cantabile
Allegro moderato


Programmnotiz zum Konzert in Sent

Die Variationen über ein slowakisches Thema von Bohuslav Martinů (ursprünglich für Cello ) waren das letzte Werk des Komponisten wenige Wochen vor seinem Tod im August 1959 im schweizerischen Liestal. «Diese allerletzten Seiten von Martinůs Kammermusik sind durchdrungen von einer intensiven nostalgischen Sehnsucht nach der Heimat.» Martinů ist auf einem Kirchturm in Polička, einer ostböhmischen (heute tschechischen) Stadt, aufgewachsen. Die Eindrücke aus der Kindheit, der Wahrnehmung der Welt und des Lebens aus der Höhe wie auch die Glocken direkt unter ihm, haben ihn zeitlebens begleitet.

Auch die Brahms-Sonate f-Moll ist ein Spätwerk. Ursprünglich als Klarinettensonate komponiert, hat Brahms auch eine Fassung für Viola und Klavier auf Anregung des Geigers Joseph Joachim herausgegeben, da diese beiden Instrumente die gleiche Stimmlage aufweisen. Von einem sehr melancholischen 1. Satz in f-Moll entwickelt sich das Werk über einen elegischen 2. Satz und das Allegretto nach Ländlerart zu dem Finale in F-Dur in Form eines übermütigen, humorvollen Rondos.

Die Sonate in D-Dur für Bratsche und Klavier von Paul Juon offenbart seine Kompositionsart der meisterhaften Integration der Instrumente, Sensibilität für musikalische Farben und einen unfehlbaren Sinn für Form und Proportionen, weswegen Juon oft als «russischer Brahms» bezeichnet wird. «Juons Stil ist eine interessante Mischung aus Russisch und Deutsch, wobei das Material fast immer slawischen Charakter hat, während die Behandlung gründlich deutsch ist und sich oft zu Brahms neigt.»
Paul Juon hat Bündner Vorfahren, die nach Moskau ausgewandert waren. Er studierte am Moskauer Konservatorium Violine und Komposition und war ab 1906 Professor an der Hochschule für Musik in Berlin. Seinen Lebensabend verbrachte er in Vevey.

Das Killian Duo – Roswitha und Angela Killian
Das Killian Duo gilt seit Jahren als Garant für anspruchsvolle Kammermusik. Seine melodisch ausdrucksvolle Gestaltung, die Intensität der rhythmischen Artikulation und der weite Atem der Phrasierungskunst wurden häufig hervorgehoben. Die beiden Schwestern sind besonders durch die eindringliche Interpretation der Brahms Sonaten bekannt geworden. In dem kongenialen Zusammenspiel des Killian Duos tritt die besondere Verbundenheit der beiden Schwestern mit der kammermusikalischen Klangwelt der romantischen Viola-Literatur zutage

Portrait
Die beiden Schwestern Roswitha und Angela Killian konzertieren als Killian Duo schon seit langer Zeit, sie sind auf besondere Art miteinander verbunden. Man kennt sie als Musikerinnen für anspruchsvolle Kammermusik. Ihre ausdrucksvolle melodische Gestaltung, die Intensität der rhythmischen Artikulation und der weite Atem der Phrasierungskunst wurden vielfach von dem Publikum hervorgehoben und beeindruckten immer wieder in Werken verschiedener Programme. Der volltönig warme Klang der Viola – noch immer eine Rarität im kammermusikalischen Konzertleben – vermag sich sowohl in die strahlende Höhe der Violinlage aufzuschwingen als auch in die tiefen Lagen des Cellos vorzudringen. Nicht von ungefähr nannte Bach die Violastimme das Herz der Musik. Die Literatur für Viola und Klavier ist weniger bekannt und hat doch viele Komponisten zu Meisterwerken angeregt.

Das Killian Duo mit seinem breitgefächerten Repertoire stellt sich der Aufgabe, diese Werke zum Erklingen zu bringen und ist besonders durch seine eindringliche Interpretation der Brahms Sonaten bekannt geworden.

Roswitha Killian – Viola
Angela Killian – Klavier

Kontakt Killian Duo:
Roswitha Killian, Holtkamp 16, D 22589 Hamburg, Tel. +49/40/870 11 00 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Angela Killian, Grellingerstr. 4, CH 4142 Münchenstein, Tel. +41/61/331 19 43 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Pressestimmen
Intimes Genre. 
Selten hört man Kammermusik mit soviel inniger Zwiesprache wie auch sinfonischer Ausstrahlung, wie sie die Geschwister Roswitha Killian (Viola) und Angela Killian (Klavier) am Mittwochabend im vollbesetzten Schmieden-Zunftsaal zu Gehör brachten ... Ihr Basler Debutkonzert bestach durch kongenial gereifte, aus Seelentiefen schöpfende Klangmodellierung, wobei technisches Rüstzeug wohl brillierte – aber nie als triumphalistische Manie.

Von furios bis triumphal
Mit seinem Konzert im Saal am Großmoordamm hinterließ das Duo nachhaltigen Eindruck ... Roswitha Killian bewältigte nicht nur excellent die beweglichen Mittelteile des Finales der Schubert Arpeggione-Sonate; sie interpretierte das ganze Werk überragend ausdrucksvoll, mit gewaltiger dynamischer Spannweite, geradezu majestätisch ... Wunderbar die melodische Gestaltung des Duos, geistvoll auch im Piano. Furios gelang der Schluß der Brahms’schen Es-Dur Sonate, triumphal derjenige der f-moll Sonate.

Ins Herz der Musik getroffen
Eine exquisite Vortragsfolge boten die Geschwister nun erstmals auch im Rittersaal des Plöner Schlosses. ... Ton und Klang beider Instrumente blühten auf, Emotionen, die von der Viola vorangetrieben wurden, breiteten sich aus. Heitere Gelöstheit, Unbeschwertheit, Optimismus, das „Glück“ in der Musik kamen zu ihrem Recht.

Ein bestens eingespieltes Team
 ... junge Meisterinnen ihrer Instrumente, die durch ihr stilreines Spiel, ihre geistige und musikalische Übereinstimmung, aber auch ihre makellose Technik aufhorchen ließen. Mit vielen klanglichen Facetten aufwartend, kostete das Duo die aufbrausende Leidenschaft des ersten Satzes mit einem kraftvollen Klavierpart mitreißend aus, kontrastreich ließ es das von der Bratsche getragene, melodiös-zarte Andante folgen. Duftig und locker tanzte das Allegretto grazioso daher, von beiden Instrumenten virtuos musiziert, machte das Vivace den jubelnden Abschluss. ... Es gab begeisterten Beifall für ein Konzert der Sonderklasse.

Facettenreiches Duo-Spiel
 ...ein Programm, wie es spannungs- und facettenreicher nicht sein könnte. Johannes Brahms gab den beiden Musikerinnen schließlich die Gelegenheit, ihre virtuosen Seiten auszuspielen, aber auch ihr Gespür für motivisch-thematische Zusammenhänge und den charakteristischen Tonfall jedes einzelnen Satzes zu beweisen.

Repertoire (Auszug)

- Franz Schubert: Arpeggione-Sonate

- Robert Schumann: Märchenbilder op. 113, Adagio und Allegro op. 70, Fantasiestücke op. 73

- Johannes Brahms Sonate: f-Moll op. 120/1, Sonate Es-Dur op. 120/2

- Paul Juon: Bratschensonaten op. 15 und 82a

- Ludwig van Beethoven: 7 Variationen über «Bei Männern, welche Liebe fühlen» aus W. A. Mozarts Zauberflöte

- Paul Hindemith: Fantasiesonate op. 11/4, Meditation

- Johann N. Hummel: Sonate Es-Dur

- Dmitri Schostakowitsch: Sonate op. 147

- Max Bruch: Kol nidrei

- Rebecca Clarke: Sonate (1919)

- Ernest Bloch: Suite (1919)

- Edvard Grieg: Sonate a-Moll

- Alexander Glazunov: Elegy

- Zoltan Kodaly: Adagio

- Bohuslav Martinů: Slowakische Variationen (Transkription R. Killian), Sonate Nr. 1

- Anton Rubinstein: Sonate f-Moll, Nocturne

- Henri Vieuxtemps: Sonate op. 36

Vitae
Roswitha Killian studierte Viola bei Serge Collot in Paris und Hirofumi Fukai in Hamburg. Es folgten Meisterkurse bei Wolfram Christ, Fjodor Druschinin, Hatto Beyerle, Hariolf Schlichtig und bei Mitgliedern des Amadeus-Quartettes Norbert Brainin, Sigmund Nissel und Martin Lovet in London.
Roswitha Killian hat umfangreiche Orchester - sowie ausgedehnte Konzerterfahrung in der gesamten Kammermusikliteratur als engagierte Bratschistin in zahlreichen Ensembles. Seit 2005 ist Roswitha Killian Bratschistin des Nathan Quartett Hamburg. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Konzert-Tätigkeit ist die Darbietung der Solosuiten von J. S. Bach. Regelmäßige Konzertreisen im Killian-Duo Viola/Klavier. Durch die CD-Einspielung (2012) der beiden Bratschensonaten von Paul Juon zusammen mit Fumiko Shiraga wurden zwei nahezu unbekannte Werke zugänglich gemacht.
Die pädagogische Tätigkeit mit Studenten und Schülern sowie Amateuren hat Roswitha Killian reiche Erfahrung gebracht, sie veranstaltet seit 2001 zahlreiche Kammermusikkurse in Deutschland und in der Schweiz.

Angela Killian hat sich als gefragte Kammermusikerin, Liedbegleiterin und Korrepetitorin von Chören einen Namen gemacht. Sie studierte bei S. Todorovic, bei M. Meschlumov am P. I. Tschaikowskij Konservatorium Moskau und an der Musik Akademie in Basel bei L. Gyimesi (Klavier), G. Wyss (Liedbegleitung und Kammermusik) und I. Monighetti (Kammermusik). Sie erhielt den Studienpreis der Kiefer- Hablitzel / Göhner Stiftung.
Wichtige musikalische Impulse erhielt sie auf Meisterkursen von J. und K. Polyzoides, an den Spivakov Festivals bei E. Anjaparidse und bei V. Feltsmann und A. Slobodanik am Piano Summer an der State University von New York.
Solistische Erfahrungen: 2. Klavierkonzert von Beethoven und Rachmaninov’s 2. Konzert unter der Leitung von S. Todorovic in Basel, in Hamburg als Pianistin bei Beethovens Phantasie für Klavier, Chor und Orchester. Regelmäßig konzertierte sie im Killian Duo (Besetzung Viola/Klavier). Weitere Kammermusik-Partner waren: Christoph und Gotthard Killian, Ada Meinich, D. Ashkenazy, B. Haag, R. Hächler, F. Pestalozzi, I. Paegle u.a.
Angela Killian ist eine gefragte Pädagogin im Raum Basel. An vielen Kammermusikkursen gibt sie mit ihrer Schwester Roswitha Killian ihre Erfahrungen an Schüler, Studenten, Berufsmusiker und Amateure weiter.



Klavierrezital

Sonntag, 5. September 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

Jozef De Beenhouwer – Klavier

Der belgische Pianist Jozef De Beenhouwer ist in Sent ein gern gehörter und gesehener Gast. Für sein Programm hat er u.a. die geniale späte Sonate op. 109 von Ludwig van Beethoven ausgewählt.
Daneben spielt er einige Meisterwerke aus dem romantischen Repertoire, so auch von Robert Schumann.

weitere Angaben

Nach Absolvierung eines vollständigen Studiums der Pharmazie (Löwen, 1970) wid­mete Jozef De Beenhouwer sich ausschließlich der Musik. Als Schüler von Lode Backx an der Chapelle Reine Elisabeth (Brüssel) und am Königlichen Flämischen Konservatorium Antwerpen bestand er 1975 das Abschlussexamen Klavier summa cum laude. In den neunziger Jahren vervollkommnete er sich im Fach Interpretation in Florenz bei David Kimball. De Beenhouwer konzertierte in Recitals und als Solist mit Orchestern in den meisten europäischen Ländern, in den USA und in Süd-Korea. Er musiziert oft bei Liederabenden mit namhaften Sängern wie Ria Bollen, Robert Holl, Nina Stemme und Werner van Mechelen. Von 1986 bis 1996 war Jozef De Beenhouwer offizieller Begleiter beim Internationalen Königin-Elisabeth-Musikwettbewerb für Violine und Gesang in Brüssel. Er ist auch regelmäßiger Gast des Brahms-Festivals in Mürzzuschlag. Zusammen mit den Wiener Symphonikern spielte er 1986 die Uraufführung von Robert Schumanns Konzertsatz d-Moll (1839), 1992 folgte die Uraufführung von Clara Schumanns Konzertsatz f-Moll (1847). Beide Werke, nur als Fragmente hinterlassen, wurden vom Pianisten ergänzt und bei Breitkopf & Härtel/Wiesbaden veröffentlicht. Von Jozef De Beenhouwer sind zahlreiche Schallplatten und CDs erschienen, u. a. beim Label Phaedra mit Werken von Schumann, Brahms und von belgischen Komponisten. Für seine Einspielungen von Peter Benoits und Joseph Ryelandts Klavierwerken erhielt er zweimal den Prix Caecilia. 1991 realisierte er die erste komplette Einspielung von Clara Schumanns Klavierkompositionen auf 3 CDs. Für seine besonderen Verdienste um das Schaffen Robert und Clara Schumanns wurde er 1993 mit dem Robert-Schumann-Preis der Stadt Zwickau geehrt. Bis 2020 lehrte er als Professor am Königlichen Konservatorium in Antwerpen.
Jozef De Beenhouwer ist auch oft als Juror bei internationalen Klavierwettbewerben gefragt.



Konzert mit dem Trio Paracelsus

Sonntag, 12. September 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

Cornelia Messerli-Ott – Violine
Gyula Petendi – Violoncello
Daniel Bosshard – Klavier

Es erklingen Werke von weniger bekannten Komponisten wie Max Bruch und R. Schtschedrin, umrahmt von zwei wenig bekannten Klaviertrios von Joseph Haydn.

weitere Angaben


PROGRAMM:


Joseph Haydn   
(1732–1809)

Klaviertrio E-Dur Hob. XV:28

  • Allegro moderato
  • Allegretto
  • Finale: Allegro


Max Bruch   
(1838–1920)

Aus «Acht Stücke für Klaviertrio op. 83»:

  • Nr. 1 a-Moll
  • Nr. 2 h-Moll
  • Nr. 3 cis-Moll
  • Nr. 7 H-Dur


Rodion Schtschedrin   
(*1932)

Drei heitere Stücke für Klaviertrio

  • Gespräche
  • Spielen wir eine Oper von RossinI
  • Humoreske


Joseph Haydn   
(1732–1809)

Klaviertrio g-Moll Hob. XV:19

  • Andante – Presto
  • Adagio ma non troppo
  • Presto


Zeit der Revolution

Sonntag, 19. September 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

Orlando Theuler – Violoncello
David Britto – Kontrabass

Wir hören musikalische Spiegelbilder einer Periode großer Veränderungen.
Werke von Haydn, Dragonetti, Piazzola und Rossini.
«Die Revolution fängt mit dem Bass an.» ... somit ein entschieden revolutionäres Repertoire.

weitere Angaben

Spiegelbilder einer Periode großer Veränderungen, die in der Aufklärung mit ihren Ideen des Fortschritts, ihren manchmal abrupten Metamorphosen und gewalttätigen politischen und sozialen Strukturen geboren sind.
Ein Dirigent sagte von dieser musikalischen Epoche : «Die Revolution fängt mit dem Bass an.»

Es handelt sich also um ein entschieden revolutionäres Repertoire.



Rêveries Dansantes – eine Suite in neun Teilen

Sonntag, 26. September 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

Niculin Janett – Saxophon; Flurina Sarott – Violine
Andreas Gabriel – Violine; Dominique Polich – Viola
Cristina Janett – Violoncello; Lukas Traxel – Kontrabass

In «Rêveries Dansantes» vereinen sich Jazz, Klassik und Volksmusik zu einer neunteiligen Suite. Komponist Niculin Janett verwebt volkloristische Melodien mit Rhythmen aus dem Jazz und unterlegt sie mit dem harmonischen Reichtum klassischer Klänge. Es entsteht eine frohlockend melancholische Musik. Bewegt, nachdenklich und einfühlsam. Tanzende Träumereien eben.

weitere Angaben

In «Rêveries Dansantes» vereinen sich Jazz, Klassik und Volksmusik zu einer neunteiligen Suite für Streichquintett und Saxophon. Komponist Niculin Janett verwebt volkloristische Melodien mit Rhythmen aus dem Jazz und unterlegt sie mit dem harmonischen Reichtum klassischer Klänge. Es entsteht eine frohlockend melancholische Musik. Bewegt, nachdenklich und einfühlsam. Tanzende Träumereien, eben.


PROGRAMM:

Rêveries Dansantes
Part I - Prelude
Part II - El Pastor
Part III - Interlude I
Part IV - Chorinho Novo Pt. I
Part V - Dance
Part VI - Stagnation
Part VII - Interlude II
Part VIII - Chorinho Novo Pt. II
Part IX - Postlude


Musiker*innen

Niculin Janett (Saxophon & Komposition): Niculin ist der jüngste Sprössling der im Thurgau sesshaft gewordenen Musikerfamilie Janett. Als Sohn von Volks- und Jazzmusiker Curdin Janett lernt Niculin schon früh den Umgang mit diesen zwei Musikstilen. Nach der Matura wird Niculin in der Stadt Zürich sesshaft und beginnt sein Studium für Jazz-Saxophon an der Zürcher Hochschule der Künste, wo er den Bachelor 2011 mit Auszeichung abschliesst. Nach dem Abschluss des Masterstudiums 2013 beginnt er als freischaffender Musiker in der hiesigen Jazzszene zu arbeiten. 2015 erhält er das Atelierstipendium NYC vom Kulturamt Thurgau. Daraus ergibt sich die erste Kollaboration mit der New Yorker Jazzsaxophon-Ikone Rich Perry. Eine fruchtbare Bekanntschaft, welche bis dato drei Alben hervorgebracht hat. Niculin ist Leader von drei Projekten: Vom Niculin Janett Quartet feat. Rich Perry, vom Duo Janett/Schraff und von der Swing-Band The Sad Pumpkins. Als Sideman ist Niculin bei Raphael Walsers GangArtMarcio de Sousa Quintet, der Familienband C'est si B.O.N. sowie weiteren Jazzcombos tätig. Dazu kommen regelmässige Auftritte mit den Bigbands des Zurich Jazz Orchestra, Swiss Jazz Orchestra und David Regan Orchestra.

Flurina Sarott (Violine): Flurina Sarott studierte an der Hochschule der Künste in Bern bei Prof. Monika Urbaniak-Lisik, wo sie im Mai 2013 mit Auszeichnung ihren Master of Music Performance abschloss. 2015 erlangte sie den Master of Arts in Musikpädagogik an der Hochschule der Künste in Zürich bei Prof. Nora Chastain ebenfalls mit Auszeichnung und gewann zeitgleich das Probespiel für ein Praktikum beim Tonhalle-Orchester Zürich. Flurina Sarott hat diverse Einladungen an internationale Erasmusprojekte, Open Chamber Music Projekte mit Hochschuldozierenden sowie Festivals bekommen («Young Artists» – Davos, Aurora Musikfestival – Schweden, Astona international – Zuoz u.a.m.). Sie wurde mit je einem Förderpreis der Friedl Wald Stiftung und des Kantons Graubünden ausgezeichnet. Sie ist Zuzügerin beim Tonhalle-Orchester Zürich und gibt Geigenunterricht an der Musikschule in Weinfelden.

Andreas Gabriel (Violine): Andreas Gabriel (1982) zeichnet sich durch Vielseitigkeit aus und bewegt sich virtuos in verschiedenen musikalischen Genres. Er stammt aus einer mit der Schweizer Musiktradition verbundenen Nidwaldner Familie und spielte schon als Kind mit seinen Geschwistern und seinem Vater in der Familienmusik mit. Nach der Matura studierte Andreas Gabriel Geige an der Musikhochschule Luzern bei Daniel Dodds. Nach Abschluss seiner Studien entdeckte er seine Wurzeln neu, begann nach der verschollenen Fiedelmusik der Schweiz zu forschen und experimentierte mit altem Melodiengut. Inspiration waren ihm dabei die Feldaufnahmen verschieden historischer Schweizer Geiger sowie aktuelle Volksmusikgeiger aus der ganzen Welt. Mittlerweile ist er in verschiedene Projekte von neuer, experimenteller und traditioneller Volksmusik eingebunden und sowohl auf nationalen als auch internationalen Festivalbühnen anzutreffen. Heute wohnt er in Luzern und unterrichtet Violine Schwerpunktfach Volksmusik an der Hochschule Luzern für Musik und an der Städtischen Musikschule Luzern. An Kursen und Workshops gibt er sein vielseitiges musikalisches Wissen weiter.

Dominique Polich (Viola): Dominique Polich absolvierte ihr Bachelorstudium mit dem Hauptfach Violine bei Prof. Brian Dean an der Hochschule Luzern und schloss es im Jahr 2011 bei Prof. Ulrich Gröner an der Zürcher Hochschule für Künste (ZHdK) ab. Nach erfolgreichem Erlangen des Masters of Arts in Musikpädagogik wandte sie sich ihrem Zweitinstrument, der Bratsche zu und absolvierte anschliessend den Master of Arts in Music Performance mit dem Hauptfach Viola bei Prof. Wendy Enderle-Champney an der ZHdK. Kammermusik-und Solo-Meisterkurs u.a. bei Susanne Frank (Carmina Quartett), Brett Dean, Cobus Swanepoel und Thomas Riebl bereicherten ihre Ausbildung. Dominique Polich spielt passioniert Violine und Viola an schweizweiten Kammermusik-Konzerten und Orchesterauftritten. Sie war langjähriges Mitglied (Geige und Bratsche) des Schweizer Jugendsinfonie Orchesters und war während zweier Jahre Praktikantin im Sinfonieorchester Biel/Solothurn. Zudem hat sie an verschiedenen Produktionen wie «Die Schöne und das Biest» auf der Walensee-Bühne oder die Kammeroper von Boris Blacher «Romeo und Julia» sowie Bühnenmusik für das «das fliegende Klassenzimmer» am Theater Basel mitgewirkt.

Cristina Janett (Cello): Cristina Janett studierte an der Hochschule der Künste Bern in der Violoncelloklasse von Conradin Brotbek, wo sie im Sommer 2010 den Master in Musikpädagogik mit Auszeichnung erhielt. Anschliessend setzte sie ihre Ausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste mit Vertiefung für Neue Musik bei Martina Schucan und Barockcellounterricht bei Martin Zeller fort und schloss ihr Studium 2012 mit dem Master Performance ab. Sie besuchte Meisterkurse für Violoncello und Kammermusik bei Denis Severin, Barbara Doll und Susanne Frank (Carmina Quarett). Sie war Mitglied des Schweizer Jugend-Sinfonie-Orchesters und spielt heute in verschiedenen Kammermusik-Ensembles – unter anderem in der Formation für neue Schweizer Volksmusik C’est si B.O.N. und bei Ils Fränzlis da Tschlin. Mit der Gruppe Ils Fränzlis da Tschlin durfte sie 2019 einen der vierzehn Schweizer Musikpreise entgegennehmen. 

Lukas Traxel (Kontrabass): Lukas Traxel studierte an der Hochschule Luzern Musik und erwarb den Master in Jazz-Performance. Seit 2010 gehört er zum Marie Krüttli Trio. Zudem spielte er im Lucerne Jazz Orchestra, im Maurus Twerenbold Non Harmonic Quartet und im Max Petersen Trio und war Mitglied des Elina Duni Quartets. Des Weiteren wirkte er bei Aufnahmen von Jean-Paul Brodbeck, Christoph Grab und Tal Arditi mit. Mit dem Trio von Marie Krüttli gewann er 2016 den ZKB Jazzpreis.



Dialoge zu vier Händen

Sonntag, 3. Oktober 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

Susanne Huber und André Thomet – Klavier

Das klavierduo huber/thomet aus der Schweiz hat sich mit unkonventionellen Programmen sowie seinem brillanten und differenzierten Spiel einen Namen gemacht. Es fühlt sich in allen Epochen der Literatur für zwei Pianisten zuhause und beleuchtet in Sent alle Aspekte des vierhändigen Klavierspiels, vom intimsten kammermusikalischen Dialog in Schuberts Meisterwerken über die Innigkeit Robert Schumanns bis zum virtuosen Klangrausch der «Rapsodie Espagnole» von Maurice Ravel.

weitere Angaben

Das Schweizer klavierduo huber/thomet hat sich mit unkonventionellen Programmen sowie seinem brillanten und differenzierten Spiel einen Namen gemacht. Es fühlt sich in allen Epochen der Literatur für zwei Pianisten zuhause.
In Sent tritt das Duo mit einem Programm auf, das alle Aspekte des vierhändigen Klavierspiels beleuchtet, vom intimsten kammermusikalischen Dialog in Schuberts Meisterwerken über die Innigkeit Robert Schumanns bis zum virtuosen Klangrausch der «Rapsodie Espagnole» von Maurice Ravel.

Die beiden Pianisten Susanne Huber und André Thomet arbeiten seit ihrem Solistendiplom kontinuierlich als Klavierduo zusammen und haben eine vielseitige Konzerttätigkeit aufgebaut. Das Klavierduo bewegt sich mit der gleichen Selbstverständlichkeit in der klassisch-romantischen als auch in der zeitgenössischen Literatur für Klavierduo. 
Die beiden Musiker arbeiten auch regelmässig mit zeitgenössischen Komponisten zusammen, haben zahlreiche Werke uraufgeführt und verschiedene Kompositionsaufträge erteilt. 
Das kontrastreiche Repertoire erlaubt ihnen eine Programmgestaltung, die mit der unmittelbaren Gegenüberstellung von alter und zeitgenössischer Musik und mit spartenübergreifenden Projekten neue Hörerlebnisse sucht. 
Durch die Konfrontation von scheinbar Verschiedenem werden Brüche und Gegensätze, aber auch historische und musikalische Querverbindungen spürbar gemacht. 
Das Duo pflegt ganz bewusst sowohl das Repertoire für zwei Klaviere als auch die vierhändige Literatur und kann so in seinen Programmen mit den Gegensätzen von intimster Miniatur und symphonischer Dichtung spielen. 
Ein weiteres Anliegen ist den beiden Musikern der Dialog mit anderen Kunstformen. So entstehen Programme, die Musik in Verbindung zu Video, Film, Tanz und Literatur setzen. Gerne erweitern sie auch ihre Besetzung, experimentieren mit ausgeklügelten Präparationen an den Klangfarben des Klaviers für die Werke von John Cage, beziehen auch neueste Stücke für Toy Piano und Elektronik der amerikanischen Avantgarde in ihre Programme ein, spielen mit den musikalischen Schnittstellen von Komposition und Improvisation und standen schon als tanzende Pianisten auf der Bühne. 
Das Klavierduo Huber/Thomat trat an zahlreichen Festivals und Konzertorten auf. 2008 war das Klavierduo Huber/Thomat «Künstler des Jahres» in der Dampfzentrale Bern. 2014 wurden sie mit dem «Anerkennungspreis Musik» des Kantons Bern ausgezeichnet. 
Ihre CD «Monolithen» mit Werken von Debussy, Zimmermann, Stravinsky ist im Oktober 2014 beim renommierten Label WERGO erschienen.



Der Name ist Programm …

Sonntag, 10. Oktober 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

Lisa Stoll – Alphorn
Urs Wittwer – OrgelZwei Künstler, deren Instrumente wunderbar zusammenklingen und welche sich musikalisch sehr gut verstehen, bringen für ein festlichfröhliches Konzert zur Hauptsache Werke von Schweizer Komponisten in die Senter Kirche. Ein stilistisch breit gefächertes Programm von Purcell bis zu Komponisten unserer Zeit, die speziell für Lisa Stoll geschrieben haben, wird nicht nur Volksmusikfreunde, sondern auch Klassikliebhaber begeistern. Mit Lisa Stoll und Urs Wittwer spielen zwei renommierte, in Sent gut bekannte Musiker zur Freude des Publikums – und zu ihrer eigenen!

weitere Angaben

Lisa Stoll ist die bekannteste Alphornspielerin der Schweiz. Schon als Zehnjärige sehnte sie sich nach einem Alphorn und bekam dies schliesslich von ihren Eltern geschenkt. Abgesehen von wenigen Stunden bei einem Musiklehrer bildete sie sich weitgehend autodidaktisch aus. Weiterbildungsmöglichkeiten auf meisterlichem Niveau gibt es auf diesem Instrument nicht. «Die Möglichkeiten auf dem Alphorn sind etwas begrenze, aber man kann trotzdem fast alles spielen. Mir gefällt auch, dass das Instrument so wahnsinnig simpel ist. Ein Mundstück und ein Rohr, das ist alles», schwärmt Lisa Stoll von ihrem Instrument.
2007/2008 ging Lisa Stollbei Wettbewerben als Gewinnerin hervor und erhielt 2008 mit einer Eigenkomposition den Jurypreis.
2009 gewann sie den Stadlstern feierte im selben Jahr im Schweizer Fernsehen ihren ersten Auftritt. Weitere Auftritte auf nationaler und internationaler Ebene folgten. 2010 trat sie erstmals an einem volkstümlichen Anlass der Konzertagentur im KKL Luzern auf. Lisa Stoll hat bereits fünf CDs veröffentlicht.

Urs Wittwer ist seit Jahren in den "sent-concerts" ein gern gehört und - gesehener Musiker. Sein differenziertes Orgelspiel und die wunderbare Fähigkeit, verschiedenste Musiker*innen zu begleiten, gehören zu seinen manigfaltigen Begabungen.Aus der Not, zu Coronazeiten nicht singen zu dürfen, hat der Organist der reformierten Kirche Rafz eine Tugend gemacht und 305 Lieder aus dem Evangelisch-reformierten Gesangbuch auf der Rafzer Orgel eingespielt - ingesamt 10 Stunden Lieder, die nun nicht nur in der Kirche Rafz, sondern auch zu Hause gehört werden können, wenn Stimmung oder Anlass gerade danach verlangen. Zu finden unter https://www.refkirche-rafz.ch
Er ist Organisator der Konzerte in der Kirche Rafz.

PROGRAMM:

Alphornsolo (nach Ansage)

Guldenthaler Suite: Hans-Jürg Sommer 

Walzer: Johann Strauss 

Walzer mit Veränderungen:  Urs Wittwer 

Moosruef: Hans-Jürg Sommer

Trumpet Tune:  Henry Purcell

Vier Stimmungen:  Allan Rosenheck

Marche: Alexandre Guillmant 

Lisas Blues: Allan Rosenheck

Alpine Cowboy: John Glenesk Mortimer 



Zwei Gesichter der Romantik

Sonntag, 17. Oktober 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

Hilde Skomedal – Violoncello
Yuka Munehisa – Klavier 

Sonate für Cello und Klavier in d-Moll von Gabriel Fauré 
Le Cygne von Camille Saint-Saëns für Cello und Klavier
Sonate für Cello und Klavier in e-Moll von Johannes Brahms

weitere Angaben

Eine Begegnung mit der Sprache zweier großer Komponisten, die uns durch die kleinen Details, die wahre Kammermusik, der Musik und Poesie näher bringt.



PROGRAMM:


Gabriel Fauré   
(1845–1924)

Sonate pour violoncelle et piano en ré mineur op. 109 (1917) 
   Allegro 
   Andante
   Finale: Allegro commodo 


Camille Saint-Saëns   
(1835–1921)

Le cygne (1886) 


Johannes Brahms
   (1833–1897)

Sonate für Klavier und Violoncello e-Moll op. 38 (1862–65) 
   Allegro non troppo
   Allegretto
   Allegro



Hilde Skomedal 
hat am Barratt Due Musikkinstitutt in Oslo und an der Haute Ecole de Musique de Lausanne studiert. Als Solistin trat sie mit dem Stavanger Symphony Orchestra und Sandnes Orkesterforening auf.

2013 absolvierte Hilde Skomedal einen Master im Barockcello bei Bruno Cocset an der Haute Ecole de Musique de Genève. Ein Treffen mit der Choreografin Béatrice Massin im Jahr 2012 weckte ihre Leidenschaft für den Tanz, die sie zur Zusammenarbeit mit der Zürcher 3art3 Company führte. 2015/16 leitete sie zusammen mit Kevin Juillerad und dem Pianisten Lucas Buclin das innovative Projekt Science Fiction Lieder. Hilde Skomedal arbeitet regelmäßig mit der norwegischen Jazzsängerin und Komponistin Benedicte Torget zusammen.

Das Duo um die Pianistin Yuka Munehisa und ihre Projekte in Norwegen, der Schweiz und Japan, sind eine Quelle, der nie endenden Erforschung und Entwicklung der Kommunikation durch Musik, sowohl auf persönlicher Ebene, als auch im Austausch mit Schulkindern in Japan.

Die japanische Pianistin Yuka Munehisa studierte Klavier am «Conservatoire National de Region» in Paris und an der «Haut Ecole de Musique / Conservatoire» in Lausanne. Sie hat ihren Master bei Christian Favre erlangt. 

Nachdem sie 1. Preise am Internationalen Musikwettbewerb in Osaka und am Klavierwettbewerb Medoc-Aquitaine in Merignac gewonnen hat, gründete sie mit Samuel Fried das «Arte Animi pianoduo», mit dem sie anschliessend viele Internationale Preise gewann und weltweit konzertiert, u.a. in der Carnegie Hall in New York und der Suntory Hall in Tokyo.

Ihr besonderes kammermusikalisches Interesse zeigt sich durch regelmässige Konzerte mit Künstlern wie Gilles Milliere, Jacques Mauger, Andre Henry, Marc Baumann und Kirstin Chavez. Seit 10 Jahren spielt sie auch mit Hilde Skomedal. Zusammen gaben Sie in Japan, Norwegen und in der Schweiz Konzerte.



Bach – Mozart – Cantieni

Samstag, 23. Oktober 2021
20:15 Uhr
Eintritt CHF 25

Alexa Vogel – Sopran
Luzius Juon & Peter Vögeli – Oboe; Gion Andrea Casanova – Fagott
Albert Boesen – Solovioline/Konzertmeister
CONCERTO Kammerorchester Tübingen
Leitung: Hans Hildering

Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Wolfgang Amadeus Mozart und den Engadiner Komponisten Armon und Robert Cantieni.

weitere Angaben

PROGRAMM:

W. A. MOZART: «Laudamus te»
aus der Missa c-Moll KV 427 für Sopran & Orchester

J. S. BACH: Sinfonia D-Dur BWV 42
Concerto für 2 Oboen, Fagott & Streicher

ROBERT CANTIENI: «Chanzunettas»
Liebeslieder für Sopran & Begleitung

ARMON CANTIENI: «l’en» – «sain da not»
Liedsätze für Sopran & Begleitung

J. S. BACH: Konzert E-Dur BWV 1042
Für Violine und OrchesterW. A. MOZART: «Exsultate, jubilate»
Motette für Sopran & Orchester KV 165


Alexa Vogel, die Schweizer Koloratursopranistin schloss ihre Ausbildung an «The Royal Danisch Academy of Music» in Kopenhagen bei Prof. Kirsten Buhl-Moller mit der Bestnote ab. Davor studierte sie an der Zürcher Hochschule der Künste bei Prof. Lina Maria Akerlund. Ihre pädagogische und sängerische Masterprüfung schloss Alexa Vogel mit dem Prädikat «mit Auszeichnung» ab. Dafür wurde sie mit einem Preis der Werner Berti Alter-Stiftung honoriert. Lied-, Kammermusik- und Meisterkurse ergänzen ihre Ausbildung. Rege Opern- und Konzerttätigkeiten führen die Sängerin ins In- und Ausland. Ihre Leidenschaft ist die Bühne. Ihr Debut gab die Sopranistin am Musiktheater Friedrichshafen als Frasquita in Bizets Oper Carmen. Weiter verkörperte sie Rollen wie  Bastienne, Papagena, Pamina, Le Rossignol, Le petit Vielliard, Chava und Celia. 2017 sang sie erfolgreich die Königin der Nacht. Im Frühjahr 2019 wieder für das Musiktheater Friedrichshafen. Neben ihrer solistischen Tätigkeit ist der Ensemblegesang ein wichtiger Bestandteil ihres musikalischen Schaffens, sie singt u.a. im Vokalensemble der J.S. Bach-Stiftung St. Gallen. Sie ist Preisträgerin des Förderbeitrages an Kulturschaffende des Kantons Thurgau 2012. Als Pädagogin arbeitet sie mit grossem Engagement an der Musikschule Arbon und an der Pädagogischen Maturitätsschule Kreuzlingen.

Albert Boesen, Violine, studierte in Saabrücken bei Ludwig Bus, und als Stipendiat an der Hochschule für Musik in Berlin bei Michel Schwalbe. Substitut bei den Berliner Philharmonikern. Von 1968 bis 1999 Konzertmeister des SWR Radiosinfonieorchesters Stuttgart. Seit 2000 Konzertmeister des Heilbronner Sinfonieorchesters, Primarius des Streichsextetts «Stuttgarter Solisten». Konzertreisen in alle europäischen Länder sowie nach Asien, Nord- und Südamerika. Albert Boesen übernimmt als Konzertmeister unserer Aufführungen die vorbereitende Probenarbeit in Tübingen und zudem jeweils die solistischen Aufgaben im Konzertprogramm.

Das «CONCERTO» Tübingen ist ein Kammerorchester qualifizierter und pofessioneller Musiker aus dem Tübinger und Stuttgarter Raum, das mit wechselnden Konzertmeistern – hervorragende Künstler mit internationalen Erfahrungen – zusammenarbeitet. Die musikalische Tätigkeit des Orchesters hat ihren Schwerpunkt in der oratorischen Literatur des 17.–20. Jahrhunderts, umfasst aber ebenso reine Instrumentalwerke und Solokonzerte. In unterschiedlicher Besetzungsstärke musiziert das Ensemble mit Chören und Dirigenten hauptsächlich in Süddeutschland und in der Schweiz. Das Orchester hat schon mehrmals in Chur und in Sent musiziert.

Gion Andrea Casanova (Fagott), Luzius Juon (Chur) und Peter Vögeli (Oboe) (Luzern) bewegen sich in gerne in der Vielfalt der musikalischen Bereiche, wie im Orchester, in der  Kammermusik und im Unterricht.

Hans Hildering studierte in Berlin und in Zürich Instrumentalfächer, Schulmusik, Chor-leitung und Dirigieren. Weiterbildung bei Prof. W. Ehmann, Prof. M. Flämig, A. Comfort u.a. Vielfältige Tätigkeit vorwiegend im musikpädagogischen Bereich: Bezirksschule, Gymnasium, Seminar. Leitung Ausbildungskurse, Musikschulleitung. Chorarbeit mit dem Kammerchor Zurzach, Singkreis Herisau, Haydn-Chor Chur und weiteren Chören. Aufführungen bedeutender Werke wie Händels «Messias», Bachs Weihnachtsoratorium und h-Moll Messe, Haydns «Schöpfung». Konzerte mit namhaften Vokal- und Instrumen-talsolisten, seit 1991 vorzugsweise mit dem «CONCERTO» Tübingen.

ZU DEN WERKEN

Aus W. A. Mozarts Missa in c-Moll KV 427 für Sopran & Orchester «Laudamus te» (wir loben dich / wir preisen dich / wir beten dich an)
Mozarts c-Moll Messe entstand als eine Art Votivgabe für seine Braut Constanze. Sie sollte in Salzburg anlässlich des geplanten Besuches des neuvermählten Paares bei Vater Leopold aufgeführt werden. Die Hochzeit hatte am 4. August 1782 stattgefunden. Noch im selben Sommer begann Mozart mit der Komposition der Messe. Erst ein Jahr später verwirklichte sich der vorgenommene Besuch in Salzburg mit der Aufführung in der Peterskirche, bei der Constanze als Sopranistin eine der Solopartien sang.

J. S. Bach: Sinfonia D-Dur, BWV 42 Concerto für 2 Oboen, Fagott und Streicher
Die einleitende Sinfonia zu Bachs Kantate Nr. 42 ist möglicherweise ein bereits früher komponierter Satz aus einem Instrumentalkonzert. In belebender Intensität konzertieren die Gruppen der Streicher mit den Bläsern über dem ruhig pulsierenden Continuo und wetteifern in der Durchgestaltung der in seiner Ganzheit so grossartig konzipierten Vorlage.

Robert Cantieni (1873–1954) schaffte als Chorleiter und Komponist ein romanisches und deutsches Liedgut auf beträchtlichem Niveau, eine Art «Kunstlied im Volkston», das noch heute einen wichtigen Einfluss und Verbreitung hat. Sein kompositorisches Schaffen umfasst rund 1000 Nummern; davon die letzten, über 60 «Chanzunettas ad üna vusch».

«Chanzunettas» aus der Sammlung 1949 für eine Singstimme. 2015 neu erschienen und mit Klavierbegleitsätzen versehen von Hans Hildering.

1. Be adascus (Ganz heimlich)  T: Robert Cantieni (hier Fassung für Sopran und Streicher)
Wenn ich in Begleitung auf die Strasse heraustrete, komm nicht zu mir. Wenn ich aber allein auf der Laube bin, rufe ich dich zu mir herein und alles ist eitel Sonnenschein. Mit grossem Eifer sprichst du von unserer grossen Liebe. Wenn ich bei dir sein kann, singt und frohlockt alles in mir. Gerne reiche ich dir meine Hand und schwöre: Ich liebe dich, und ganz heimlich stricke ich für meine Hochzeit.

2. Pro l’Rom (Neben dem Rom)T: Tista Murk
Hüte dich, junge Frau, vor dem Wasser des Rom, geh nicht zu diesem Bach. Hinter den Büschen vergnügen sich die Knaben und im Wasser widerhallen ihre tausend Spässe. Und du verliebst dich und bleibst immer dort. Und singst und pfeifst mit dem Wasser und dem Wind. Hier neben dem Rom sitz ich so gern.

3. A plaz  (In Gesellschaft) T: G .G. Cloetta
Wie wunderbar ist das, wenn am Abend ein Zeichen von meiner Liebsten kommt. Alles ist dunkel, aber dein Kämmerlein hell erleuchtet .In dir und mir scheint jetzt die Sonne. Und damit das helle Licht uns nicht verrät, schliesse den Fensterladen und dreh den Docht herunter. Schliess auch die Türe, schlaues Mädchen, und setze dich dann neben mich.

4. Svoula, svoula utscheïn (Vöglein flieg) T: Florian Melcher
 Flieg, Vögelein, flieg.Der Wind wird dir nichts anhaben. Rosen liebe ich bis sie verblühen...

Über Meereswellen angekommen siehst du wieder die schöne Landschaft. Tautropfen küssen die Blume. Unter dem blauen Himmel bereitet sich Gesang aus. Ich liebe das Zusammensein mit dir. Fliege, liebes Vögelein. Der Wind wird dir nichts anhaben, fliege nur.

Armon Cantieni (1907–1962) (Sohn von Robert C.) hinterliess als Komponist ein 153 Nummern umfassendes Werk; Lieder für verschiedene Chorbesetzungen, Sololieder mit Begleitung. Werke für Orgel und Klavier. Zwei  Werke für Chor, Orchester und Orgel. Zwei Liedersammlungen für gemischten Chor wurden mehrmals nachgedruckt.

«Bei Armon Cantieni ist es wesentlich das Musikalische, das in seiner jedermann verständlichen und gleichzeitig künstlerisch vollendeten Form direkt zum Herzen des Hörers findet» (L. J.)

Zwei Liedsätze: (original für gem. Chor, hier übertragen für Sopran und Streicher)

L’En  (Der Inn)T: Armon  Cantieni (Deutsche Textzusammenfassung: L. Juon)
Deine von Gott geschaffene Melodie, o Inn, erklingt durch das Tal. Dein geweihter Klang dringt bis in meine Hütte an der Halde. In Einsamkeit und Kälte entsprungen, leuchten deine Wellen wie Kristalle, glänzen deine Seen einer Perlenkette gleich. und dein Gesang, o Inn, ist herrlich. Bei meinen ersten Tränen hast du mich wie mein Mütterchen getröstet. Deine Melodie wird auch dann noch durch das Tal ertönen, wenn mich der schwarze Schleier draussen an der Halde zudeckt.

Sain da not (Abendglocke) T: Armon Cantieni
Abendglocke, mit deinem himmlischen Klang breitest du Frieden aus über das Alpendorf. Im Abendrot leuchtet hell der alte Kirchturm. Wie klar und rein ruft die Glocke «Gute Nacht».
Sanft wie ein Schleier bedeckt die Nacht das schöne Tal. Golden leuchtend ziehen die Sterne ihre Bahn. Unter deiner schützenden  Hand, ewiger Vater, schläft nun das Heimatdorf.

J. S. Bach: Violinkonzert E-Dur BWV 1042, Allegro – Adagio – Allegro assai
Der ganz vom Geist barocker Lebensfreude erfüllter Hauptteil des ersten Satzes erscheint dreimal: zuerst im festlichen Klang des Tutti und sodann noch zweimal im Wechselspiel zwischen Solovioline und Orchester. Über einem Bassthema entfaltet die Sologeige im Adagio eine wunderbar ausgezierte kantable Linie, die im Mittelteil ihrer melodischen Bewegung innigen, leidenschaftlichen Ausdruck annimmt. Ein heiter bewegtes Rondo beschliesst das Konzert.

W. A. Mozart  «Exsultate, jubilate» für Sopran und Orchester KV 165
Ein hochvirtuoses vokales Solokonzert, ein Lobgesang von unbeschreiblicher Schönheit mit dem Alleluja, als musikalischem Höhepunkt des Meisterwerks. «Seit zwei Jahrtausenden singt die Kirche das Halleluja, das schönste, älteste und kürzeste Lied, das sie kennt». ( J. Meisner)

Arie: Frohlocket, jubelt, o ihr glücklichen Seelen!  Liebliche Lieder singend, eurem Gesang antwortend, sollen lobpreisen die Himmel mit mir.

Recitativ:  Es strahlt ein freundlicher Tag, gewichen sind Gewölk und Gewitter; aufgegangen ist den Gerechten unerwartete Ruhe. Ringsum herrscht finstere Nacht. Erhebt euch aber jetzt in Freuden, die ihr in Angst wart bisher, und wohlgemut dem seligen Morgenlicht Kränze, mit vollen Händen, und Lilien bringt dar.

Arie: Du, du Jungfrauen Krone, (Kranz) du, schenk uns Frieden. Du lindere die Leiden des seufzenden Herzens. Alleluja!

Wir danken 
Kulturförderung Kanton Graubünden – Società d’ütil public Sent – Stiftung Jacques Bischofberger – Stiftung Casty-Buchmann – Stiftung Willem Mengelberg – Stiftung Willi Muntwyler



Carte blanche …

Sonntag, 7. November 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

… für Domenic Janett – Klarinette und Rudolf Lutz – Orgel/Klavier
Special Guest ist Madlaina Janett – Bratsche und Ansage

Lassen Sie sich von den beiden Meistern ihrer Instrumente und der Improvisation überraschen.
Wir sind gespannt, wie Madlaina Janett das zur Tradition gewordene Konzert in Wort und Musik neu aufmischt …



40 ons biblioteca cumünala da Sent 1981–2021

Prelecziun accumpagnada da musica

Samstag, 20. November 2021
15:00 Uhr
Kollekte

Daspö 40 ons exista nossa biblioteca; quai es bain ün motiv da far festa!

Tuot es amiaivelmaing invidà da tour part ad üna prelecziun cun Tina Planta-Vital e Gianna Olinda Cadonau. Flurina Sarott, violina e Janic Sarott, percussiun inromeschan las poesias cun lur musica ch’els han per part cumpuonü svessa.
Las poesias quintan da la natüra, da gods, lais e flüms, dad utschels, i quintan da la tschercha da l’aigna identità e dal inscunter cul visavi. Las poesias da las duos poetessas fuorman ün dialog, as cumpletteschan, as respuondan e filan ün fil cotschen intuorn temas e purtrets cumünaivels.



Abschieds-Tournee

Sonntag, 21. November 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

In Kooperation mit der «Grotta da Cultura Sent»

Men Steiner und Aita Biert auf Abschiedstournee.

Vor 40 Jahren gaben sie ihr Debüt als romanische Troubadours auf der Klibühni in Chur. Zur Freude aller Liebhaber der romanischen Volksmusik sind sie nochmals zu hören, nun auf ihrer letzten Tournee.



Vierhändig

Sonntag, 28. November 2021
17:00 Uhr
Kollekte

Nicoletta Scheucher und Ida Zisler spielen vierhändig am Klavier
für Jung und Alt – leicht verständliche Stücke. 



Blaubarts Cox

Samstag, 11. Dezember 2021
19:30 Uhr
Kollekte

Ein musikalisch-literarischer Abend über die Vergänglichkeit und über das heitere Scheitern beim Versuch, sie auszuhebeln …

Blaubart sind: Christian Strässle – Violine,
Manuela Keller – Klavier und Theremin
Chris Wirth – Klarinette und Bassklarinette

Kompositionen von Manouri, Blacher, Ives sowie Eigenkreationen von Blaubart. Der auch auf Theaterbühnen tätige Geiger liest aus dem ersten Teil des wunderbaren Romans von Christoph Ransmayr «Cox oder der Lauf der Zeit».

weitere Angaben

Mit Kompositionen von Philippe Manouri (Michigan Trio, 1993), Boris Blacher (Klaviertrio, 1970), Charles Ives (Largo, 1934) und Eigenkreationen von Blaubart.
Der auch auf Theaterbühnen tätige Geiger liest aus dem ersten Teil des wunderbaren Romans von Christoph Ransmayr Cox oder der Lauf der Zeit.
Blaubart verbinden die wunderliche, schroffe, zarte und zutiefst menschliche Geschichte über die Vergänglichkeit mit der ebenso vergänglichen und wunderlichen Welt ihrer Musik.
Ein (un-)endliches Vergnügen! 

Blaubart sind:
Christian Strässle, Violine (vl), Manuela Keller, Klavier und Theremin (p / Th), Chris Wirth, Klarinette und Bassklarinette (cl / bcl)

PROGRAMM:    

Mit Kompositionen von Philippe Manouri (Michigan Trio 1993), Boris Blacher (Klaviertrio 1970), Charles Ives (Largo1934) und Eigenkreationen von Blaubart.

Trio 
Michigan Trio
Largo
Erinnerung an das schlafende Kind 
Palaver der Mandarine
Der Richtplatz

Das Programm wird zwei Sets mit insgesamt ca. 30–40 Min. Lesung und ca. 60 Min. Musik umfassen.

Der mächtigste Mann der Welt, Qiánlóng, Kaiser von China, lädt den englischen Automatenbauer und Uhrmacher Alister Cox an seinen Hof. Der Meister aus London soll in der Verbotenen Stadt Uhren bauen, an denen die unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Zeiten des Glücks, der Kindheit, der Liebe, auch von Krankheit und Sterben abzulesen sind …

Blaubart verbinden die wunderliche, schroffe, zarte und zutiefst menschliche Geschichte über die Vergänglichkeit mit der ebenso vergänglichen und wunderlichen Welt ihrer Musik. Auf der Suche nach Literatur für das Trio sind die Blaubärte auf Werke gestossen, die genau dieses Thema, das Spiel mit dem Zeitempfinden, faszinierend zum Ausdruck bringen. Diese Werke werden nicht nur interpretiert, sondern auch mit Improvisationen weiterentwickelt und so mit den Geschichten verwoben. Dazu versuchen die Musiker/innen an jedem Abend, einen Zipfel der Unendlichkeit im Klanguniversum zu erhaschen, bevor der letzte Ton verklingt: Ausgestattet mit einer Sanduhr, die irgendwann zu rieseln aufhört, hat jeder Musiker nur eine begrenzte musikalische Lebenszeit zur Verfügung.

Und wie der Uhrmacher Cox auf den Gottkaiser warten muss, warten Blaubart auf ein schon fast mythisches Instrument: Das Theremin*. Die hypnotischen Töne werden durch einen Tanz der Hände und die daraus resultierende Beeinflussung eines elektromagnetischen Feldes erzeugt.

Im Umfeld des (beinahe unsichtbaren) Kaisers, der gemäss einem seiner zahllosen Titel auch alleiniger Herr über die Zeit ist, vibriert die Luft in einer Atmosphäre von Macht, Angst und Ohnmacht. Cox darf den Kaiser nicht enttäuschen und die ungewöhnlichen Gedankengänge des Erfinders ähneln jenen eines Komponisten, der in einer verspielt raffinierten Konstruktion schier Unmögliches mit grossartiger Poesie zu verbinden mag.

Mit der freundlichen Genehmigung von Christoph Ransmayr und dem Fischer Verlag präsentieren Blaubart ihren COX ab März 2020.

Ein (un-)endliches Vergnügen!

*Es wurde 1920 vom russischen Physiker (und ausgebildeten Cellisten) Leon Theremin erfunden und war eines der ersten elektronischen Instrumente.

Link zur Musik: https://youtu.be/BpXz1AdMyPo
Link zur Website: www.blaubart-musik.ch

DIE BAND
Chris Wirth, Manuela Keller und Christian Strässle haben schon während ihres Musikstudiums am Konsi Zürich zusammen gespielt. Danach sind die drei vorerst eigene Wege gegangen, haben sich aber alle intensiv mit Jazz, freier Improvisation, Theater- und Filmmusik beschäftigt. Im Frühjahr 2005 trafen sie sich für eine Session, fanden im Zusammenspiel auf Anhieb eine gemeinsame Sprache und gründeten daraufhin ihr Trio. 

Auf der Suche nach einem Namen liessen sie sich von der gemeinsamen Liebe zu Bartóks Musik und seiner einzigen Oper inspirieren. Der mörderisch verheissungsvolle Klang von "Blaubart" lässt Nackenhaare erzittern und Ohrmuscheln kräuseln. Er öffnet die Pforten zu unzensierter Fantastik und haarsträubenden Geschichten..... 

In den knapp zehn Jahren ihrer gemeinsamen Geschichte ist zwischen den drei Musikern eine grosse musikalische Vertrautheit entstanden. Die klangliche Vielfalt ihrer Besetzung trägt viel zu ihrem improvisatorischen Ideenreichtum bei, und die Begeisterung, Interpretationen bis ins letzte Detail zu verfeinern, haucht auch komplexe Werken Leben und Farbe ein. Alle drei Blaubärte komponieren auch eigene Stücke, welche als Material dienen, mit dem experimentiert und gespielt wird.

BIOGRAPHISCHESChristian Strässle, 1963, schloss sein Musik-/Violinstudium an der Musikhochschule Zürich ab. Schon früh wandte er sichder  improvisierten Musik, Jazz und Theater zu.

Er war langjähriges Mitglied bei nadelöhr (später zu Koj umbenannt). Ihre Musik stand im Spannungsfeld von Neuer Musik, Jazz, Rock und Freier Improvisation. CDs bei Unit-Records: nadelöhr,Charming Stories (Musik zu Texten von Daniil Charms) Merry Melodies (Musik zu Trickfilmen) CD beim Label Between the Lines: Piffkaneiro,Koj mit Louis Sclavis.

Die Bergkatze –Koj spielt Livemusik zum Film von E. Lubitsch. Mit diesem Programm 2010/2011 Konzertreihen mit Claudio Puntin.

Seit über 15 Jahren ist er Mitglied von Les Truffes du Soir (2014 CD Fracanapa mit Les Truffes du Soir und dem Gast-Akkordeonisten Oleg Lips).

Er engagierte sich als langjähriger Violonist im Weshalb-Forellen-Quartett (2003 CD Der fliegende Holländer für Streichquartett und Hammondorgel) Mit diesem Quartett wirkte er bei mehreren Theaterproduktionen von Ruedi Häusermann mit.

Manuela Keller, 1967, besuchte nach dem Klavier-Diplom bei Carl Rütti und Erna Ronca am Konservatorium Zürich  für ein Jahr die New School in New York. 2000/01 verbrachte sie ein weiteres Jahr in den USA (Berkeley, CA), wo Kompositionsunterricht bei W.A. Mathieu nahm und verschiedene Workshops besuchte. Danach beschäftigte sie sich längere Zeit mit elektronischer Musik (Akustik-Elektronik Duo "Cave Bonfils", Vertonung von Filmen, Theatermusik, Musikprogrammation mit Max/MSP). 2018/19 verbrachte sie ein halbes Jahr in Oxford, wo sie regelmässig mit den Oxford Improvisern spielte und Kompositionsklassen besuchte. Seit mehreren Jahren gilt ihr musikalisches Interesse der Verbindung von Jazz, Klassik und frei improvisierter Musik. 

Konzerttätigkeit mit idée manu (mit Nick Gutersohn, pos, Jan Schlegel e-b, und Marco Käppeli, dr, aktuelle Cd: idée manu, Oktopus, the music of Boris Blacher, Label Between the Lines), mit Tastressen (Gabriela Friedli, p, und Claudia Binder, p, frei improvisierte Musik) und in diversen adhoc Formationen.  www.manuelakeller.ch

Chris Wirth, 1966, beschäftigte sich nach dem Klarinettendiplom am Konservatorium Zürich intensiv mit Improvisation, Komposition und Arrangement. Neben dem Klarinetten-Trio mit eigenen Kompositionen wirkte er in verschiedenen Formationen und Projekten mit, u.a. Ein Nicht Alltägliches Orchester (1991/93) um Lucas Niggli oder das Rezessionsorchester mit wöchentlichen Auftritten im Moods. Die Zusammenarbeit mit Urs Blöchlinger und Christoph Baumann ermöglichte Erfahrungen in Projekten mit Theater und Performance: Kleinzeit mit No Secrets in the FamilyLittle NemoDs Grais. Daneben nahm er Engagements mit klassischer Musik wahr, u.a. im Opernhaus Zürich.

Das Interesse an der Verbindung von improvisierter Musik, Jazz und Klassik konnte erstmals richtig als Mitglied bei IGORS,mit adaptierter Musik von Igor Strawinsky, genährt werden. Es folgen sehr unterschiedliche musikalischen Engagements, Lyrik & Musik mit Thomas Dütsch (bcl solo), Volksmusik im Trio mit Heinz Duttweiler, sowie Jazz in diversen ad hoc Formationen. Prägend war eine einjährige Weiterbildung an der ZHdK bei Christoph Grab, sowie das breite stilistische Spektrum bei Les Truffes du Soir. (Klezmer, Musette, Tango, Zigeunerjazz)

Kontakt / www.blaubart-musik.ch

Chris Wirth, Langmauerstr. 86, 8006 Zürich 044 364 18 56, chris.wirth(at)phzh.ch

Christian Strässle, Rotachstr.19, 8003 Zürich, 044 462 32 76, chstraessle(at)vtxmail.ch

Manuela Keller, Schubertstr.18, 8037 Zürich, 043 233 88 53, manuela(at)apax.net



Bach und Beethoven

Sonntag, 19. Dezember 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

Hristo Kazakov – Klavier

Ludwig van Beethoven: Klaviersonate Nr. 21 «Waldsteinsonate»
Johann Sebastian Bach: Aus dem Wohltemperierten Klavier, Teil 2

Der aus Bulgarien stammende Pianist ist seit mehreren Jahren ein sehr geschätzter Musiker in den concerts illa baselgia da Sent. Nach den 2019 so zauberhaft dargebotenen «Goldbergvariationen» freuen wir uns auf Beethoven und Bach.

weitere Angaben

PROGRAMM: 

Ludwig van Beethoven (1770–1827) 

Klaviersonate Nr. 21 op. 53 «Waldstein»

  • Allegro con brio Introduzione 
  • Adagio molto Rondo
  • Allegretto moderato

Johann Sebastian Bach (1685–1750) 
Aus «Das Wohltemperierte Klavier», Band 2

  • Präludium und Fuge in cis-Moll
  • Präludium und Fuge in E-Dur
  • Präludium und Fuge in fis-Moll
  • Präludium und Fuge in gis-Moll
  • Präludium und Fuge in A-Dur
  • Präludium und Fuge in a-Moll
  • Präludium und Fuge in H-Dur


Hristo Kazakov lebt und arbeitet in der Schweiz. Seine Konzerte mit Werken von J. S. Bach, besonders seine Interpretationen von «Die Kunst der Fuge» sowie der «Goldberg Variationen» erhielten enthusiastischen Beifall. Zu seinem Repertoire gehören alle Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven, 24 Präludien und Fugen von Dmitri Shostakovich, «Das wohltemperierte Klavier» und «Die Kunst der Fuge» von J.S.Bach.Die Klaviersonate Nr. 21 op. 53 «Waldstein» ist eine dreisätzige Sonate von Ludwig van Beethoven. Gewidmet ist sie dem Freund und Förderer Grafen Waldstein. Beethoven skizzierte sie im Dezember 1803, unmittelbar vor Beginn der Arbeit an der Oper Fidelio. Das Werk wurde zu einem Meilenstein der europäischen Musikgeschichte, weil nun alle Tonarten prinzipiell gleichwertig waren und die Möglichkeiten der Enharmonik und Modulation auf alle Tonarten ausgeweitet werden konnten.Das «Wohltemperierte Klavier» ist im Gegensatz zu anderen Kompositionen Bachs auch nach seinem Tode nicht in Vergessenheit geraten. Wolfgang Amadeus Mozart lernte das Werk vermutlich durch Gottfried van Swieten kennen, der Musikalien aus Preußen mit nach Wien brachte; so richtete Mozart Fugen aus dem Wohltemperierten Klavier für Streichtrio (KV 404a) und für Streichquartett (KV 405) ein. Auch Ludwig van Beethoven kannte und schätzte das Wohltemperierte Klavier, ebenso sind Zeugnisse von Robert Schumann überliefert. 



Concert per la fin da l'on

Sonntag, 26. Dezember 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

Helma Leenhouts – Violine
Jan Hoijtink – Klavier

In dem zur Tradition gewordenen Konzert vom 26. 12. spielen Helma Leenhouts und Jan Hoijtink Lieder ohne Worte – Einsamkeit und Verbundenheit klingen an.

weitere Angaben

PROGRAMM:

L. van Beethoven  (1770–1827) 
Sonate Nr. 6  in A-Dur op. 30

  • Allegro 
  • Adagio  molto espressivo
  • Allegretto con variazioni


S. Rachmaninow  (1873–1943)  
Vocalise op. 34 Nr. 14                   


L. Boulanger  (1893–1918)          
D’un matin de printemps


G. Fauré  (1845–1925)                  
Au bord de l’eau op. 8 Nr. 1


E. Elgar  (1857–1934)                   
Bizarrerie op. 13 Nr. 2


E. Grieg
  (1843–1907)                 
Violinsonate Nr. 2 in G-Dur op. 13

  • Lento doloroso  
  • Allegro vivace
  • Allegro tranquillo
  • Allegro animato

 

Beethoven litt sehr unter seiner zunehmenden Taubheit.Trotzdem zog er sich zurück nach Heiligenstadt, wo er sehr produktiv wurde. In kurzer Zeit komponierte er drei Violinsonaten und vier Symphonien. Diese Sonate Nr. 6 in A, in der Geige und Klavier in totaler Harmonie verschmelzen, ist charakteristisch für Beethovens Energie, Sensibilität und Kreativität. Besonders der erste Teil ist sehr organisch gegliedert; die drei Themen sind zu gleichen Teilen auf Violine und Klavier verteilt. Der zweite Teil wird oft verglichen mit einem Schubert-Lied, nur ohne Worte. Teil drei ist meisterhaft und enthält 6 Variationen.

Rachmaninows Vocalise ist das 14. und letzte Werk von ihm für Gesang ohne Text, ausschließlich basierend auf AH-Klängen für Sopran. Dieses wirklich herrliche Lied kann für verschiedene Instrumente (wie z.B. Geige, gespielt von Jascha Heifetz) in andere Tonarten transponiert werden.

Lili Boulanger entstammte einer sehr musikalischen Familie. Sie wurde von Fauré angeregt, ihre äußerst musikalische Begabung so weit wie möglich zu entwickeln. Neben dem Komponieren spielte sie ausgezeichnet Geige, Klavier, Harfe und Orgel. Durch eine Krankheit (Morbus Crohn) lebte sie sehr isoliert, fand aber ihr Glück in der Musik.

Faurés Lied «Au bord de l’eau» steht für Verbundenheit! Zwei Liebende sitzen am Wasser inmitten der Natur, weit weg von der realen Welt voller Konflikte. Der Dichter des Liedtextes, Sully Prudhomme, ist davon überzeugt, dass nur wahre Liebe unsterblich ist.

Es ist kein Wunder, dass die 2. Sonate von Grieg so positiv, so spontan und lyrisch ist: der Komponist war nämlich frisch verheiratet als er dieses Werk komponierte. Es war dem norwegischen Geiger Johan Svendsen gewidmet. Für ein Violin-Klavier-Duo ist es großartig, sich in diesen perfekt aufeinander abgestimmten norwegischen Melodien, Harmonien und Rythmen verständigen zu können. In dieser «norwegischen» Sonate verarbeitete Grieg aber auch das Gefühl der Einsamkeit, das er in seiner Studienzeit in Leipzig hatte.



Boccherini und Schubert zum Jahresausklang

Mittwoch, 29. Dezember 2021
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25

Ensemble bar1:
Lorenza Borrani und Sophia Herbig – Violine
Adam Newman – Viola
Ursina Maria Braun und Nepomuk Braun – Violoncello

Das hochkarätig besetzte Ensemble bar1 mit den international tätigen Kammermusiker*innen spielt von Luigi Boccherini das Streichquintett C-Dur G 324 «La Musica Notturna delle strade di Madrid» und das Streichquintett C-Dur D 956 von Franz Schubert.

weitere Angaben

PROGRAMM:

Luigi Boccherini  (1743–1805)

Streichquintett C-Dur G 324
«La Musica Notturna delle strade di Madrid»

  • Ave Maria delle Parrochie
  • Menuetto de ciechi
  • Rosario. Largo assai
  • Los Manolos. Allegro vivo
  • Ritirata (con variazioni)

Franz Schubert  (1797–1828)

Streichquintett C-Dur D 956

  • Allegro ma non troppo
  • Adagio
  • Scherzo . Presto - Trio . Andante sostenuto
  • Allegretto - piu allegro - piu presto

Das Ensemble bar1 ist eine Gruppe von hervorragenden jungen Musiker*innen, die sich der Kammermusik in verschiedenen Besetzungen widmen. 2018 initiierten Lorenza Borrani, Konzertmeisterin des Chamber Orchestra of Europe, und die Cellistin Ursina Maria Braun, Gewinnerin des «Bachpreises» (Leipzig 2016) das erste Projekt mit den beiden Streich-sextetten von Johannes Brahms im schweizerischen Engadin. Die Mitglieder von bar1 arbeiten seit Jahren in verschiedenen Ensembles und Konstellationen eng zusammen (Chamber Orchestra of Europe, Spira mirabilis und diverse Kammermusikformationen); so teilen sie weite Strecken ihres musikalischen Hintergrunds miteinander: die Auffassung über die Sprache der Musik und die Philosophie des Musizierens, sowie eine ganz besondere Qualität der Kommunikation, geprägt von einem tiefen Verständnis für die Motivation ihres Wirkens, sowohl auf musikalischer als auch auf menschlicher Ebene. https://youtu.be/9JBONi9p8UY

Lorenza Borrani (Violine) studierte in Florenz und Wien bei Piero Farulli, Pavel Vernikov und Boris Kuschnir. Mitgründerin des Projektes Spira mirabilis, Konzertmeisterin im Chamber Orchestra of Europe und Professorin für Violine und Kammermusik an der Scuola di Musica di Fiesole sowie Gastprofessorin an der Royal Academy of Music London. Regelmässig als leitende Konzertmeisterin zu Gast im Freiburger Barockorchester, Australian Chamber Orchestra und Norwegian Chamber Orchestra. Zusammenarbeit als Solistin mit Emmanuel Krevine, Claudio Abbado, Trevor Pinnock, Yannick Nézet-Séguin, Bernhard Haitink und als Kammermusikerin u.a. mit Isabel Faust, Tabea Zimmermann, Andras Schiff.

Sophia Herbig (Violine) studierte in Salzburg bei Igor Ozim, Wonji Kim-Ozim und Rainer Schmidt. Stimmführerin der 2. Violinen im Mozarteumorchester Salzburg und regelmässige Mitwirkung im Projekt Spira mirabilis und – als ehemalige Akademistin – im Symphonieorchester des Bayerischen  Rundfunks, sowie im Royal Concertgebouw Orkest Amsterdam, den Münchner Philharmonikern und dem Mahler Chamber Orchestra. Zusammenarbeit als Solistin u.a. mit Reinhard Goebel, Stefan Schilli; Auftritte u.a. im Herkulessaal und der Philharmonie in München, kleiner Saal der Philharmonie Berlin.

Adam Newman (Viola) begann seine musikalische Ausbildung im Alter von 7 Jahren in Liverpool, wo er eine Vielzahl an Instrumenten erlernte u.a. Harfe und Klavier bevor er sich auf die Viola konzentrierte. Er studierte in London, Leipzig und Basel bei Philip Dukes, Louise Hopkins, Tatjana Masurenko, Lars Anders Tomter und Rainer Schmidt. Preisträger des Sir John Barbirolli Foundation Awards, Duchess of Cornwall/English Chamber Music Awards und des Bishops Instruments and Bows Preis. Mitwirkung u.a. im English Chamber Orchestra, Aurora Orchestra, Camerata Variabile Basel und Nash Ensemble. Entscheidende musikalische Einflüsse u.a. von Tabea Zimmermann, AnaChumachenco, Kim Kashkashian und Alfred Brendel.

Ursina Maria Braun (Violoncello) studierte in Zürich, Wien und Salzburg bei Thomas Grossenbacher, Heinrich Schiff und Clemens Hagen. Weiterbildung in Historischer Aufführungspraxis bei Reinhard Goebel. Bach-Preisträgerin und Trägerin des Publikumspreises, Leipzig 2016. Mitglied im Projekt Spira Mirabilis. Regelmässige Mitwirkung im Concentus Musicus Wien sowie als Gast im Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und im Chamber Orchestra of Europe. Solistin und Kammermusikerin u.a. im Rahmen des Leipziger Bachfestes, der Thüringer Bachwochen, der Grazer Styriarte, des Carinthischen Sommers und der Suoni delle Dolomiti.

Nepomuk Braun (Violoncello) studierte in Wien und Salzburg bei Reinhard Latzko, Heinrich Schiff und Clemens Hagen. Cellist des Adelphi Quartetts, 1. Preis beim Wettbewerb der Irene Steels-Wilsing Stiftung beim Heidelberger Frühling 2020, gemeinsames Studium bei Rainer Schmidt (Hagen Quartett). Engagements im Mahler Chamber Orchestra, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und den Wiener Philharmonikern. Solist und Kammermusiker u.a. im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern, dem Bolzano Festival und den Gustav-Mahler-Musikwochen Toblach u.a. gemeinsam mit Alexander Lonquich, Erich Höbarth, Maxim Vengerov.