Archiv 2025

Neujahrskonzert
Donnerstag, 2. Januar 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Ensemble Tamangur:
Lorenza Borrani & Laia Valentin Braun – Violinen
Sara Marzadori & Christoph Slenczka – Violen
Ursina Maria Braun & Nepomuk Braun – Violoncelli
Bereits zum siebten Mal kommt das hochkarätig besetzte Ensemble Tamangur ins Engadin für Konzerte über Neujahr. Die allesamt erfolgreichen Kammermusiker*innen und Solist*innen schenken uns dieses Jahr ein ganz besonderes Streichsextett-Programm um Schubert und Dvořák.
PROGRAMM:
Franz Schubert (1797–1828)
Fantasie f-Moll, D 940 op. 103
(ursprünglich für Klavier zu vier Händen, arrangiert von Firmian Lermer)
Antonin Dvořák (1841–1904)
Streichsextett A-Dur op. 48

Klangwelten
Samstag, 11. Januar 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
consonus vokalensemble
Jessica Marty – Musikalische Leitung
Anna-Barbara Winzeler – Co-Chorleitung
Von der kraftvollen Erhabenheit eines «When I Need a Friend» der Gruppe Coldplay bis hin zur spirituellen Tiefe von Samuel Barbers «Agnus Dei». Eine unvergessliche musikalische Reise durch ein breites Spektrum an Gefühlen und Erfahrungen.

Innerland
Sonntag, 26. Januar 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Albin Brun – Schwyzerörgeli, Sopransax
Kristina Brunner – Cello, Schwyzerörgeli
Das Duo Albin Brun & Kristina Brunner gilt mittlerweile als eines der betörendsten Ensembles der zeitgenössischen Volksmusik in der Schweiz. Die beiden haben sich ein grosses Repertoire an Eigenkompositionen erarbeitet und beglücken das Publikum mit dialogischer Virtuosität und Tiefe.
PROGRAMM: Eigenkompositionen nach Ansage
«Von höchster Präzision, mitreissend und begeisternd» schrieb die Presse über das bestens eingespielte Duo.
Und die NZZ am Sonntag bejubelt soeben ihre neuste CD:
«Nach ihrem formidablen Album Innerland legen der Luzerner Albin Brun und die Berner Oberländerin Kristina Brunner wieder ein gemeinsames Werk vor: Aus Johann Sebastian Bachs Suiten für Cello solo haben sie neun tanzbare Sätze ausgewählt und für ihre Instrumente bearbeitet. Brun spielt Sopran- und Tenorsaxofon, Brunner Cello, beide spielen Schwyzerörgeli. Französische, italienische, rumänische, skandinavische und einheimische Ingredienzien geben den sanft swingenden Miniaturen ihre Würze. Bach hätte seine Freude gehabt!» Bewertung: 5 von 5 Punkten (NZZ am Sonntag, 5. 1. 2025)

Allerschönste Klassik
Sonntag, 2. Februar 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
TrioArt:
Flurina Sarott – Violine
Paul Scharf – Viola
Joël Marosi – Violoncello
Wir hören zwei exzellente Werke: Das berühmte «Divertimento» für Streichtrio KV 563, Mozarts längstes Kammermusikwerk – es stammt aus der Zeit der letzten drei Sinfonien, denen es in keiner Weise nachsteht. Und ein Trio Hyacinthe Jadins, welches das Vorbild Mozarts nicht verschweigen kann.
PROGRAMM:
Hyacinthe Jadin (1776–1800)
Streichtrio Es-Dur op. 2/1
I. Allegro moderato
II. Menuet
III. Siciliane
IV. Finale: Allegro
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
«Divertimento» Streichtrio Es-Dur KV 563
1. Allegro
2. Adagio
3. Menuetto. Allegretto – Trio
4. Andante
5. Menuetto. Allegretto – Trio I / II
6. Allegro

The Lutz-Brothers
Sonntag, 9. Februar 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Rudolf Lutz – Klavier
Matthias Lutz – Saxofon
Schon von Kindsbeinen auf haben Rudolf (*1951) und Matthias (*1953) Lutz zusammen musiziert. Sie tun’s noch immer mit grosser Begeisterung, starker Spontaneität, Spiellust und Emotion.
Ihr Repertoire geht von Klassik und Old Time Jazz über Pop und Rock bis Latin Groove.
Schon von Kindsbeinen auf haben Rudolf (*1951) und Matthias (*1953) Lutz zusammen musiziert. Waren es in jungen Jahren die Schallplatten des «Golden-Gate-Quartet», die sie zum Musizieren von Gospels inspirierten (Gesangsduett mit Matthias an der Ukulele und Rudolf am Klavier), gründeten sie als junge Erwachsene zusammen mit Kollegen eine Band, sie nannten sich «Plebs». Da wurden an Hochzeiten und Geburtstagsfeiern Jazz, Pop, Eigenkompositionen und auch Volkstümliches zur Aufführung gebracht.
Bald darauf trennten sich ihre musikalischen Wege: Matthias Lutz studierte Saxophon und arbeitete, nebst seiner ausgedehnten Bandtätigkeit, als Musiklehrer an der Kantonsschule am Burggraben in St. Gallen. Auch war er eine kurze Zeit Kapellmeister im Orchester des Zirkus Knie. Sein Bruder Rudolf Lutz wurde Kirchenmusiker, Chor- und Orchesterleiter und arbeitete als Dozent an mehreren Hochschulen.
Erst in späteren Jahren begann eine erneute Zusammenarbeit, zumeist im kirchlichen Rahmen für Gottesdienste und Konzerte, wobei sich das nun «Lutz-Brothers» nennende Duo ein breites Repertoire in verschiedenen Stilen aufgebaut hat. So spielen sie nebst Klassik und Old Time Jazz (mit Schwerpunkt auf die Stücke des legendären Sopransaxophonisten Sidney Bechet) auch Pop, Rock und Latingroove.
Ihr Zusammenspiel ist geprägt von starker Spontaneität, Spiellust und Emotion.
Sie tun’s noch immer mit grosser Begeisterung.
Ihre Devise: «Keep swinging»!

Frielinghaus Ensemble
Berühmte Streichquintette
Sonntag, 16. Februar 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Gustav Frielinghaus & Salvatore Di Lorenzo – Violinen
Timon Knötzele – Viola
Leander Kippenberg & Jakob Schall – Violoncelli
Das Programm spannt den Bogen von Boccherinis durch die Kriminalkomödie «Ladykillers» von 1955 berühmt gewordenem Quintett über das mit zahlreichen russischen Volksmelodien gespickte A-Dur Quintett Glasunovs bis hin zu einem Monolithen der Kammermusik: Schuberts C-Dur Quintett.
PROGRAMM:
Luigi Boccherini (1743–1805)
Streichquintett E-Dur op. 11/5 «Ladykillers»
Alexander Glasunow (1865–1936)
Streichquintett A-Dur op. 39
Franz Schubert (1797–1828)
Streichquintett C-Dur D 956
Nach Konzerten in Norddeutschland und der Elbphilharmonie findet das Ensemble erneut den Weg über Stuttgart und Freiburg in die Schweiz nach Bern und ins Engadin. Dem Publikum ist das Ensemble um den ECHO Klassik Preisträger und Hamburger Geiger Gustav Frielinghaus nach vielen erfolgreichen Konzerten bestens bekannt.
Über die jüngst veröffentlichte Sextett-CD «Souvenir de Florence» urteilte die Süddeutsche Zeitung mit «Leidenschaftlich und zart» und Radio Bremen sprach von «unheimlicher Power und ganz viel Lust am Musikmachen».
Das Frielinghaus Ensemble vereint befreundete und international ausgezeichnete Kammermusiker, Solisten und Orchestermusiker, die in unterschiedlichen Besetzungen aus Deutschland und dem europäischen Ausland zusammen kommen. Fester Bestandteil ist eine jährlich Anfang Januar stattfindende Norddeutschland-Tour neben weiteren Konzerten in ganz Deutschland und der Schweiz.
2018 gab das Ensemble mit Klavierquartetten von Beethoven und Brahms sein Elbphilharmonie Debüt und ist seitdem regelmäßig in der Elbphilharmonie zu hören. Zahlreiche Aufnahmen, wie die CDs »Springtime« und »Mendelssohn & Bruckner« dokumentieren das künstlerische Schaffen des Ensembles. Über die jüngst veröffentlichte CD »Souvenir de Florence« urteilte die Süddeutsche Zeitung mit »Leidenschaftlich und zart« und Radio Bremen sprach von »unheimlicher Power und ganz viel Lust am Musikmachen«.
Gustav Frielinghaus, geboren 1978 in Hamburg, studierte Violine bei Winfried Rüssmann (Hamburg), Igor Ozim (Bern) und Thomas Brandis (Lübeck) sowie Kammermusik bei Walter Levin (Basel) und Günter Pichler (Köln/Madrid). Als Primarius des Amaryllis Quartetts gewann er zahlreiche Wettbewerbe und Preise. Das Quartett hatte seinen internationalen Durchbruch mit dem Gewinn des Finalisten-Preises beim Premio Paolo Borciani 2011 in Reggio Emilia und vier Wochen später mit dem 1. Preis und dem Grand Prize beim 6th Melbourne International Chamber Music Competition. Das Streichquartett spielt weltweit auf Festivals und in renommierten Konzerthäusern (Alte Oper Frankfurt, Tonhalle Zürich, Muziekgebow Amsterdam, Wiener Musikverein, Wiener Konzerthaus, Wigmore Hall London, Teatro della Pergola Firenze, Gran Teatro La Fenice di Venezia, Dai-ichi Seimei Hall Tokio). Unter dem Motto »amaryllis 3x3« gestaltet es einen eigenen Zyklus in der Laeiszhalle Hamburg, in Lübeck und im Sendesaal Bremen. 2012 erhielt es für seine CD »White« mit Streichquartetten von Haydn und Webern einen ECHO Klassik. Im Winter 2024 feierte das Quartett mit einer Uraufführung von Heinz Holliger und der neuen CD Reihe »Face2Face« bei Berlin Classics sein 20-jähriges Jubiläum.
Für den musikalischen Nachwuchs setzt sich Gustav Frielinghaus in Meisterkursen, Schülerkonzerten und als Juror ein. Mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn ist Gustav Frielinghaus als Gastkonzertmeister seit 2016 künstlerisch verbunden. Von 2015 bis 2018 leitete er für vier Saisons organisatorisch und künstlerisch die Hamburger Camerata, etablierte in dieser Zeit zahlreiche neue Konzertformate und debütierte im Dezember 2018 im großen Saal der Elbphilharmonie. Nach der künstlerischen Leitung der Putbus Festspiele auf Rügen von 2019-2023, gründete er 2023 das »Festival Uhlandshöhe« in Stuttgart.
Salvatore Di Lorenzo, geboren 2003 in Palermo, ist derzeit Student in der Klasse von Kolja Blacher an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin und spielte bereits in bedeutenden Konzertsälen wie der Berliner Philharmonie, dem Concertgebouw Amsterdam und dem King's Place London. Er begann seine musikalische Ausbildung im Alter von sieben Jahren und kam als 13-jähriger ans Scarlatti-Konservatorium seiner Heimatstadt. Zwischen 2017 und 2021 studierte er an der renommierten Yehudi Menuhin School in London.
Salvatore Di Lorenzo nahm an Meisterkursen der Carl Flesch Akademie Baden-Baden, von »Musethica« und der »Villars Music Academy« in der Schweiz teil. Mehrmals war er zu Gast beim »Xenia Chamber Music Course« in Turin, wo er inzwischen selbst unterrichtet. Er war 2024 Finalist beim V. Ilona Fehér International Violin Competition in Budapest und Preisträger des International Violin Competition »Rodolfo Lipizer« in Gorizia/Italien.
Zu seinen weiteren Auszeichnungen gehören ein 1. Preis beim »Maria Elisa Di Fatta« Wettbewerb, der Internationale AMIGDALA Musikwettbewerb und der »Kaleidos Premio Musica«, den er im Januar 2025 erhielt.
Neben seiner solistischen Tätigkeit setzt sich Salvatore Di Lorenzo auch intensiv mit Kammermusik und Zeitgenössischer Musik auseinander. In diesem Zusammenhang spielte er mit den Berliner Philharmonikern zusammen und gibt regelmäßig Konzerte im Sonar Quartett und im Boulez Ensemble Berlin.
Mit Stipendien des Deutschlandstipendiums, des »Music and Dance Scheme« sowie privater Förderer, setzt Salvatore Di Lorenzo sein Studium und seine internationale Karriere fort. Er spielt eine Violine von Christoph Götting, die ihm von der Hochschule für Musik Hanns Eisler zur Verfügung gestellt wurde und wird in diesem Jahr mit den »Strings Unlimited Bremen« sein selbst komponiertes 1. Violinkonzert zur Uraufführung bringen.
Timon Knötzele, geboren 1998 in Wuppertal und in Göttingen aufgewachsen, begann als Fünfjähriger mit dem Geigenspiel bei Mariana Suciu. Erste Orchestererfahrungen sammelte er als Mitglied des Göttinger Jugend-Sinfonie-Orchesters und verfolgte diese Leidenschaft ab 2012 im Niedersächsischen Jugendsinfonieorchester weiter. Zum Schuljahr 2014/15 wechselte Timon Knötzele an das Musikgymnasium Schloss Belvedere in Weimar und stieg gleichzeitig auf Viola um. Er erhielt dort Unterricht bei Florian Richter und wechselte 2018 in die Klasse von Erich W. Krüger und Ditte Leser. Im selben Jahr schloss er sein Abitur ab und begann anschließend sein Bachelorstudium an der Musikhochschule Franz Liszt Weimar, wo er inzwischen im Master of Music studiert.
Timon Knötzele nahm als Solist mehrfach an den »Musiktagen Bad Sulza« und dem Wettbewerb »Jugend musiziert« teil und konzertierte mit dem JSO Göttingen und dem Orchester des Musikgymnasiums Schloss Belvedere. Darüber hinaus konnte er seine Leidenschaft für die Kammermusik verfolgen und reiste mit einer Kammermusik-Delegation der Musikhochschule Weimar zur »Dubai Expo 2020« und für ein Austauschprojekt mit der Manhattan School of Music nach New York.
Neben weiteren Mitgliedschaften in Orchestern und Ensembles wie der Deutschen Streicherphilharmonie und dem Ensemble Momentum, ist er seit 2022 Mitglied des Gustav Mahler Jugendorchesters und dort auch als Solo-Bratschist tätig. Auf zahlreichen Orchestertourneen erhielt er zudem wichtige künstlerische Impulse von renommierten Dirigenten und Solisten.
Leander Kippenberg, geboren 1991 in Frankfurt am Main, trat als Solist und Kammermusiker bei europäischen Festivals und Konzertreihen u.a. in der Tonhalle Zürich, im Bremer Sendesaal, in der Glocke Bremen, in St. John Smith Square London und der Barbican Hall auf.
Bereits als 15-jähriger begann er sein Studium in der Meisterklasse von Michael Sanderling an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt. Im Alter von 20 Jahren wechselte er dann mit einem Vollstipendium in die Klasse von Louise Hopkins an die Guildhall School of Music and Drama nach London. Nachdem er sein Master Studium dort mit Auszeichnung abgeschlossen hatte, erspielte er sich im Frühjahr 2017 eine Stelle als Akademist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen und durchlief dort über einen Zeitraum von zwei Jahren, neben der Teilnahme an zahlreichen Orchesterprojekten und weltweiten Konzert-Tourneen, ein umfassendes Fortbildungs-Curriculum mit musikalischen und außermusikalischen Inhalten.
Leander Kippenberg arbeitete durch seine regelmäßige Teilnahme an Musikfestivals wie dem International Musicians Seminar in Prussia Cove/Cornwall, dem Youth Classics International Music Festival in der Schweiz und dem Virtuoso et Belcanto Festival in Lucca mit Musikerpersönlichkeiten wie Thomas Adés, Adrian Brendel, Valentin Erben, Ralf und Marc Gothóni, Erich Höbarth und Gary Hoffmann zusammen, die eine wichtige Inspirationsquelle darstellten.
Neben seiner Tätigkeit als Cellist ist Leander Kippenberg als Gründer und Leiter des Streichorchesters »Strings Unlimited Bremen« als Dirigent tätig und setzt sich für die kulturelle Vielfalt in Bremen ein.
Jakob Schall, geboren 1989, erhielt seinen ersten Cellounterricht im Alter von sechs Jahren an der Tübinger Musikschule bei Stefan Zarnescu und später bei Zoltán Paulich (Solocellist der Stuttgarter Staatsoper). Früh begeisterte er sich besonders für die Kammermusik und besuchte zahlreiche Meisterkurse u.a. bei Gerhard Schulz (Alban Berg Quartett), Heime Müller (Artemis Quarett) und dem Vogler Quartett.
Von 2009 bis 2014 studierte Jakob Schall an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg bei Bernhard Gmelin und absolvierte dort seinen Bachelor. Im Anschluss daran wurde er in die Akademie des NDR Elbphilharmonie Orchesters aufgenommen und hatte so die Möglichkeit, mit namhaften Künstlern wie Lisa Batiashvili, Thomas Hengelbrock, Patricia Kopatchinskaja und Krzysztof Urbański zusammen zu arbeiten. Von 2016 an studierte er an der Musikhochschule Freiburg bei Jean-Guihen Queyras und schloss dort sein Studium mit dem Master ab. Wichtige Impulse bekam er auch von Sylvie Altenburger, Tristan Cornut, Olivier Marron und Jörg Scheele. Er war Stipendiat der Rudolf Eberle Stiftung, der Oscar und Vera Ritter-Stiftung, des Yehudi Menuhin Live Music Now Hamburg e.V. und der Christel-Guthörle-Stiftung.
Als freischaffender Musiker spielt Jakob Schall immer wieder in verschiedenen Klangkörpern wie dem Frielinghaus Ensemble, dem Ensemble Momentum oder dem orchestra arte frizzante Konzerte in Deutschland und der Schweiz. Eine besondere und langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit seiner Schwester Eva Schall (Violine). Neben Festival Auftritten beim PODIUM Festival Esslingen und beim Beethovenfest Bonn veranstaltet er mit dem »Ensemble auf der Suche« seit 2020 eigene Konzerte und gründete das Festival Immenklang in Immenhausen bei Tübingen.Dabei werden Künstler aus unterschiedlichen Sparten zusammen gebracht, um gemeinsam an innovativen Formaten zu arbeiten.
Metabolismus des Klangs
Benjamin Sprick
Die Welt des Klangs erscheint stets als eine Welt der Mischungen. Stimmungen, Farben und Materialitäten verbinden sich hier, um – je nach Ensemble, Instrumentarium oder musikalischer Dynamik – in eine Verkettung unendlicher Variationen einzutreten. Auf diese Weise vollzieht sich in der Geschichte der Kammermusik und ihrer Werke ein weitverzweigter und zu immer neuen Mischungen gelangender musikalischer ›Metabolismus‹ – ein klanglicher ›Stoffwechsel‹, der sich auf ganz unterschiedlichen Ebenen ausmachen lässt und zu immer neuen Ergebnissen und Transformationen führt.
Klangliche Tarnung
Das E-Dur-Quintett op. 11/5 von Luigi Boccherini (1743-1805), entstanden 1776, verdankt seine ungebrochene Popularität einem berühmten Zitat aus der Filmgeschichte. Im Film Ladykillers von Alexander Mackendrick – der 1955 Alec Guinness und Peter Sellers zu Weltstars machen sollte – fungiert das Menuett des Quintetts als akustische ›Tarnung‹ von fünf Gangstern, die sich bei einer harmlosen alten Lady in London einquartiert haben, um einen Überfall auf einen Geldtransport an King’s Cross Station zu planen. Um kein Aufsehen zu erregen, geben sich die fünf Ganoven als Musiker eines Streichquintetts aus. Tagaus, tagein erklingt aus ihrem Zimmer dieselbe Melodie, die allerdings nicht live intoniert, sondern von einem Grammophon wiedergegeben wird. Der geplante Coup gelingt am Ende des Films zwar, doch die Täuschung der Pseudo-Musikanten fliegt auf. Als der Cellist an einem Türrahmen hängen bleibt flattern plötzlich Geldscheine und keine Noten über die Straße. Noch heute werden seitdem Cellist:innen in den U-Bahnen dieser Welt auf den Inhalt ihrer Kästen hin angesprochen…
Solche Verwirrspiele hätten den als sehr humorvoll geltenden Boccherini mit Sicherheit zum Lachen gebracht. Als virtuoser Cellist wählt er für sein Werk die Quintettbesetzung mit zwei Celli und nicht die »Wiener Besetzung« mit zwei Bratschen, die man beispielsweise bei Mozart finden kann. Durch die Verdopplung der tenoralen Cello-Klanglichkeit bekommt das Ensemble eine charakteristische ›Festigkeit‹ verliehen, die Brücken in die Welt eines Kammerorchesters schlägt.
Das nicht nur von Gangstern geschätzte Werk beginnt mit einem lieblichen Amoroso, das elegant gehaltene Triolen zwischen den Streicherpaaren hin- und herwandern lässt. Im Mittelteil sorgt eine Art von Vogelstimmen-Dialog für etliche klangliche Überraschungen. Dabei wird das konventioneller Weise zu Beginn platzierte Allegro nachgeholt und zwar »con spirito«: mit etlichem italienischem Geist und Feuer versehen. Alle Instrumente bewegen sich hier an den Grenzen ihrer technischen Möglichkeiten. Besonders die beiden Celli werden von Boccherini in gefährlich hohe Lagen geführt. Die Wirkung des Menuetts zeigt sich dann durchgehend als ›Ohrwurm‹, der von für Boccherini typisch-raffinierten Klangmischungen aus gedämpften und gezupften Streichersaiten getragen wird. Ein kapriziöses und filigran verzweigtes Rondo beschließt das Werk schließlich in einer ebenso filigranen, wie gefälligen Art und Weise.
Insgesamt zeigt sich Boccherinis Musik auch im Quintett als ein vielschichtiges Laboratorium des Klangs, in dem sich etliche, vor allem in Richtung Spanien weisende folkloristische Anklänge ausmachen lassen. Zugleich bleibt Boccherini, dessen Werke in Paris verlegt wurden, jenem gesamteuropäischen Stil treu, der als »Wiener Klassik« bezeichnet wird, um dabei eine gewisse nordeuropäische Strenge dabei zugleich kreativ zu unterwandern.
Zeitlose Eleganz
»Alles bei Glasunow ist so elegant gemacht, alles klingt so hell und saftig, alle Farben sind so satt und kräftig.« Mit diesen Worten verteidigte der russische Musikforscher V. Karatygin Alexander Glasunow (1865-1936) gegen seine Kritiker, die ihm Mangel an Persönlichkeit und schöpferischer Eigenart vorwarfen, eine Einschätzung der Katygin energisch widerspricht. Er sieht »unter der Hülle erstaunlicher Schönheiten und reiner Architektonik eine Schicht kontrapunktischer Gebilde, ein kompaktes Massiv an Technik«.
Bereits im Streichquintett A-Dur, op. 39 – einem Frühwerk des 27jährigen Komponisten – lässt sich diese Kombination aus Zugänglichkeit und kompositorischer Rafinesse ausmachen. Glasunow war im Entstehungsjahr des Quintetts 1892 bereits seit drei Jahren Professor für Instrumentation am St. Petersburger Konservatorium. Auf diesem Lehrstuhl sollte er später sogar noch den jungen Schostakowitsch unterrichten, der ihn in seinen Memoiren als kantig-strengen Lehrer charakterisiert. 1892 stand Glasunow noch am Anfang dieser pädagogischen Karriere, die ihn zum wichtigsten Kompositionslehrer der ersten Generation der russischen Moderne machen sollte.
Wie auch Boccherini wählte Glasunow für die Quintettbesetzung die Variante mit zwei Celli statt mit zwei Bratschen. Tschaikowskis Streichsextett Souvenir de Florence hat ihn dazu offenbar inspiriert, das nur zwei Jahre zuvor entstand und in dem die beiden Celli die wesentliche Stützen des Satzes bilden. Glasunow ließ sich zudem von Tschaikowskis nobler Klassizität dazu inspirieren, die allzu national-russischen Ambitionen seiner ersten Werke zu überwinden. Er versöhnt in seinem Quintett den bodenständig-nationalen Stil seines Lehrers Rimsky-Korsakoff mit der weltläufigen Eleganz Tschaikowskis.
Von den vier Sätzen des Quintetts weist der Kopfsatz (Allegro) das höchste Maß an Komplexität auf. In einer sehr freien Variante der klassischen Sonatenform werden hier unablässig Motive aus dem elegischen Hauptthema transformiert, einer über zwölf Takte gedehnten Melodie der Bratsche, deren lyrisch-singender Duktus zunächst den Satz beherrscht, dessen Stimmung sich jedoch im Lauf der Entwicklung im Rahmen dramatischerer Episoden ändert. Das folgende Scherzo variiert im durchgängigen pizzicato ein volkstümlich-russisches Tanzthema, in dem sich Triolen und Duolen beständig abwechseln. Im Trio wird das Tempo auf ein Andante sostenuto gedrosselt und der ausgelassene Tanzcharakter durch eine melancholische g-Moll-Melodie ersetzt. Deren Idiomatik ruft das Hauptthema des ersten Satzes wieder ins Gedächtnis zurück. Im Andante macht sich der große Einfluss Tschaikowskis erneut bemerkbar. Die wehmütige Melodie des zweiten Cellos erinnert an dessen 5. Symphonie, da sie in typischer Manier bis zu melodramatischem Konflikt gesteigert wird. Die Spannung löst sich im quirlig-volkstümlichen Rondofinale, in dem Glasunow eine Fülle russischer Volksmelodien zitiert und miteinander vermischt.
Öffnung aufs Orchestrale
Die Romantik steht neben ihrer Nähe zur Melancholie und zum Traumhaften immer auch für einen gewissen Größenwahn, der vom Vorhaben geprägt wird, vorgefundene ästhetische Formate in fantastischer Weise zu sprengen. In Schuberts spätem und insgesamt genialen Streichquintett C-Dur D 956 zeigt sich dieser Wunsch nach Überschreitung vorgefundener Grenzen im Versuch, ein kammermusikalisches Ensemble aufs Register des Symphonischen hin zu öffnen. Das Streichquintett wird zum Orchester! Ein fantastischer musikalischer Metabolismus kann auf diese Weise Raum greifen. Das Quintett entstand im September 1828, wenige Monate vor Schuberts Tod. Alle Qualitäten seiner reifen Instrumentalmusik versammeln sich hier zu einer weit ausgreifenden Synthese, die die sinfonische Formensprache, eine auf unendlichen Mischungen fußende Klangschönheit und die Arbeit mit dramatischen Kontrasten ineinanderfließen lässt.
Zu Beginn des ersten Satzes scheint das Zeitgefühl wie aufgehoben zu sein. Es wird durch ausgreifende gedehnte melodische Bögen außer Kraft gesetzt. Das zweite Thema der beiden Celli greift diese für Schubert typische, ›unbewusst‹ geformte Zeitlichkeit auf, um sich in ineinander verschlungenen Arabesken zu verkörpern. In einem weiteren Thema öffnet sich im Verlauf ein dramatisch-dunkler Klangraum, der an die »Unvollendete« erinnert und immer wieder von einem wellenartigen Gesang unterbrochen wird. Schuberts Klangkonzept ist von einer beispiellosen Originalität getragen. Es zeigt sich als von einer Übereinanderschichtung von Legato-Melodien, Staccatofiguren, rhythmischen Impulsen und Sforzati geprägt, die in jeder Phase des ausgreifenden Sonatensatzes überraschende Schönheiten ebenso wie schroffe Härten prdofuziert. Hinzu treten die für Schubert typischen ziellos ›vagabundierenden‹ Modulationen, die gelegentlich innerhalb einer einzigen Phrase den gesamten Quintenzirkel durchlaufen.
Derartige Gegensätze werden im Adagio noch vertieft. Seine in E-Dur gehaltenen Rahmenteile prägen eine, in ihrer Statik kaum noch bewegte statische Klangfläche aus, die von seufzenden Motiven überlagert wird. Im f-moll-Mittelteil scheint sich eine tiefe Verzweiflung auszudrücken. Die Stärke der emotionalen Gegensätze führt hier in Extreme von Klang und Dynamik hinein, die alles sprengen, was man in der Kammermusik jener Zeit bis dahin vorgefunden hat. Sie reichen vom zarten Pizzicato über Doppelgriffe und Tremoli bis zu scharf akzentuierten Synkopen, vom dreifachen Piano bis zum Fortissimo-Sforzato.
Im Scherzo wird dieser grundlegende, das Werk prägende Kontrast in einer anderen Form inszeniert. Der Hauptteil ist hier ein furioses und orchestrales Presto mit einer an Hornklänge erinnernden Idiomatik. Das Trio erscheint als Andante sostenuto ohne jeden Tanzcharakter, das wie ein stilles und flehendes Gebet wirkt. Es steht in der Tonart des ›verselbstständigten‹ Neapolitaners (Des-Dur), nur einen Halbton über der Grundtonart gelegent, um zugleich unendlich weit entfernt zu erscheinen.
Eine ähnliche Verschleierung der Grundtonart eröffnet auch das Finale des Werks. Es beginnt in G-Dur als Dominante von c-Moll, moduliert jedoch sofort nach es-Moll und e-Moll und bekräftigt erst nach 45 Takten die eigentliche Grundtonart C-Dur. Was man bis dahin gehört hat, ist lediglich das Thema eines formal breit angelegten Sonatenrondos, der gängige Proportionen zukunftsweisend sprengt. Ihm schließen sich zwei weitere Themen an, außerdem eine Durchführung, Reprise und Coda in schnellerem Tempo. Die Reprise wird vom zweiten Thema eingeleitet, so dass das Hauptthema in einer grandiosen Coda als überraschender Höhepunkt zurückkehren kann, in Form eines ›metabolisch‹ verwandelten Abschluss-Klangs.

Hänsel und Gretel
Sonntag, 23. Februar 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Sara-Bigna Janett – Gretel
Lisa May-Appenzeller – Hänsel
Nora Bertogg – Hexe
Elizaveta Parfentyeva – Klavier
Eine der beliebtesten Opern, «Hänsel und Gretel» von Engelbert Humperdinck (1854–1921), in einer einstündigen, schlicht inszenierten Version. Das zentrale Stück, der Abendsegen, den Humperdinck für die Kinder Richard Wagners geschrieben hatte, wird Ihnen noch lange im Ohr klingen!
Die gross angelegte Oper Humperdincks entspringt einem kleinen, aber wichtigen Stück, dem Abendsegen, den Engelbert Humperdinck für die Kinder Richard Wagners geschrieben hatte. In dieser Zeit war er ihr Haus-Musiklehrer. Aus dem kleinen Stück für Kinder wurde ein grosses Werk, eines der wichtigsten für die Geschichte der Oper im 20. Jahrhundert.
Im Rahmen der Sentconcerts werden wir diese grossartige Musik wieder in die ursprüngliche Kammergrösse bringen in eine stündige, schlicht inszenierte Version.
Die Oper erzählt das bekannte Märchen mit Witz und romantischer Dramatik.
Zur Oper: «Hänsel und Gretel» ist eine pätromantische Oper in drei Akten, die in den frühen 1890er Jahren entstand. Die Musik stammt von Engelbert Humperdinck, das Libretto schrieb seine Schwester Adelheid Wette nach dem Märchen Hänsel und Gretel aus den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm. Die Werksbezeichnung der Autoren lautet «Märchenspiel in drei Bildern», Humperdinck nannte sein Werk in ironischer Anspielung auf Richard Wagners Oper «Parsifal» ein «Kinderstubenweihfestspiel».
«Hänsel und Gretel» wurde am 23. Dezember 1893 in Weimar am Hoftheater unter Richard Strauss als Dirigent das erste Mal aufgeführt. Die Oper, die eine Spieldauer von etwa zwei Stunden hat, gehört heute zum häufig gespielten Repertoire von Opernhäusern und wird besonders oft im Winter aufgeführt.
Sara-Bigna Janett stammt aus einer alten Musikerfamilie aus dem Engadin und nimmt seit ihrem sechsten Lebensjahr Gesangsunterricht bei ihrem Vater Jachen Janett. Sie wuchs inmitten von Polkas und Walzern auf, hat aber schon früh die klassische Musik ins Herz geschlossen.
Für ihre Bachelor-Studien zog es sie nach Innsbruck und Wien, wo sie sich das Operetten- und Wienerliedfieber fing. Danach kehrte sie ins Heimatland zurück, schloss zwei Master ab und widmete sich dem ambitionierten Ziel, Heldensoubrette in allen Sparten zu sein. Sie sang in Mozart-Opern, Operetten, Volksmusikkonzerten, Musicals, Chanson-Abenden und Uraufführungen. Sie durfte schon das Wiener Konzerthaus und die Berliner Philharmonie besingen. Sie ist Mitglied der Zurich Chamber Singers und der «Helvetias on Tour»-Produktion.
Und natürlich bleibt Sara-Bigna Janett ihren Wurzeln treu, der rätoromanischen Volksmusik; romanische Lieder sind selten zu hören und darum umso kostbarer.
Schon während ihrer Kindheit nahm Lisa May-Appenzeller an zahlreichen Chor- und Orchesterprojekten teil. Musik begleitet ihr Leben, seit sie klein war und wurde schliesslich zu ihrem Beruf. Sie studierte zuerst Kirchenmusik mit Schwerpunkt Chorleitung in Zürich und schloss im Winter 2019 ihr Studium für Gesang in Luzern ab. Nun arbeitet sie als Sängerin und als Leiterin verschiedener Ensembles.
Ihre sängerische Ausbildung absolvierte sie bei Barbara Locher und weiter bei Natalia Dercho, Werner Güra, Malcolm Walker und Raymond Connell. Sie trat in Liedprogrammen zusammen mit den Pianisten Simon Hehlen und Tomasz Domnansky auf und singt in verschiedenen Vokalensembles und ist Teil des Fogal-May Quartetts und des Trios Ophelia.
Zu Lisa Mays vielfältigem Repertoire gehören unter anderem die Solopartien in Mozarts «Requiem in d-Moll», Haydns «Die sieben letzten Worte», Händels «Messias», zahlreichen Messen von Mozart und Schubert, in Mozarts «Zauberflöte» die zweite Dame, in Humperdincks «Hänsel und Gretel» die Rolle des Gretel. Sie durfte bereits erste Bühnenerfahrungen im Rahmen der «Free Opera Company» Zürich und des «StageLab» Luzern sammeln.
Die Churer Sopranistin Nora Bertogg absolvierte ihre Studien an der Zürcher Hochschule der Künste sowie an der Hochschule der Künste Bern im Schweizer Opernstudio. Im Sommer 2022 schloss sie ausserdem den Master of Arts Musicpedagogy bei Sarah Maria Sun sowie Sandra Trattnigg an der Hochschule für Musik Luzern mit Auszeichnung ab.
Am Luzerner Theater war Nora Bertogg in der Saison 22/23 in der Produktion «STYX Tours – Ein Rendezvous mit dem Tod», einer Koproduktion mit Lucerne Festival, als Sopranistin zu hören. In der Saison 21/22 war sie ausserdem in der Schweizer Erstaufführung von Pascal Dusapins Oper «Perelà» als Papagei sowie in dem Musiktheater «Klangtauchen» engagiert. Am Theater Biel/Solothurn sang Nora Bertogg u.a. La Ciesca in «Gianni Schicci», das Liftgirl in «La notte di un nevrastenico» von Nino Rota sowie Miss Pinkerton in Menottis «The old maid and the thief». Des Weiteren war sie am Davos Festival 2016 in der Oper «Die Schweizerfamilie» (Joseph Weigl) in der Rolle der Gertrude Boll zu hören.
Beim Concours Nicati, Schweizer Wettbewerb für zeitgenössische Musik, gewann Nora Bertogg 2023 den 3. Preis. Ausserdem ist sie Preisträgerin des 7. John Cage Awards Halberstadt, Stipendiatin des Rahn Kulturfonds und der Thyll Stiftung. Im Jahre 2017 wurde sie mit einem Kulturförderpreis des Kantons Graubünden ausgezeichnet.
Elizaveta Parfentyeva stammt aus einer Moskauer Wissenschaftler-Familie. Bereits im Kindesalter erlernte sie das Klavierspielen und das Komponieren, was ihr musikalisches Verständnis nachhaltig formte. In Moskau studierte sie an der Staatlichen Gnessin-Musikhochschule Klavier und gleichzeitig im Staatlichen Gerassimow-Institut für Kinematographie Moskau (VGIK) Tonregie, wo sie zur Zeit in Filmwissenschaft promoviert. Seit September 2015 lebt sie in Zürich, wo sie an der ZHdK zuerst den Masterabschluss in Kammermusik bei Prof. Ulrich Koella und später einen weiteren Masterabschluss in der Klasse von Prof. Karl-Adreas Kolly jeweils mit Auszeichnung absolviert hat.
Die junge Pianistin pflegt eine rege Konzerttätigkeit sowohl als Solistin als auch als Kammermusikerin in Europa und Russland. Sie spielt in mehreren kammermusikalischen Formationen, wobei die Liedbegleitung zu ihrer grössten Passion gehört. Neben dem Klavier hat Elizaveta Parfentyeva auch eine grosse Liebe zur alten Musik und historischen Instrumenten. Sie hat bei Professor Michael Biehl zusätzlich zum Klavier Cembalo und Hammerflügel studiert und spielt in mehreren Gruppen Kammermusik mit Cembalo.

Leidenschaft im Volkston
Sonntag, 2. März 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Killian Duo:
Roswitha Killian – Viola
Angela Killian – Klavier
Wie ein roter Faden zieht sich durch das Konzert-Programm die Inspiration der klassischen Musik durch Volkslieder und Tänze. Die beiden Schwestern Roswitha und Angela Killian begeistern sich für klassische Kompositionen, durch welche das lebendige musikalische Volksgut hindurchleuchtet.
PROGRAMM:
Robert Schumannn 5 Stücke im Volkston
(1810–1856) Mit Humor
Langsam
Nicht schnell mit viel Ton zu spielen
Nicht zu rasch
Stark und markiert
Henri Vieuxtemps Sonate B-Dur op. 36
(1820–1881) Maestoso - Allegro
Ernest Bloch Suite hébraïque
(1880–1959) Rhapsody
BélaBartók Rumänische Volkstänze aus Ungarn Sz 56
(1881–1945) Der Tanz mit dem Stabe
Brâul
Der Stampfer
Tanz der Butschumer
Rumänische Polka
Schnell-Tanz
Wie ein roter Faden zieht sich durch das Konzert-Programm «Leidenschaft im Volkston» des Killian Duo die Faszination für die durch Volkslieder und Tänze inspirierte klassische Musik. Sie begeistern sich für Kompositionen, durch welche das lebendige musikalische Volksgut hindurchleuchtet.
Schumann liebte die kleine Form der Kammermusik, die Charakterstücke. In ihnen fand er den klanglichen Ausdruck von Einfachheit und Klarheit.
Inspiriert durch die Tradition der Volkslieder und der starken Musikalität, die in dem einfachen Volke lebte, und die sich auch in den allerorts beliebten Volkstänzen zeigte, schuf Schumann seine «Stücke im Volkston»: fünf Charaktersätze, die tiefe seelische Einblicke offenbaren.
In dem ersten Satz der Violasonate B-Dur von Henri Vieuxtemps sind vereint tiefe Leidenschaft, kapriziöse Floskeln, grandiose Gesten und innige Melodien. Er war sehr befreundet mit Robert Schumann, teilte seine Leidenschaft in tiefer Musikalität.
Und was für ein starkes Erleben sich für den Hörer öffnet in der Rhapsodie aus der Suite hébraïque von Ernest Bloch! Es ist stärkster Ausdruck und dramatische Erzählung der Seelenstimmung des hebräischen Volkes, hineingegossen in eine musikalisch rhapsodische Ballade.
Béla Bartóks kompositorisches Schaffen ist durch eine Quelle an musikantischer Energie inspiriert, die in unmittelbarer Volkstradition steht: durch Volkslieder und Volkstänze aus Ungarn, Rumänien und anderen umliegenden östlichen Völker. Auf vielen Reisen in die ländlichen Gebiete war Bartók auf der Suche nach den alten traditionellen Volksliedern, die den Alltag und die Feste dieser Volksgruppen begleitet haben. Er hat unzählige davon gesammelt, aufgeschrieben und archiviert.
Unmittelbar erleben kann man an den Rumänischen Volkstanz-Melodien aus Ungarn von Béla Bartók die gemeinsamen Wurzeln der musikalischen Strömungen und die Metamorphose der Volksmusik durch die Begegnung mit der Musik des 20. Jahrhunderts. Sie machen den Reigen dieses Konzert-Programms «Leidenschaft im Volkston» vollständig.
Kontakt Killian Duo:
Roswitha Killian r-killian(at)posteo.de
Angela Killian angela.killian(at)msdornach.ch

Perlen des Jazz
Sonntag, 9. März 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Heiri Känzig – Kontrabass
Jean Paul Brodbeck – Piano
Jean-Paul Brodbeck und Heiri Känzig widmen sich den zeitlosen Klassikern des Great American Songbook. Mit Hingabe und Kreativität, Respekt für die Originalkompositionen und Freiheit zur Improvisation lassen sie die unvergänglichen Perlen des Jazz in neuem Glanz erstrahlen.
Das Publikum darf sich auf eine emotionale und spannende Reise durch die Welt des Jazz freuen, bei der die beiden Künstler ihre persönliche Note einbringen und gleichzeitig die Essenz der Originalstücke bewahren!
Jean-Paul Brodbeck ist ein herausragender Schweizer Pianist, der sich durch sein virtuoses Spiel und seine Bearbeitungen von Brahms und Chopin einen Namen in der internationalen Jazzszene gemacht hat. Er gehört zu den auserwählten Schweizer Musikern, die im legendären «Village Vanguard» Jazz Club in New York aufgetreten sind. Seine Musik vereint technische Perfektion mit einer tiefen emotionalen Ausdruckskraft.
Heiri Känzig ist einer der gefragtesten Jazz-Kontrabassisten Europas, bekannt für seine Vielseitigkeit und seine Fähigkeit, sich in unterschiedlichen musikalischen Stilen zuhause zu fühlen. Mit einem beeindruckenden Lebenslauf, der von der Zusammenarbeit mit vielen Jazzgrößen bis hin zu Projekten in der klassischen und Weltmusik reicht, bringt Känzig eine unvergleichliche Tiefe und Präzision in jede Performance ein. Er gehört zu den handverlesenen europäischen Jazz-Musikern, die für das legendäre amerikanische Plattenlabel «Blue Note» Aufnahmen einspielten.

Concert da prümavaira
Cor Proget 25
Samstag, 29. März 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Cor Proget 25 – Chant
Aita Gaudenz – Clavazin
Marcel Heis – Dirigent
Il cor proget es gnü fundà dal 1993 da Curdin Lansel ed es per bleras chantaduras e chantadurs üna pussibilità da chantar programs chi sun aint in ün rom ün pa plü special. Il concert da prümavaira dal cor proget 25 vain realisà cun la musicista Aita Gaudenz. I’l program as poja dudir chanzuns dal temp romantic fin aint illa moderna.

Concert da Mi’amia
Sonntag, 13. April 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF
Üna saira cun chanzuns da Mi’amia
Las musicistas Sidonia Caviezel e Nina Mayer partan l’amur pella musica, pell’Engiadina e pella lingua rumantscha. Lur aignas cumposiziuns, ch’ellas chantan a duos vuschs, clingian per part tradiziunal, per part da pop e sun scrittas sainz’excepziun in vallader.

Karfreitagskonzert
Freitag, 18. April 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Hristo Kazakov – Klavier
Hristo Kazakov hat uns mit seinem virtuosen Spiel schon mehrfach tief beeindruckt. Diesmal hören wir zwei wunderbare Werke in Moll: von Mozart die Fantasie KV 475 in c-Moll und von Brahms die Klaviersonate Nr. 3 in f-Moll. Zum Schluss folgen noch vier Präludien von Debussy – für Aufführungen der letzteren erhielt der Pianist bereits grossen Beifall.
PROGRAMM:
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Fantasie in c-Moll KV 475
Johannes Brahms (1833–1897)
Klaviersonate Nr. 3 in f-Moll op. 5
Allegro maestoso
Andante espressivo
Scherzo: Allegro energico
Intermezzo: Andante molto
Finale: Allegro moderato ma rubato
Claude Debussy (1862–1918)
Aus den Préludes, Livre 2
Brouillards
Feuilles mortes
La puerta del vino
Feux d’artifice
Johannes Brahms komponierte den Großteil seiner Klaviersonate Nr. 3 in f-Moll opus 5 im Oktober 1853. Der zweite und der vierte Satz wurden vor dem Rest der Sonate komponiert. Der zweite und der dritte Satz wurden am 23. Oktober 1854 durch Clara Schumann in Leipzig uraufgeführt, die Uraufführung der gesamten Sonate erfolgte sechs Wochen später durch den Pianisten Hermann Richter in Magdeburg.
Brahms stellte dem Andante drei Verszeilen von C. O. Sternau voran:
Der Abend dämmert, das Mondlicht scheint
da sind zwei Herzen in Liebe vereint
und halten sich selig umfangen
Ende Oktober 1854 schrieb Brahms dazu folgenden Brief aus Hamburg an Clara Schumann:
«...Könnten Sie nicht jeden Tag einen guten Morgen telegraphieren lassen? Ich würde elektrisiert sein, würde den ganzen Tag lustig sein und wie spielen können. Lange halte ich’s gar nie mehr aus ohne Sie, warum haben Sie nicht gelitten, daß ich die Flöte blasen lernte und mit Ihnen reiste. Denken Sie, ich hätte dann das Andante aus der f-Moll-Sonate für Flöte, Gitarre und Pauke arrangiert und Ihnen mit Frl. Schönerstedt und Pfundt ein Ständchen gebracht. ...»
Der Komponist spielte Robert Schumann alle seine frühen Werke vor, so auch diese Klaviersonate. Schumann pries in seinem Artikel Neue Bahnen Brahms als den Berufenen, als eine Art Messias der Musik. Dass viele Motive in dieser Sonate Schumanns Musik als Vorbild haben, ist daher als eine Art Respektsbezeugung gegenüber dem älteren Komponisten und Förderer zu betrachten.

Una fantasía
Samstag, 26. April 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Sinfonietta Höngg
Elisabeth Trechslin – Gitarre
Emanuel Rütsche – Leitung
Das Programm handelt von liederlichen Schwärmern, einem spanischen Edelmann und einer Filmmusik wider Willen. Im Zentrum steht Joaquín Rodrigos' fulminante, auf frühbarocken Tanzsätzen basierende «Fantasía para un gentilhombre» für Gitarre und Orchester von 1954.
Auch Ottorino Respighi greift in seinen stimmungsvollen «Antiche Danze ed Arie» für Streicher (1931) auf Lautenmusik des 17. Jahrhunderts zurück. Szenen aus dem Soldatenleben in der Zeit des Dreissigjährigen Kriegs schildert lautmalerisch packend Heinrich Ignaz Biber in seiner «Battalia» (1673). Und ein klingender Sonnenuntergang von berückender Schönheit rundet das Konzert ab: das Adagietto aus Gustav Mahlers 5. Sinfonie (1904).
Die Gitarristin Elisabeth Trechslin absolvierte ihre Ausbildung am Konservatorium Winterthur und schloss da ihre Konzertausbildung mit Auszeichnung ab.
Sie konzertiert in verschiedenen Kammermusikformationen (mit Klavier, Gitarre, begleitet Sängerinnen etc.) und spielt auch immer wieder allein auf Gitarre und 9-saitiger Laute – auch szenisch, umspielend, umrahmend, untermalend.
Elisabeth Trechslin unterrichtet am Konservatorium Winterthur Einzel- und Ensembleunterricht.

Noite do Brasil
Sambas, Baiõnes, Forros e Xaxades
Samstag, 31. Mai 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
AUFTAKT: David Lampert aus Guarda/Giarsun – Drums
Quinteto Voz e Vento:
Susanna Andres – Violine/Gesang
Markus Kohler – Saxophon
Mirella Quinto-Radielovic – Piano
Emanuel Schnyder – Bass
Friedemann Stert – Drums
Brasilianische Rhythmen, Improvisationen und Folklore
Mit dem Programm Noite do Brasil bringt das Quinteto Voz e Vento die Musik des Brasilianers Hermeto Pascoal (*1936) auf die Bühne. Miles Davis hat ihn angeblich als den beeindruckendsten Musiker der Welt bezeichnet. Seine Kompositionen sind ein Kaleidoskop aus brasilianischen Rhythmen, Improvisationen und Folklore – von impressionistisch bis surrealistisch. Songs von Elis Regina, der «Königin der Música Popular Brasileira» und dem grossen Gitarristen Egberto Gismonti ergänzen das Programm. Selbstverständlich fehlt auch eine Komposition von Antônio Carlos Jobim nicht.
Susanna Andres, Violinstudium in Basel und London. Gesangsunterricht in Wien. Zusammenarbeit mit Jürg Wyttenbach und Aufführungen seiner «Zyklen für singende Geigerin.» Sie spielt in verschiedensten Formationen von Barock bis zeitgenössischer Musik, von freier Improvisation und Crossover-Projekten über Tango bis Jazz.
Markus Kohler, Saxofon, Ausbildung an den Musikhochschulen Basel und Lausanne. Spielte in verschiedensten Formationen zeitgenössische Musik und Jazz. Fasziniert von der Musik des brasilianischen Multiinstrumentalisten Hermeto Pascoal hat er zusammen mit Susanna Andres das Brasil-Projekt initiiert und einen grossen Teil der Stücke für das Quintett arrangiert.
Mirella Quinto-Radielovic, Piano, Studium an der Musikhochschule Basel bei Klaus Linder und Peter Efler (Konzertreifediplom). Weiterbildungen in Jazz und Alter Musik. Spielt in diversen Formationen und als Solistin Barock, Klassik, Tango, Jazz. Leitung und Durchführung spartenübergreifender Education-Projekte mit Tanz und Schauspiel.
Emanuel Schnyder, Bass, Studium an der Jazzschule Luzern bei Heiri Känzig. Weiterbildung in verschiedenen Musikrichtungen. Er spielt in diversen Formationen regelmässig im In- und Ausland (Tourneen in Europa, Nahost, Asien, Nord- und Zentralamerika). Zusammenarbeit u. a. mit Lionel Hampton, Chico Freeman, Nils-Peter Molvaer.
Friedemann Stert, Perkussion, Studium an der Hochschule für Musik in Karlsruhe. Orchestermusiker in der Badischen Staatskapelle Karlsruhe, den Philharmonischen Orchestern Freiburg i. Br., Heidelberg und Nürnberg, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg u.a. Als Drummer spielte er Filmmusikprogramme und mit Argovia Philharmonic Rock Classics. 1996 und 2008 Konzerttourneen in Brasilien.

Pfingstkonzert
Sonntag, 8. Juni 2025
17:00 Uhr
Kollekte
ConFuoco – Streicherensemble
Mischa Weiss – Marimbaphon
Traditionell kommt das Jugendensemble ConFuoco an Pfingsten nach Sent – diesmal als ConFuoco+
Ergänzt wird das Programm durch Mischa Weiss aus Sent am Marimbaphon.
Sie spielen Morricone, Janett, Bach, Haydn, Shugaria und Ghanaia …

Moldauer Duo: Violine und Laute
Sonntag, 29. Juni 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Lea Kilianová – Violine
Jindřich Macek – Laute
Auf Musik des europäischen Barock (Speer, Händel, Corelli, de Visée) folgen moderne Werke (u.a. Cohen, Williams, Macek, Piazzolla).
Die Akrobatin auf der Violine und der Meister der Laute – die Harmonie der beiden Instrumente verspricht ein intensives Musikerlebnis!
Lea Kilianová spielt seit ihrer Kindheit Geige. Bereits in ihrer frühen Kindheit trat sie im Duo mit Laute im Ausland auf, insbesondere in Tschechien, der Slowakei, Deutschland und der Schweiz, wo sie auswendig vor Publikum spielte. Auf nationaler Ebene erzielte sie eine Reihe von Erfolgen, beispielsweise den 1. Platz in der zentralen Runde des nationalen Wettbewerbs der Tschechischen Republik in Kammermusik mit überwiegendem Streichinstrumentenanteil in Jindřichův Hradec (Neuhaus) 2016 im Kammertrio. Sie tritt regelmäßig in Musikprogrammen mit dem Lautenisten Jindřich Macek auf, am häufigsten mit den Programmen «Violinsaitenzittern», «Laute und Violine präsent», «Von der Klassik bis zum Märchen mit Laute und Violine»und dem Adventskonzert «Adventsruhe mit der Musik». Lea Kilianová singt auch gerne und spielt neben der Geige auch andere Instrumente (Gitarre, Klavier, Flöte). Sie ist Trägerin des renommierten Preises «Talent Vysočina 2017» für ihre Leistungen im Geigenspiel, lebt in Prag und studiert dort am Jaroslav-Ježek-Konservatorium.
Jindřich Macek gewann schon während seiner Studienzeit mehrere Preise in Gitarren-Wettbewerben, so z.B. den. 1. Preis in der ganzstaatlichen Runde des Gitarren-Wettbewerbes in Kutná Hora mit einer Sonderauszeichnung der Jury für die Interpretation von Barockmusik. Im Fach Gitarre absolvierte er 1993 am Konservatorium in Pardubice bei Prof. Stanislav Juřica und setzte in derselben Klasse seine Lautenstudien fort; diese schloss er mit seinem Absolventenkonzert in Hradec Králové im Juni 1999 ab. Im Fach Laute absolvierte er 2005 die Akademie für Alte Musik an der Philosophischen Fakultät der Masaryk–Universität in Brno in der Klasse von Miloslav Študent. Zur Zeit ist er als Direktor der Musikschule in Havlíčkův Brod tätig. Er konzertiert als Solist, aber auch als Lautenspieler in verschiedenen Kammerensembles. Konzertant arbeitet er bei der Interpretierung von Renaissance- und Barockliedern mit Lautenbegleitung mit der Mezzosopranistin Pavla Fendrichová zusammen. Mit der Flötistin Silvie Mechová realisiert er das Projekt «Wanderung durch die Musiklandschaft» und «Flauto dolce». Mit Akkordeonspielerin Jitka Baštová wirkt er zum Beispiel im Programm «La Brise de France», «Kontraste» (Trio Kontrasto mit Lisa Stoll – Alphorn) und «Ein Engel wurde vom Herrn gesandt...» zusammen. Er veranstaltet Bildungskonzerte unter dem Titel «Die Laute stellt sich vor», die für die Schüler von Grund- und Mittelschulen bestimmt sind. Sein Spiel konnte wiederholt das deutsche, schweizerische, finnische, holländische, italienische, slowenische, ungarische, slowakische, kroatische und amerikanische Publikum geniessen. Er ist aufgetreten bei Musikfestivals in der tschechischen Republik und im Ausland. Aktiv nahm er an Meisterkursen teil. Wertvolle Erfahrungen hat er auch im Interpretationskurs der japanischen Lautespielerin S. Noiri erworben.

Ein farbenreicher Sonaten-Abend
Sonntag, 6. Juli 2025
20:30 Uhr
Eintritt CHF 25
Astrid Abas – Violine
Dorien Verheijden – Klavier
Robert Schumann: Sonate Nr. 1 a-Moll op. 105
Paul Hindemith: Sonate Es-Dur op. 11 Nr. 1
Ludwig von Beethoven: Sonate Nr. 10 G-Dur op. 96
Béla Bartók: Rumänische Tänze (arr. Zoltàn Székely)
Drei Sonaten – drei verschiedene Erlebniswelten, die einander wunderbar ergänzen, dazu die so eindrücklichen wie ausdrucksvollen Rumänische Tänze.

Clarinettissimo
Sonntag, 13. Juli 2025
18:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Rahel Trinkler – B-Klarinette
Josias Just – B-Klarinette und Bassetthorn
Dani Häusler – Bass-Klarinette
Heini Mätzener – B-Klarinette und Es-Klarinette
Ein Klarinettenquartett der besonderen Art: Ein vielseitiges Programm, von barocker Eleganz bis zu mitreissender Moderne.
Im Zentrum steht die Eigenkomposition «Dreilinden-Quartett» von Dani Häusler. Ergänzt wird das Programm unter anderem mit Werken von Bach, Leonard Bernstein und Mendelssohn.
Ein stimmungsvoller Abend voller musikalischer Vielfalt in einzigartigem Ambiente.
PROGRAMM:
Antonio Vivaldi (1678–1741)
Concerto in d-Moll RV 565
I. Allegro
II. Adagio
III. Allegro
IV. Largo
V. Allegro
Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809–1847)
Konzertstück in e-Moll op. 113 Nr. 2
I. Presto
II. Andante
III. Allegretto grazioso
Caspar Diethelm (1926–1997)
Manitoulin Island op. 259: Drei Impressionen für Klarinettenquartett
I. Lorne Lake
II. Twilight Isle
III. Bridal Veil Falls
Dani Häusler (1974*)
Dreilinden-Quartett
I. Pförtnerhaus
II. Englischer Garten
III. Oekonomiegebäude
IV. Villa Vicovaro
Leonard Bernstein (1918–1990)
Ouvertüre zu Candide
Dank ihres Reichtums an Klangfarben und dynamischen Möglichkeiten und dank ihres grossen Tonumfanges verfügen die Instrumente der Klarinetten-Familie über fast uneingeschränkte Möglichkeiten der musikalischen Gestaltung und Ausdruckskraft. Auch in stilistisch unterschiedlichen Gefilden fühlt sich die Klarinette zu Hause, was wir in unserem kommentierten Programm widerspiegeln möchten.
Rahel Trinkler ist regelmässig in renommierten Orchestern wie dem Sinfonieorchester St. Gallen, Musikkollegium Winterthur, Opernhaus Zürich, 21st Century Orchestra und Sinfonieorchester Kanton Schwyz aktiv. Sie absolvierte das Orchesterpraktikum im Musikkollegium Winterthur und spielte in der Saison 22/23 im Opernhaus Zürich im Rahmen eines Zeitvertrags.
An der Musikschule Freienbach und der Kantonsschule Ausserschwyz wirkt sie zudem als Instrumentalpädagogin.
Josias Just ist ein Musiker zwischen Klassik und Volksmusik. Seit seiner Pensionierung spielt er nicht mehr fix im Zürcher Kammerorchester und auch die Lehr-Tätigkeit an der Hochschule der Künste in Zürich hat er aufgegeben. Nun kann er sich wieder vermehrt seinen anderen Projekten widmen: klassischen Konzerten zusammen mit all seinen langjährigen Mitmusikern, vor allem aber auch wieder vermehrt Volksmusik mit der Kapelle Oberalp, der er seit 50 Jahren angehört! «Ich hatte riesiges Glück», sagt Josias Just, «ich konnte meine Leidenschaft für das Klarinettenspiel zum Beruf machen – und auch davon leben».
Dani Häuslers Herz schlug schon vor seinem «klassischen» Studium an der Hochschule Luzern für die Volksmusik – und tut es immer noch. Seine instrumentale Begabung, seine Neugier für stilistische Vielfalt und für historische Hintergründe der Volksmusik führten zu grossen Erfolgen als Musikant und Komponist in der Konzert- und Theaterszene. Schliesslich, im Zusammenhang mit seinem Engagement an der Hochschule Luzern, wurde er Redaktor für Volksmusik auf der SRF-Musikwelle.
Heini Mätzener spielte als langjähriger Musiker im Orchester der Oper Zürich die Instrumente der ganzen Klarinettenfamilie und war Dozent an den Hochschulen Luzern. Auch in Ensembles wie «Orchestra la Scintilla» und dem «Collegium Novum Zürich» fand er immer wieder Inspiration zu stilistisch vielfältiger Interpretation, von der frühen Klassik bis zur zeitgenössischen Musik. Sein Metier pflegt er mit Begeisterung in verschiedenen Kammermusikprojekten weiter.

Klavierrezital
Samstag, 19. Juli 2025
20:30 Uhr
Eintritt CHF 25
Jozef de Beenhouwer – Klavier
Dieses Jahr beglückt uns der mit Sent eng verbundene belgische Pianist mit Mozarts in Mannheim komponierter Sonate in D-Dur (KV 311), Schumanns reizender Arabeske und Chopins berühmten 24 Préludes, die auf Mallorca entstanden sind.
PROGRAMM:
Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791)
Sonate D-Dur KV 311
Allegro con spirito
Andante con espressione
Rondeau (allegro)
Robert Schumann (1810–1856)
Arabeske op. 18
Frédéric Chopin (1810–1849)
24 Préludes op. 28

The Silver Trio
Dienstag, 22. Juli 2025
17:00 Uhr
Kollekte
Cäcilia Dorner – Violine
Miriam Dorner – Violoncello
Stefan Man – Klavier
Öffentliches Konzert im Rahmen des Cuors Rumantsch
PROGRAMM:
Joseph Haydn (1732–1809)
Klaviertrio G-Dur Hob. XV: 25, «Zigeunertrio»
I. Andante
II. Poco adagio
III. Rondo all’Ongarese: Presto
Pjotr Iljitsch Tschaikowsky (1840–1893)
Klaviertrio a-Moll op. 50
I. Satz: Pezzo elegiaco
Paul Juon (1872–1940)
Trio-Miniaturen
I. Rêverie op. 18 Nr. 3
II. Humoreske op. 18 Nr. 7
III. Elégie op. 18 Nr. 6
IV. Danse phantastique op. 24 Nr. 2
«The Silver Trio» mit Cäcilia Dorner (Violine), Miriam Dorner (Violoncello) und Stefan Man (Klavier) wurde im September 2018 gegründet. Die drei jungen Musiker fanden sich im Vorstudium am Landeskonservatorium in Feldkirch in Vorarlberg. Das Trio konzertierte u.a. beim Davos Festival, beim Festival Kammermusik Bodensee, im Angelika Kaufmann Saal in Schwarzenberg, im ORF Funkstudio, im Parlament in Wien sowie in der Villa Falkenhorst. Im September 2020 hat «The Silver Trio» sein Debütalbum mit Werken von Ludwig van Beethoven, Sergej Rachmaninov und Leonard Bernstein aufgenommen. Weitere Erfolge durften sie mit mehreren 1. Preisen beim Landes- und Bundeswettbewerb «Prima la Musica» in Österreich feiern.
Cäcilia Dorner wurde 2002 in Dornbirn, Österreich geboren. Sie erhält ihren ersten Geigenunterricht mit vier Jahren an der Musikschule Bregenz bei Günther Presslaber, anschließend bei Alexandra Rappitsch an der Musikschule Dornbirn. Mit zwölf Jahren kommt Cäcilia ans Vorarlberger Landeskonservatorium Feldkirch zu Rudens Turku. Anschließend wechselt sie in die Geigenklasse von Editha Fetz, ebenfalls am Landeskonservatorium Feldkirch. Seit 2019 erhält Cäcilia Unterricht bei Philip A. Draganov am PreCollege der ZHdK in Zürich. Bereits in ihrem 6. Lebensjahr wird Cäcilia erstmals am Landeswettbewerb «Prima la Musica» mit einem 1. Preis ausgezeichnet. Zahlreiche Erfolge feiert sie auch als Kammermusikerin beim Landes- sowie Bundeswettbewerb in verschiedensten Formationen. Im März 2022 wurde sie in der Wertungskategorie Violine Solo als Landessiegerin mit 100 Punkten ausgezeichnet. Zurzeit studiert sie am Mozarteum Salzburg bei Prof. Thomas Reif. Orchestererfahrungen sammelt Cäcilia unter anderem beim PreCollege Orchestra Zürich und bei der QUARTA Jugendphilharmonie. Sie erhält wertvolle Kenntnisse bei verschiedenen Meisterkursen und Workshops wie Austrian Arts Sessions, Allegro Vivo, SIMA Youth Classics, Solonghello-Sommermeisterkurse und Glatt&Verkehrt. 2018 ist Cäcilia Initiatorin und Mitbegründerin des Klaviertrios «The Silver Trio», gemeinsam mit ihrer Schwester Miriam und Stefan Man. Zusammen haben sie sich den 1. Preis beim Bundeswettbewerb «Prima La Musica» in Klagenfurt erspielt. 2020 nahm das Klaviertrio unter dem Label Coviello Classics sein erstes Album mit Frühwerken von Beethoven, Rachmaninov und Bernstein auf.
Miriam Dorner wurde 2003 in Dornbirn, Österreich, geboren. Im Alter von vier Jahren erhält sie ihren ersten Cellounterricht bei Sarolta Bobok an der Musikschule Bregenzerwald. 2014 führt sie ihre Ausbildung bei Imke Frank am Vorarlberger Landeskonservatorium fort. Von 2017 bis 2023 ist sie in der Celloklasse von Rebecca Firth am MKZ in Zürich. Seit Oktober 2023 studiert sie in der Klasse von Matthias Bartolomey am Mozarteum in Salzburg. Miriam erhält beim Landes- und Bundeswettbewerb «Prima La Musica» vielfach erste Preise mit Auszeichnungen. 2020 wird sie mit einem Sonderpreis für «das seelenvolle, sehr schön gestaltete Musizieren» ausgezeichnet. Schon seit ihrer Kindheit spielt Miriam im Duo mit ihrer Schwester Cäcilia und findet so viel Freude an der Kammermusik. Im März 2021 erhält sie ein Stipendiat an der Internationalen Musikakademie in Liechtenstein mit Unterricht bei Kian Soltani. Seit 2018 ist Miriam Mitglied des Klaviertrios «The Silver Trio», mit ihrer Schwester Cäcilia Dorner an der Violine und dem Pianisten Stefan Man aus Davos. Im September 2020 nahm das junge Klaviertrio unter dem Label Coviello Classics sein erstes Album mit Frühwerken von Beethoven, Rachmaninov und Bernstein auf. Orchestererfahrung sammelt sie unter anderem bei der QUARTA 4 Länder Jugendphilharmonie und beim Jugendsinfonieorchester Zürich. Weitere wertvolle Kenntnisse erhält sie bei verschiedenen Meisterkursen wie Austrian Arts Sessions, Allegro Vivo, Glatt&Verkehrt, SIMA Youth Classics sowie bei der Wolfgang Sawallisch Musikakademie, u.a. bei Matthias Bartolomey, Patrick Demenga und Thomas Grossenbacher.
Stefan Man, 2002 in Davos geboren, erhält im Alter von neun Jahren den ersten Klavierunterricht bei Natalia Konovalova im Förderprogramm der Musikschule Davos. Seither bekommt er Unterstützung und Förderung von der Meuli Stiftung Davos. 2016 wurde Stefan durch Heinrich Werner an Martin Zimmermann, Direktor des Musikgymnasiums Schiers, vermittelt, wo er das Künstlerische Basisstudium besucht hat. Klavierunterricht erhält Stefan seit 2016 am Vorarlberger Landeskonservatorium bei Anna Adamik. Das Bachelorstudium hat er 2021 bei Karl-Andreas Kolly an der Zürcher Hochschule der Künste angefangen. 2021 hat Stefan eine Lehrtätigkeit in der Musikschule Landquart und Umgebung begonnen. Als Solist konnte er schon mit der Sinfonietta Vorarlberg und der Kammerphilharmonie Graubünden auftreten. Erfolgreich nimmt der Pianist auch an Wettbewerben teil. Neben Ersten Preisen bei regionalen Wettbewerben erhielt er den 1. Preis mit Auszeichnung beim Finale des Schweizer Jugendmusik-Wettbewerbs. Auch mit dem 2018 entstandenen Klaviertrio «The Silver Trio» mit Cäcilia Dorner an der Geige und ihrer Schwester Miriam Dorner am Cello konnten sie sich zwei erste Preise am Prima la Musica erspielen und treten regelmäßig an Festivals und Konzerten auf. 2021 ist dann auch ihr Debütalbum «Beginnings» entstanden, das mit dem deutschen Label «Coviello Classics» produziert wurde.

Eigenbräu
Sonntag, 3. August 2025
20:30 Uhr
Eintritt CHF 25
Hornroh Modern Alphorn Trio:
Jennifer Tauder-Ammann, Lukas Briggen, Balthasar Streiff
Höchstes bläserisches Können auf Alphörnern, Bücheln, Meerschnecken und Tierhörnern, ergänzt durch die wunderbare Stimme von Jennifer Tauder-Ammann. Unerhörte Klänge führen uns durch ein Programm von aussergewöhnlichen Eigenkompositionen und Arrangements.
Hornroh steht für zeitgemässes Denken und subtiles Spielen im mehrstimmigen Alphornspiel. Nach mehreren Koproduktionen mit Komponist*innen, Chören und Orchestern besinnt sich die Truppe im Programm Eigenbräu wieder auf die eigene Schaffenskraft. In der seltenen Trioversion präsentieren sie Kompositionen von Balthasar Streiff, Lukas Briggen und Georg Haider sowie Arrangements traditioneller Stücke.

Kammerphilharmonie Graubünden
!!! Konzert auf dem Dorfplatz Sent !!!
(bei schlechtem Wetter: Kirche Sent)
Samstag, 9. August 2025
20:30 Uhr
Kollekte
Yannick Frateur – Violine
Kammerphilharmonie Graubünden
Leitung: Philippe Bach
«Neuer Tango, neue Welt»
Astor Piazzolla: Las Cuatro Estaciones Porteñas (Die Vier Jahreszeiten von Buenos Aires; arrangiert für Violine und Streichorchester)
Antonín Dvořák: Streichquartett Nr. 12 in F-Dur op. 96, «Amerikanisches» (arrangiert für Streichorchester)
PROGRAMM:
Astor Piazzolla (1921–1992)
Las Cuatro Estaciones Porteñas
(«Die Vier Jahreszeiten von Buenos Aires») für Violine und Streichorchester (1965-69)
Antonín Dvořák (1841–1904)
Streichquartett Nr. 12 in F-Dur op. 96 («Amerikanisches») für Streichorchester (1893)
Konzertdauer: ca. 60 Minuten
Seine Bestimmung als Begründer und grosser Meister des «Tango Nuevo» fand Astor Piazzolla durch seine Studien bei Nadia Boulanger in Paris. Sie überzeugte den Bandoneon-Spieler und Komponisten, dass seine Sprache viel weniger in Sinfonien und Sonaten, sondern in den Tangos seiner Heimat zu hören sei. Zurück in Buenos Aires schuf Piazzolla aus der einst belächelten Musik der zwielichtigen Nachtlokale eine bedeutende, zeitgenössische Kunstform, die er mit klassischer Harmonik, raffinierter Instrumentation sowie Einflüssen des Jazz und der Barockmusik anreicherte. Die barocken Vorbilder, in diesem Fall Antonio Vivaldi, sind in den «Cuatro Estaciones» offensichtlich. Piazzolla beschreibt das Leben in der argentinischen Hauptstadt im Laufe der Jahreszeiten beinahe programmatisch. Kontrastreich und farbenfroh vertont er winterlichere Einsamkeit und sommerliche Leidenschaft, Virtuosität und Erstarrung, und zeichnet so ein ergreifendes Bild der Seele von Buenos Aires.
Auf demselben Doppelkontinent, aber 10'000 Kilometer weiter nördlich, schuf Antonín Dvořák 1893 sein 12. Streichquartett in F-Dur. Nach der berühmten 9. Sinfonie («Aus der neuen Welt») war es die zweite Komposition, die der böhmische Komponist auf amerikanischem Boden fertigstellte. Dementsprechend weist das Quartett ähnliche «amerikanische» Stilmerkmale wie eine pentatonisch geprägte Harmonik auf.

The Tommaso Starace Ultimate Quartet
Samstag, 16. August 2025
20:30 Uhr
Eintritt CHF 25
Tommaso Starace – Alto/Soprano-Sax
Yazan Greselin – Piano
Davide Liberti – Bass
Gaetano Fasano – Drums
Das Konzert feiert die Musik der Bass-Ikone Charles Mingus und des legendären Trompeters Chat Baker Es erwartet uns ein Abend voller Energie, Adrenalin und Humor. Unterhaltung auf höchstem Niveau!

«ranggä ruglä rodä»
Sonntag, 24. August 2025
20:30 Uhr
Eintritt CHF 25
Christoph Blum – Gesang, Bass, Örgeli
Johanna Schaub – Gesang, Cello
Valery Burot – Gitarre
Sie jodeln, juuzen und singen entlang den Kanten der Jodlerei. Die Gitarre mischt sich ein und ergänzt das Programm mit solistischen Tänzen.
Das experimentierfreudige Jodelduo erkundet in «Ranggä Ruglä Rodä» die vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten und Stimmungen des Jodelgesangs. Musik mit dem Farbenreichtum einer Landschaft entsteht: regengepeitscht, windstill, aufblühend, wolkenverhangen, kristallin, taufrisch, sonnenbeschienen, stotzig, dampfend, erdig. Die Jodeltradition ist Fundament für das abendfüllende Programm, mal deutlich erkennbar, mal nur als verschleierter Bezugspunkt.
Mit ihren Gesangsstimmen, Cello, Örgeli und Kontrabass, kreieren die zwei Musiker*innen ein vielseitiges Klangspektrum und lassen Ton, Wort und Raum ineinandergreifen.
Die Gitarre mischt sich ein und ergänzt das Programm mit solistischen Tänzen.

Drei Gesichter der Romantik
Samstag, 30. August 2025
20:30 Uhr
Eintritt CHF 25
Hilde Skomedal – Violoncello
Yuka Munehisa Demenga – Klavier
Je ein Meisterwerk von Gabriel Fauré, Camille Saint-Saëns und Johannes Brahms: Eine Begegnung mit der Sprache dreier grosser Komponisten, die uns in feinen Details die Poesie der wahren Kammermusik näher bringt.
PROGRAMM:
Gabriel Fauré (1845–1924)
Sonate pour violoncelle et piano en ré mineur op. 109
Allegro
Andante
Finale: Allegro commodo
Camille Saint-Saëns (1835–1921)
Le cygne
Johannes Brahms (1833–1897)
Sonate für Klavier und Violoncello e-Moll op. 38
Allegro non troppo
Allegretto
Allegro
Das Duo um die Pianistin Yuka Munehisa Demenga und ihre Projekte in Norwegen, der Schweiz und Japan sind eine Quelle der nie endenden Erforschung und Entwicklung der Kommunikation durch Musik – sowohl auf persönlicher Ebene als auch im Austausch mit Schulkindern in Japan.
Hilde Skomedal hat am Barratt Due Musikkinstitutt in Oslo und an der Haute Ecole de Musique de Lausanne studiert. Als Solistin trat sie mit dem Stavanger Symphony Orchestra und Sandnes Orkesterforening auf.
2013 absolvierte Hilde Skomedal einen Master im Barockcello bei Bruno Cocset an der Haute Ecole de Musique de Genève. Ein Treffen mit der Choreografin Béatrice Massin im Jahr 2012 weckte ihre Leidenschaft für den Tanz, die sie zur Zusammenarbeit mit der Zürcher 3art3 Company führte. 2015/16 leitete sie zusammen mit Kevin Juillerad und dem Pianisten Lucas Buclin das innovative Projekt Science Fiction Lieder. Hilde Skomedal arbeitet regelmäßig mit der norwegischen Jazzsängerin und Komponistin Benedicte Torget zusammen.
Die japanische Pianistin Yuka Munehisa Demenga studierte Klavier am «Conservatoire National de Region»in Paris und an der «Haut Ecole de Musique / Conservatoire» in Lausanne. Sie hat ihren Master bei Christian Favre erlangt.
Nachdem sie 1. Preise am Internationalen Musikwettbewerb in Osaka und am Klavierwettbewerb Medoc-Aquitaine in Merignac gewonnen hatte, gründete sie mit Samuel Fried das «Arte Animi pianoduo», mit dem sie anschliessend viele internationale Preise gewann und weltweit konzertiert, u.a. in der Carnegie Hall in New York und der Suntory Hall in Tokyo.
Ihr besonderes kammermusikalisches Interesse zeigt sich durch regelmässige Konzerte mit verschiedenen Künstlern. Seit 10 Jahren spielt sie auch mit Hilde Skomedal. Zusammen traten sie in Japan, Norwegen und in der Schweiz auf.

Nicht «nur» Romantik!
Sonntag, 7. September 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Segantini Trio:
Franco Mettler – Klarinette
Katharina Weissenbacher – Violoncello
Jürg Hanselmann – Klavier
Das Segantini Trio gestaltet ein romantisches Programm voller Kontraste und Musizierfreude. Werke von Paul Juon, Luise Adolpha LeBeau, Astor Piazzolla und Jürg Hanselmann.
Nebst Werken des Tangokomponisten Astor Piazzolla gelangen solche des Bünder Spätromantikers Paul Juon zur Aufführung. Ein besonderer Leckerbissen sind die Stücke für Violoncello und Klavier von Luise Adolpha LeBeau, mit denen sie 1882 als einzige weibliche Teilnehmerin an einem Kompositionswettbewerb einen Preis erringen konnte. Der Pianist des Trio Segantini, Jürg Hanselmann, steuert auch ein Stück bei. Eben hat er sein 3. Klaviertrio fertiggestellt und möchte es als Erstaufführung in Sent dem Publikum präsentieren.
Franco Mettler, Klarinette
Der aus dem Toggenburg stammende und in Chur lebende und wirkende Musiker Franco Mettler studierte an der Musikhochschule Zürich, wo er sein Studium mit dem Konzertdiplom für Klarinette abschloss. Franco Mettler setzte seine Studien am Sweelinckkonservatorium in Amsterdam mit Schwerpunkt Bassklarinette und zeitgenössische Musik fort. Ausserdem bildete er sich an der Jazzschule St. Gallen weiter.
Katharina Weissenbacher, Violoncello
Die österreichische Cellistin absolvierte ihre künstlerische und pädagogische Ausbildung an den Musikhochschulen Köln, Ljubljana, Würzburg und Zürich. Zudem doktorierte sie im Bereich Jazzforschung an der Kunstuniversität in Graz mit dem Forschungsschwerpunkt «Jazz in der DDR». Katharina Weissenbacher unterrichtet an der Kantonsschule Sargans und an der Musikschule Freienbach. Sie tritt außerdem als Solistin auf und ist in mehreren Kammermusikformationen tätig.
Jürg Hanselmann, Klavier
Der liechtensteinisch-schweizerische Pianist und Komponist erlangte am Berner Konservatorium das Solistendiplom für Klavier «mit Auszeichnung». Weitere Stationen seiner Ausbildung waren Louis Kentner (London) und Irina Edelstein (Frankfurt/M.), Meisterkurse beim Beaux Arts Trio und bei Mieczyslaw Horszowski. Komposition und Kontrapunkt studierte er in der Folge bei Sándor Veress.

Von Hund und Pfauenschwanz
Sonntag, 28. September 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Capella Helvetica:
Katharina Haun, Adam Bregman und Ian Harrison
Viele der ersten polyphonen Instrumentalstücke sind nach Tieren benannt und entstanden im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts. Das vielseitige Instrumentaltrio musiziert auf Zink, Schalmei, Blockflöte, Dudelsack, Einhandflöte und Tabor, Posaune, Zugtrompete sowie mit Gesang.
Was kommt einem in den Sinn, wenn man an «instrumentale Musik» denkt? Eine Symphonie oder eine Sonate? Vielleicht eine Pastorale oder ein Air? Aber wenn das Genre selbst nicht klar definiert ist, wie könnten wir es dann benennen? In der Renaissance war instrumentale Musik kein eigenständiges Genre. Das Hauptrepertoire instrumentaler Ensembles bestand aus zeitgenössischen Liedern. Aus diesen Liedern leiteten die Musiker Tanzmusik ab, indem sie die Hauptmelodie anpassten und darüber improvisierten – oder sie improvisierten einfach neue Stücke, die den Stil und Charakter bestimmter Tänze verkörperten. Tanzmusik, obwohl aus dem Lied geboren, scheint das erste wahre instrumentale musikalische Idiom gewesen zu sein.
Die Imitation von Tierklängen oder anderen Alltagssignalen wie einem Jägerhorn sind Inspiration vieler Stücke und Melodien. Der Titel von Der Hund – ein grosses musikalisches Werk, das eher an einen Teil einer liturgischen Messe erinnert als an einen Hund – ist uns nach wie vor ein grosses Rätsel.
Auch Volkslieder wurden zur Grundlage vieler Kompositionen und als polyphone Fassungen, Tänze oder sogar Messkompositionen bearbeitet.
Eines der wichtigsten instrumentalen Ensembles war die städtische Blaskapelle, ein Ensemble aus Multiinstrumentalisten, die sowohl lautstarke Instrumente wie Zinken, Schalmeien, Pommern, Posaunen, Dudelsäcke und pipe and tabor (Einhandflöte und Tabor), als auch leise Instrumente wie Blockflöten oder sogar Lauten oder Gamben spielten. Dieses Ensemble spielte eine integrale Rolle im Leben einer Stadt, repräsentierte das Ansehen derselben und diente dazu, städtische Zeremonien und Tänze aufzuführen, die Stunden vom Turm auf dem Hauptplatz anzukünden oder an der Liturgie teilzunehmen. Die Musiker eines Ensembles spielten täglich zusammen und kannten daher das Spiel der anderen sehr gut. Dies erleichterte kollektive Improvisation, das Auswendigspielen und die Ergänzung von Stücken mit zusätzlichen Stimmen und Verzierungen, wie es in dieser Zeit sehr üblich war.
Obwohl die überwiegende Mehrheit der Musik, die von Instrumentalisten der Renaissance aufgeführt wurde, ihren Ursprung in Liedern hatte, einschliesslich des Tanzrepertoires, wurde Musik viel mehr durch ihren Aufführungskontext als durch die Komposition selbst definiert. Die Sänger und Instrumentalisten «sprachen» mit demselben musikalischen Vokabular, unabhängig von der Zusammensetzung des Ensembles. Das Wiedererlernen und Wiederbeleben dieser fesselnden musikalischen Sprache ist es, was wir anstreben und mit Ihnen teilen möchten.
Viele der ersten polyphonen Instrumentalstücke sind nach Tieren benannt und entstanden im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts. Diese spielt das vielseitige Instrumentaltrio auf Zink, Schalmei, Blockflöte, Dudelsack, Einhandflöte und Tabor, Posaune, Zugtrompete und mit Gesang und es wird diese Stücke mit Tanzmelodien und Improvisationen verbinden. Unverstaubt, publikumsnah und kurzweilig ruft das Ensemble musikalisch zur Jagd, singt dem Mai und entführt Sie in den Wald.
PROGRAMM:
Vom Jagen:
A Cheval tout homme a cheval Escorial B
(1460–1474 zusammengestellt)
Blow thy horn, Hunter Henry VIII Manuscript (1509)
(William Cornish Jr, ca. 1468–1523)
Das yegerhorn Glogauer Liederbuch
(um 1480)
Im Mai:
A Robyn gentyl Robyn Henry VIII Manuscript
William Cornish Jr.
Koemt uns der mey mit seyner lust Glogauer Liederbuch
Le Rossignol La fleur de Chansons à 3
Jean de Castro (ca. 1540–ca. 1600)
Im Maien Volkslied
(15. Jh.)
Contrappunto Bestiale:
Festino nella sera del giovedì grasso
Adriano Banchieri (1568–1634)
Hund, Katz und Maus:
L’ami Baudichon (Three blind Mice) Volkslied
(15. Jh.)
Die katzen pfohte Glogauer Liederbuch
Seck, Meuss und Katzen Guter, seltzsamer und kunst-reicher teutscher Gesang
(1544)
Der Hund Heer Liederbuch
Heinrich Isaac (ca. 1450–1517)
Im Wald:
I am a joly Foster Henry VIII Manuscript
Entlaubet ist der Walde Newe Teutsche Lieder mit Dreyen Stimmen
Ivo de Vento (ca. 1544–1575)
Bicinia sive duo
Matthias Apiarius (ca. 1500–1544)
Tesara L’arte di ballare e danzare
Domenico da Piacenza (ca. 1420– ca.1475)

«Seeleweemeli»
Innovative Appenzeller Streichmusik
Sonntag, 5. Oktober 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Clarigna Küng, Fabienne Früh – Violinen
Matthieu Gutbub – Cello
Heike Schäfer – Kontrabass
Roland Küng – Hackbrett
Mit Witz, Charme und Leidenschaft betten die Geschwister Küng Altbekanntes ihrer Vorgänger sowie neue Stücke aus der Feder von Roland Küng in eine eigene Klangsprache.
Die 1991 gegründete Original Appenzeller Streichmusik fühlt sich dem musikalischen Erbe ihrer Heimat verbunden. Die Suche nach vielfältigen Stimmungen, authentischen Gefühlen und archaischen Bildern zieht sich wie ein roter Faden durch ihr aktuelles Programm. Ob urchig, tänzig, lüpfig oder melancholisch, ruhig, nachdenklich – dem Publikum erschliessen sich zahlreiche Gemütszustände, welche die appenzellische Volksseele charakterisieren.

«Molto passionato»
Konzert mit Videoübertragung des Orgelspiels
Sonntag, 12. Oktober 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Pasquale Bonfitto – Orgel, Klavier
AUFTAKT: Lina Salzgeber aus S-chanf – Klavier (Claire de Lune, Claude Debussy)
Sturm und Drang des Lebens und der Gefühle: musikalisches Pathos bei Beethoven, Brahms, Chopin, Reger, Mendelssohn und Puccini. Der Programmtitel geht auf die Vortragsbezeichnung zurück, die Brahms ursprünglich der Rhapsodie für Klavier zugewiesen hatte: Molto passionato, ma non troppo allegro.
Der im Vergleich zum gebräuchlicheren appassionato ungewöhnliche Begriff passionato verweist auf den pàthos griechischen Ursprungs, auf das typisch romantische Gefühl vom Sturm und Drang des Lebens und der Gefühle. So führt der rote Faden musikalischer Entscheidungen z. B. zu Beethoven mit seiner Sonate Pathétique und zu Reger mit der stürmischen Version des Chorals für Orgel Wie schön leuchtet uns der Morgenstern, wo er pàthos durch intensive Harmonien darstellt.
Pasquale Bonfitto ist als Pianist, Organist, Kirchenmusiker, Chorleiter, Lehrer, Forscher und Musiktherapeut tätig in Italien, Österreich und der Schweiz.
PROGRAMM:
Am Flügel
Beethoven, Grande sonate pathétique op. 13 Nr. 8
Grave – Allegro di molto e con brio
Adagio cantabile
Rondò
Chopin, Ballade op. 38 Nr. 2
Brahms, Rhapsodie op. 79 Nr. 2
Händel/ Moszkowski, Lascia ch’io pianga
An der Orgel
Mendelssohn, Sonate op. 65 Nr. 2
Grave
Adagio
Allegro maestoso e vivace
Fuga: Allegro moderato
Puccini/Wübbolding, Nessun dorma
Reger, Choralfantasie op. 40 Nr. 1, Wie schön leuchtet uns der Morgenstern

«Variation»
Sonntag, 26. Oktober 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
ensemble le phénix:
Christine Meyer – Violoncello
Mathias Kleiböhmer – Violoncello
AUFTAKT: Lorin Könz aus Guarda – Violine
Ein Programm mit Variationen aus Klassik und Romantik, «nur» für 2 tiefe Streicher, mal virtuos, mal gesanglich, mal schwärmerisch … ein unterhaltsamer Abend für Gross und Klein.
Werke von F.A. Kummer, J.G. Arnold, S. Lee und J. Haydn
>>> Leider muss das ursprünglich vorgesehene Konzert mit Roberto Grossmann wegen Krankheit verschoben werden.
In unserer Ur-Besetzung spielen wir seit mehr als 20 Jahren zusammen, wir entwickeln jedes Jahr ein neues Programm mit Musik für 2 Celli.
ensemble le phénix
Christine Meyer (Violoncello)
Mathias Kleiböhmer (Violoncello)
Musikalische Gedanken verändert zu wiederholen ist ein Grundprinzip des Komponierens und in fast allen Gattungen und Formen wirksam. Eine besondere Rolle spielt der Form-Typus ‹Thema mit Variationen›, der seit dem späten 16. Jahrhundert unter vielerlei Namen nachgewiesen ist. Auch für Celloduo wurden unzählige Variationen geschrieben, dabei bedienten sich die Komponisten auch gerne bei musikalischen Vorlagen ihrer Kollegen …

«Tragoudi»
100 Jahre Mikis Theodorakis
Sonntag, 16. November 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Mattias Müller-Arpagaus – Gesang
Henri Fleury – Gesang, Gitarre
Adrian Müller – Cello
Rico Punzi – Bouzouki
Jennifer Ribeiro Rudin – Gesang, Klavier
Mikis Theodorakis feiert im Jahr 2025 seinen 100. Geburtstag. Unter dem Titel «Tragoudi», was als griechisches Wort für «Lied» bezeichnend für sein kompositorisches Schaffen ist, widmet sich das Ensemble nicht nur den grössten und bekanntesten Werken, sondern zeigt auch verborgene Schätze.
Mikis Theodorakis feiert im Jahr 2025 seinen 100. Geburtstag. Unter dem Titel «Tragoudi», was als griechisches Wort für «Lied» bezeichnend für sein kompositorisches Schaffen gelten soll, widmet sich das Ensemble nicht nur den grössten und bekanntesten Werken, sondern zeigt auch verborgene Schätze, die die Vielschichtigkeit der Persönlichkeit von Theodorakis besonders zum Vorschein bringen. Am 2. September 2021 starb Mikis Theodorakis in Athen. Das Projekt «Tragoudi» ehrt ihn nun zu seinem 100. Geburtstag und widmet sich seiner Musik im Verständnis ihrer historischen Bedeutung, wie auch ihrer zeitlosen Aktualität.

Adventskonzert
Christina Jaccard: Gospel & More
Sonntag, 14. Dezember 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Christina Jaccard – Gesang
David Ruosch – Piano
Fridolin Blumer – Bass
Andreas Wettstein – Drums
Die Gospel- und Blues-Sängerin Christina Jaccard mit ihrer unverkennbaren, einfühlsamen Stimme und ihrer charismatischen Präsenz kommt mit der europaweit bekannten Boogie-, Stride- und Blues-Koryphäe David Ruosch nach Sent.
Seit über zwanzig Jahren begeistern die beiden Swiss Jazz Award Gewinner das Publikum auf ihrer jährlichen Gospel-Tour mit einem neuen Programm und Gast-Musikern.

Meisterwerke, inspiriert durch gegenseitige Freundschaft
Freitag, 26. Dezember 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Jan Hoijtink – Klavier
Helma Leenhouts – Violine
Anne Roos Hoijtink – Violine
Dank immer besserer Reisemöglichkeiten konnten Musiker*innen im 19. und frühen 20. Jahrhundert viele freundschaftliche Kontakte pflegen. Das führte zu gegenseitiger Inspiration, z. B. bei Robert Schumann, Clara Schumann-Wieck, Ernest Chausson, Pauline Viardot Garcia, Eugène Ysaye.
Aufgrund immer besserer Reisemöglichkeiten pflegten Musiker im neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert viele freundschaftliche Kontakte, die zu internationalen Auftritten führten und zu neuen Kompositionen inspirierten. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Poème op. 12 (1892–1896) von Eugène Ysaye, die Gabriel Fauré gewidmet ist und selber wiederum als Inspirationsquelle für Ernest Chaussons Poème op. 25 (1896) diente. Der Geiger/Performer Eugène Ysaye spielte die Uraufführung von Chaussons Poème und dieses Meisterwerk gilt als seine beliebteste Komposition. Für unser Konzert wurde ein Programm zusammengestellt, für welches die Beziehung zwischen Künstler, Kunde und Komponist der Ausgangspunkt ist.
PROGRAMM:
Pauline Viardot-Garcia Haï Luli! Chanson
(1821–1910)
Ernest Chausson Poème op. 25 (1896)
(1855–1899)
Felix Mendelssohn Charakterstück
(1809–1847)
Ton de Leeuw Sonatine für Violine und Klavier (1955)
(1926–1996)
Clara Schumann Romanze op. 22
(1819–1896) - Andante molto
Robert Schumann Lied op. 51
(1810–1856) (Arrangement für Klavier)
Eugène Ysaye Poème Elégiaque op. 12 (1896)
(1858–1931)
Pauline Viardot-Garcia Tarantelle
(1821–1910)
Helma Leenhouts und Jan Hoijtink sind seit 1985 ein Duo für Violine und Klavier. Helma studierte Geige an den Konservatorien Amsterdam und Rotterdam. Sie erhielt das Abschlusszeugnis als Master für darstellende Musikerin. Jan Hoijtink ist Lehrer an der Musik-Hochschule Amsterdam und machte 1981 seinen Solo-Master und die Kammermusik-Meisterprüfung.
Anne Roos Hoijtink hat 2023 an der Hochschule für Musik Utrecht ihren Violin-Master-Abschluss absolviert. Sie war dazu eingeladen aufgrund ihres Bachelor (cum laude) von 2021. Auf Einladung der University of South Florida und nach dem USF Stipendium audition, studiert, doziert und arbeitet sie in verschiedenen Formationen wie Klaviertrio, Streichquartett und in verschiedenen Orchestern oft als Konzertmeister. Als Solistin trat Anne Roos auf mit dem g-Moll Violinkonzert von Sergei Prokofiev. Helma, Jan und Anne Roos konzertierten individuell, aber auch zusammen in den Niederlanden, England, Deutschland, Frankreich, Estland, der Schweiz und den Vereinigten Staaten.

Ensemble Tamangur
Montag, 29. Dezember 2025
17:00 Uhr
Eintritt CHF 25
Anna Lena Lindenbaum & Laura Lunansky – Violinen
Sara Marzadori & Christoph Slenczka – Violen
Ursina Maria Braun & Nepomuk Braun – Violoncelli
Das hochdotierte Ensemble spielt:
J. Strauss: «Künstlerleben»
W. A. Mozart: Adagio aus der Gran Partita KV 361
P. I. Tschaikowsky: Souvenirs de florence op. 70, d-moll
