sent-concerts.ch

BACH MOZART CANTIENI

PROGRAMM

W.A. MOZART «Laudamus te»
aus der Missa c-moll, KV 427 für Sopran & Orchester

J.S. BACH Sinfonia D-Dur, BWV 42
Concerto für 2 Oboen, Fagott & Streicher

ROBERT  CANTIENI „Chanzunettas“
Liebeslieder für Sopran & Begleitung

ARMON CANTIENI „l’en“ – „sain da not“
Liedsätze für Sopran & Begleitung

W.A. MOZART Andante aus dem Konzert KV 414
Für Klavier & Streicher

W.A. MOZART «Exsultate, jubilate"
Motette für Sopran & Orchester, KV 165


Jennifer Ribeiro Rudin studierte an der Musikhochschule Basel Klavier, Gesang, Schauspiel und Schulmusik, sowie an der Universität Basel Germanistik, Kunstgeschichte und Medien-wissenschaften. Als Jugendliche besuchte sie Meisterkurse bei der Pianistin Edith Kraft an der Julliard School New York, ihre sängerische Ausbildung vertiefte sie bei Stefan Haselhoff in Basel, Marylin Schmiege in München und Anatoli Goussev in Mailand. Zusätzlich bildete sie sich in Begabungs- und Begabtenförderung weiter, besuchte als Stipendiatin vom Elitenetzwerk Bayern ein internationales, literaturwissenschaftliches Graduiertenkolleg in München und erhielt ein Diploma of Advanced Studies in Neuropsychologie an der Universität Zürich. Von 1999-2016 wirkte sie als Deutsch- und Musiklehrerin und Leiterin des Gymchors am Gymnasium am Münsterplatz Basel, seit 2017 in ebendiesen Fächern an der Bündner Kantonsschule in Chur, sowie als Klavierlehrerin an der Musikschule Chur. Auf der Bühne ist sie nach wie vor mit einem breit gefächerten Repertoire als Sängerin, Pianistin, Schauspielerin und Chorleiterin zu erleben.

Albert Boesen, Violine,  studierte in Saabrücken bei Ludwig Bus, und als Stipendiat an der Hochschule für Musik in Berlin bei Michel Schwalbe. Substitut bei den Berliner Philharmonikern. Von 1968 bis 1999 Konzertmeister des SWR Radiosinfonieorchesters Stuttgart. Seit 2000 Konzertmeister des Heilbronner Sinfonieorchesters, Primarius des Streichsextetts „Stuttgarter Solisten“. Konzertreisen in alle europäischen Länder sowie nach Asien, Nord- und Südamerika. Albert Boesen übernimmt als Konzertmeister unserer Aufführungen die vorbereitende Probenarbeit in Tübingen und zudem jeweils die solistischen Aufgaben im Konzertprogramm.

Das „CONCERTO“ Tübingen ist ein Kammerorchester qualifizierter und professioneller Musiker  aus dem Tübinger und Stuttgarter Raum, das mit wechselnden Konzertmeistern – hervorragende Künstler mit internationalen Erfahrungen  - zusammenarbeitet.  Die musika-lische  Tätigkeit des Orchesters hat ihren Schwerpunkt in der oratorischen Literatur des 17. – 20. Jahrhunderts, umfasst aber ebenso reine Instrumentalwerke und Solokonzerte. In unter-schiedlicher Besetzungsstärke musiziert das Ensemble mit Chören und Dirigenten hauptsäch-lich in Süddeutschland und in der Schweiz. Das Orchester hat schon mehrmals in Chur und in Sent musiziert. Für die diesjährige Aufführung (der Abstände im Orchester wegen)  in reduzierterBesetzung.

Gion Andrea Casanova (Fagott), Luzius Juon (Chur) und Peter Vögeli (Oboe) (Luzern) bewegen sich in gerne in der Vielfalt der musikalischen Bereiche, wie im Orchester, in der  Kammermusik und im Unterricht.

Hans Hildering studierte in Berlin und in Zürich Instrumentalfächer, Schulmusik, Chor-leitung und Dirigieren. Weiterbildung bei Prof. W.Ehmann, Prof. M.Flämig, A.Comfort u.a. Vielfältige Tätigkeit vorwiegend im musikpädagogischen Bereich: Bezirksschule, Gym-nasium, Seminar. Leitung Ausbildungskurse, Musikschulleitung. Chorarbeit mit dem Kammerchor Zurzach, Singkreis Herisau, Haydn-Chor Chur und weiteren Chören. Aufführungen bedeutender Werke wie Händels „Messias“, Bachs Weihnachtsoratorium und h-moll Messe, Haydns „Schöpfung“. Konzerte mit namhaften Vokal- und Instrumen-talsolisten, seit 1991 vorzugsweise mit dem „CONCERTO“ Tübingen.

 

ZU DEN WERKEN

Aus W.A. Mozart Missa in c-moll, KV 427 für Sopran & Orchester "Laudamus te" (wir loben dich / wir preisen dich / wir beten dich an)
Mozarts c-moll Messe entstand als eine Art Votivgabe für seine Braut Constanze. Sie sollte in Salzburg anlässlich des geplanten Besuches des neuvermählten Paares bei Vater Leopold aufgeführt werden. Die Hochzeit hatte am 4. August 1782 stattgefunden. Noch im selben Sommer begann Mozart mit der Komposition der Messe. Erst ein Jahr später verwirklichte sich der vorgenommene Besuch in Salzburg mit der Aufführung in der Peterskirche, bei der Constanze als Sopranistin eine der Solopartien sang.

J.S. Bach     Sinfonia D-Dur, BWV 42 Concerto für 2 Oboen, Fagott und Streicher
Die einleitende  Sinfonia  zu Bachs Kantate Nr. 42 ist möglicherweise ein bereits früher komponierter Satz aus einem Instrumentalkonzert. In belebender Intensität konzertieren die Gruppen der Streicher mit den Bläsern über dem ruhig pulsierenden Continuo und wetteifern in der Durchgestaltung der in seiner Ganzheit so grossartig konzipierten Vorlage.

Robert Cantieni  1873-1954   schaffte als Chorleiter und Komponist ein romanisches und deutsches Liedgut auf beträchtlichem Niveau, eine Art „Kunstlied im Volkston“, das noch heute einen wichtigen Einfluss und Verbreitung hat. Sein kompositorisches Schaffen umfasst rund 1000 Nummern; davon die letzten, über 60 „Chanzunettas ad üna vusch.

„Chanzunettasaus der Sammlung 1949 für eine Singstimme. 2015 neu erschienen und mit Klavierbegleitsätzen versehen von Hans Hildering. 1. Be adascus  (Ganz heimlich)   T: Robert Cantieni   (hier Fassung für Sopran und Streicher)
Wenn ich in Begleitung auf die Strasse heraustrete, komm nicht zu mir. Wenn ich aber allein auf der Laube bin, rufe ich dich zu mir herein und alles ist eitel Sonnenschein. Mit grossem Eifer sprichst du von unserer grossen Liebe. Wenn ich bei dir sein kann, singt und frohlockt alles in mir. Gerne reiche ich dir meine Hand und schwöre: Ich liebe dich, und ganz heimlich stricke ich für meine Hochzeit.

2. Pro l’Rom   (Neben dem Rom)   T: Tista Murk
Hüte dich, junge Frau, vor dem Wasser des Rom, geh nicht zu diesem Bach. Hinter den Büschen vergnügen sich die Knaben und im Wasser widerhallen ihre tausend Spässe. Und du verliebst dich und bleibst immer dort. Und singst und pfeifst mit dem Wasser und dem Wind. Hier neben dem Rom sitz ich so gern.

3. A plaz   (In Gesellschaft)    T: G.G. Cloetta
Wie wunderbar ist das, wenn am Abend ein Zeichen von meiner Liebsten kommt. Alles ist dunkel, aber dein Kämmerlein hell erleuchtet .In dir und mir scheint jetzt die Sonne. Und damit das helle Licht uns nicht verrät, schliesse den Fensterladen und dreh den Docht herunter. Schliess auch die Türe, schlaues Mädchen, und setze dich dann neben mich.

4. Svoula, svoula utscheïn   (Vöglein flieg)   T: Florian Melcher
 Flieg, Vögelein, flieg.Der Wind wird dir nichts anhaben. Rosen liebe ich bis sie verblühen...

Über Meereswellen angekommen siehst du wieder die schöne Landschaft. Tautropfen küssen die Blume. Unter dem blauen Himmel bereitet sich Gesang aus. Ich liebe das Zusammensein mit dir. Fliege, liebes Vögelein. Der Wind wird dir nichts anhaben, fliege nur.

Armon Cantieni 1907-1962(Sohn von Robert C.)hinterliess als Komponist ein 153 Nummern umfassendes Werk; Lieder für verschiedene Chorbesetzungen, Sololieder mit Begleitung. Werke für Orgel und Klavier. Zwei  Werke für Chor, Orchester und Orgel. Zwei Liedersammlungen für gemischten Chor wurden mehrmals nachgedruckt.

„Bei Armon Cantieni ist es wesentlich das Musikalische, das in seiner jedermann verständlichen und gleichzeitig künstlerisch vollendeten Form direkt zum Herzen des Hörers findet“ (l.j.)

Zwei Liedsätze: (original für gem. Chor, hier übertragen für Sopran und Streicher)

L’En  (Der Inn)T: Armon  Cantieni   (Deutsche Textzusammenfassung: L. Juon)
Deine von Gott geschaffene Melodie, o Inn, erklingt durch das Tal. Dein geweihter Klang dringt bis in meine Hütte an der Halde. In Einsamkeit und Kälte entsprungen, leuchten deine Wellen wie Kristalle, glänzen deine Seen einer Perlenkette gleich. und dein Gesang, o Inn, ist herrlich. Bei meinen ersten Tränen hast du mich wie mein Mütterchen getröstet. Deine Melodie wird auch dann noch durch das Tal ertönen, wenn mich der schwarze Schleier draussen an der Halde zudeckt.

Sain da not  (Abendglocke)  T: Armon Cantieni
Abendglocke, mit deinem himmlischen Klang breitest du Frieden aus über das Alpendorf. Im Abendrot leuchtet hell der alte Kirchturm. Wie klar und rein ruft die Glocke „Gute Nacht“.
Sanft wie ein Schleier bedeckt die Nacht das schöne Tal. Golden leuchtend ziehen die Sterne ihre Bahn. Unter deiner schützenden  Hand, ewiger Vater, schläft nun das Heimatdorf.

W.A. Mozart   Andante aus dem Klavierkonzert in A-Dur, KV 414
Die drei Werke KV 413,414 und 415 bilden die erste Gruppe der so bedeutsamen, in Wien entstandenen Reihe. »Herr Kapellmeister Mozart macht hiemit dem hochansehnlichen Publikum die Herausgabe drey neuer erst verfertigter Klavierkonzerten bekannt. Diese 3 Conzerten, welche man sowohl bey grossem Orchestre mit blasenden Instrumenten, als auch nur a quattro, nämlich mit 2 Violinen, 1 Viole, und Violoncello aufführen kann, werden erst Anfangs April d.J.zum Vorschein kommen… « Aus dieser Anzeige geht deutlich hervor, dass Mozart einen flexiblen Begleitkörper im Sinne hatte.

 

W.A. Mozart  «Exsultate, jubilate»  für Sopran und Orchester, KV 165
Ein hochvirtuoses vokales Solokonzert, ein Lobgesang von unbeschreiblicher Schönheit mit dem Alleluja, als musikalischem Höhepunkt des Meisterwerks.„Seit zwei Jahrtausenden singt die Kirche das Halleluja, das schönste, älteste und kürzeste Lied, das sie kennt“.. ( J. Meisner)

Arie: Frohlocket, jubelt, o ihr glücklichen Seelen!  Liebliche Lieder singend, eurem Gesang antwortend, sollen lobpreisen die Himmel mit mir.

Recitativ:  Es strahlt ein freundlicher Tag, gewichen sind Gewölk und Gewitter; aufgegangen ist den Gerechten unerwartete Ruhe. Ringsum herrscht finstere Nacht. Erhebt euch aber jetzt in Freuden, die ihr in Angst wart bisher, und wohlgemut dem seligen Morgenlicht Kränze, mit vollen Händen, und Lilien bringt dar.

Arie:  Du, du Jungfrauen Krone, (Kranz) du, schenk uns Frieden. Du lindere die Leiden des seufzenden Herzens.   Alleluja!

Wir danken
Kulturförderung Kanton Graubünden – Società d’ütil public Sent - Stiftung Jacques Bischofberger – Stiftung Casty-Buchmann –Stiftung Willem Mengelberg – Stiftung Willi Muntwyler

 Sent Concerts